Krippenwege – Unterwegs in Rhön und Bamberg

Fast kann man es noch hören: Stroh raschelt, Holz knarrt und ein himmlisches Licht erfüllt den Raum, in dem das Christkind in der Krippe selig ruht, umringt von seinen Eltern und allerlei Getier. Die Tradition der bildlichen Darstellung der Geburt Christi reicht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Die erste Krippe

kreipp.jpgFast kann man es noch hören: Stroh raschelt, Holz knarrt und ein himmlisches Licht erfüllt den Raum, in dem das Christkind in der Krippe selig ruht, umringt von seinen Eltern und allerlei Getier. Die Tradition der bildlichen Darstellung der Geburt Christi reicht bis ins 4. Jahrhundert zurück. Die erste Krippe unserer heutigen Vorstellung aber geht auf Franz von Assisi zurück, der 1223 in Italien in einer Höhle eine Futterkrippe mit lebendigem Ochs und Esel errichtete und dort seine berühmte Weihnachtspredigt hielt.

Über die Jahrhunderte hat sich die Krippentradition regional zum Teil sehr unterschiedlich ausgestaltet und weiter entwickelt. Die Bamberger
Krippenfreunde setzen sich seit nunmehr 90 Jahren für deren Förderung und Weiterverbreitung auf religiöser, erzieherischer, künstlerischer und volkstümlicher Grundlage ein. Anlässlich dieses Jubiläums zeigt das Historische Museum Bamberg unter dem Titel “Welt ging verloren, Christ ward geboren” im historischen Pferdestall in der Alten Hofhaltung, deren alter Küche sowie im “Gästezimmer” vom 28. November bis 10. Januar eine Sonderausstellung mit 50 Krippen unterschiedlichster Art. Darüber hinaus erfahren die Besucher viel über die Geschichte und verschiedene Stilrichtungen der Weihnachtskrippe.

Auf den Rhöner Krippenweg kann man sich vom 27. November bis 10. Dezember vom Kloster Wechterswinkel bis zum Kreuzberg machen. Die zentrale Schau in dem neuen Kunst- und Kulturzentrum zeigt neben Krippen lebender Rhöner Krippenschnitzer drei wertvolle Barockkrippen aus der Sammlung des Rhön-Museums Fladungen sowie eine Krippe von Gebhard Kessler (1910-1998), dem Vater der Rhöner Krippen.

Weitere Ausstellungen sind ab Ende November in Münnerstadt (Gebhard Kessler im Henneberg-Museum), Mellrichstadt (Kreisgalerie “Fürchtet Euch nicht”, selten gezeigte druckgrafische Raritäten aus der Kreisgalerie), in Ostheim (Kirchhofschule “Eine Botschaft geht um die Welt”), Kreuzberg (Bruder-Franz-Haus mit “Weihnachtsboten” von Klaus Metz und Martin Bühner) und im Landratsamt in Bad Neustadt zu sehen.

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