Der FC Bayern feiert Uli Hoeneß

Endlich gab es mal wieder Grund zu feiern. Nach einer Saison voller Pleiten, Pech und Pannen stand wieder Erfreuliches im Vordergrund beim FC Bayern. Einmal kurz verschnaufen, bevor am Sonntag wieder der Bundesligaalltag zurückkehrt. Vor allem einer rückte bei der Jahreshauptversammlung des Rekordmeisters ins Rampenlicht: Vereins-Manager Uli Hoeneß. Nach über

DSC_0326.JPGEndlich gab es mal wieder Grund zu feiern. Nach einer Saison voller Pleiten, Pech und Pannen stand wieder Erfreuliches im Vordergrund beim FC Bayern. Einmal kurz verschnaufen, bevor am Sonntag wieder der Bundesligaalltag zurückkehrt. Vor allem einer rückte bei der Jahreshauptversammlung des Rekordmeisters ins Rampenlicht: Vereins-Manager Uli Hoeneß. Nach über 30 Jahren übernimmt der gebürtige Ulmer das Amt des Präsidenten. Gewählt mit über 99,3 Prozent der Stimmen.

Christian Nerlinger wird sein Nachfolger als Manager des Vereins. Dabei schmeckte Hoeneß der Zeitpunkt zur Wahl nicht ganz, der November kam etwas unpassend. Das war aber komplett vergessen, als die 4490 Mitglieder auf dem Münchner Messegelände mit stehenden Ovationen ihre volle Wertschätzung und Dankbarkeit gegenüber dem Manager-Urgestein zum Ausdruck brachten. Nach seinem Übertritt zum neuen Amt äußerte er sich zur Situation: “Wir hatten Muffensausen vor diesem Abend.” Der 57-Jährige gab auch zu, “den einen oder anderen Fehler in der Transferpolitik gemacht zu haben.” Er versprach aber zugleich: “Wir werden das besser machen und in drei bis fünf Jahren wieder zu Europas Spitze gehören. Mehr Geduld bitte.” Großer Applaus ging durch die Messehalle C1.

Franz Beckenbauer, nun Ehrenpräsident der Bayern, glänzte auch an diesem Abend mit einer humoristischen Einlage: “In dieser Saison kommt dann hoffentlich die ein oder andere Trophäe dazu”, so der “Kaiser” mit Blick auf Trainer van Gaal. Die Trophäensammlung konnte dieses Jahr nicht präsentiert werden, da letzte Saison gar kein Titel gewonnen wurde. “Spieler wie Lahm und Schweinsteiger sind jung und brauchen noch Zeit”, sagte Beckenbauer und nahm die zwei Youngstars sichtlich in Schutz. Eine Botschaft, besser gesagt ein Motto war auch aus dieser Versammlung herauszuhören: “Heute ist ein Tag um zurück zu schauen. Wo soll man auch sonst hinschauen?”, so der ehemalige Libero.

Die Figur des Abends, Uli Hoeneß, sichtlich aufgeregt und angespannt, versteht den ganzen Trubel um Luca Toni nicht: “Man könnte meinen, die Welt geht unter, wenn ein Spieler ein Problem mit dem Trainer hat.” Dabei konnte der “Tulpen-General” aufatmen. Auch er stand kurz im Mittelpunkt, aber von Unmutsäußerungen keine Spur. Stattdessen gab es Applaus aus den Rängen. Zum Schluss gab es auch Positives zu vermelden: Finanzvorstand Karl Hopfner stellte die Zahlen des Jahres vor – und man konnte zufrieden sein: 303,8 Millionen Euro Umsatz, 2,3 Millionen Euro Gewinn. Doch das stillt nicht den Hunger der erfolgsverwöhnten Fans. Die wollen mehr – um es anders auszudrücken: Titel müssen her! Das ist wichtig, am Ende zählt nur der sportliche Erfolg. Und noch eine Saison ohne Titel kann man sich an der Isar nicht leisten, eine leidige Trainerdiskussion würde man sich auch lieber ersparen.

Photo: Andreas via picasaweb.google.com

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