Wer ist Kristina Köhler?

Als Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag bekanntgab, dass nach Jungs Rücktritt Ursula von der Leyen ins Arbeitsministerium wechselt, und Kristina Köhler in das Familienministerium, fragten sich bestimmt viele: Was und wer ist denn letztere Person? Um es ganz einfach auszudrücken: Eine hessische Bundestagsabgeordnete. Vor ihrer Nominierung als Bundesfamilienministerin war die

krita.jpgAls Bundeskanzlerin Angela Merkel am Freitag bekanntgab, dass nach Jungs Rücktritt Ursula von der Leyen ins Arbeitsministerium wechselt, und Kristina Köhler in das Familienministerium, fragten sich bestimmt viele: Was und wer ist denn letztere Person?

Um es ganz einfach auszudrücken: Eine hessische Bundestagsabgeordnete. Vor ihrer Nominierung als Bundesfamilienministerin war die Politikerin noch weitgehend unbekannt. Außer natürlich dort, wo sie regierte. In Wiesbaden. Aber kommen wir erst einmal zum Menschen selbst: Kristina Köhler wurde am 3. August 1977 in Wiesbaden geboren. Schon mit 14 Jahren trat sie der Jungen Union (JU) bei. Nach ihrem Abitur studierte die junge Frau Soziologie, Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft in Mainz. Schon während ihres Studiums, das sie als Diplom-Soziologin abschloss, war sie von 1997 bis 2002 als Mitarbeiterin bei der hessischen CDU-Landtagsabgeordneten Birgit Zeimetz-Lorz und von 1998 bis 2002 als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Soziologie der Universität Mainz tätig. Bei der Bundestagswahl 2009 erlebte die 32-Jährige einen rasanten Aufstieg. Mit deutlichem Abstand gelang es ihr, trotz großer Konkurrenz von Ex-Bundesentwicklungsministerin Wieczorek-Zeul (SPD), das Direktmandat in Wiesbaden zu ergattern. Die Frau aus Hessen war Mitglied im Bundestag, Innenausschuss und vor allem für den Bereich Integrationspolitik zuständig. Sprich: Berichterstatterin in der CDU/CSU Fraktion für Islam, Integration und Extremismus. Bei einem ZDF-Spezial Interview äußerte sie sich zu ihrer neuen Herkulesaufgabe, Lob kam dabei nicht zu kurz: “Es sind große Fußstapfen in die ich da trete. Frau von der Leyen war eine ganz tolle Familienministerin.”

Vorschlusslorbeeren zum Start

Auf die Frage nach der größten Herausforderung antwortete die Bundestagsabgeordnete: “In den kommenden Jahren geht es um den Ausbau der Kinderbetreuung”. Sie wolle die “erfolgreiche Arbeit” ihrer Vorgängerin fortsetzen. Ob die noch unbekannte dem Amt gewachsen ist, ist noch schwer zu sagen. Die Bundeskanzlerin jedenfalls gab  Vorschlusslorbeeren zum Start. Argumente für sich, konnte Köhler aber trotzdem sammeln. Sie findet, “dass das neue Amt an ihr altes anschließt”. Deswegen fühlt sich die Soziologin gewappnet für den Kampf.

Man kann die Nominierung kritisieren oder aber auch befürworten. Hat die junge Frau nicht eine Chance verdient? An sich schon. Doch zum feiern bleibt keine Zeit. Mit der Vereidigung am Montag beginnt auch schon die Arbeit und die wird sicher nicht so traumhaft wie man sich das als Außenstehender vorstellt. Das wird auch Frau Köhler merken. Auch in diesem Ressort gibt es eine Fülle von Themen, die bearbeitet werden müssen. Allen voran der Ausbau der Krippenplätze. Es bleibt abzuwarten, ob von der Leyen eine würdige Nachfolgerin bekommt. Verdient hätte es die siebenfache Mutter allemal.

Eines wissen wir aber auch schon heute: Charme hat Frau Köhler. Auf ihrer Homepage stellte es die designierte Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter Beweis: “Vielen Dank für die Glückwünsche. Ich bin überwältigt und freue mich auf die anstehende Herausforderung”. Zum Schluss folgte noch der Satz: “Es wird ein kurzes WE!”. Ach übrigens, mit WE ist Wochenende gemeint. Oder doch Weekend?

Foto: Kristina Köhler Wikipedia.org, creative commons

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  1. Das ist das, was man jetzt schin dagen kann. Ein frisches, sympathisches Gesicht hilft vielleicht, die verkniffenen Mienen von Merkel und den meisten ihrer Kolleginnen und Kollegen zu vertreiben.