3. Liga: Tabelle nimmt Gestalt an, Teil 1

Einen Spieltag vor Ende der Hinrunde nimmt die Tabelle der 3. Liga Konturen an. Vermeintliche Anfangsprobleme sind überwunden oder haben sich zu einem massiven Berg angesammelt – Saisonziele werden revidiert oder unterstrichen. Klar ist dabei eines: Keines der Teams kann sich sicher sein, diese zu erreichen, denn die Ausgeglichenheit und

Einen Spieltag vor Ende der Hinrunde nimmt die Tabelle der 3. Liga Konturen an. Vermeintliche Anfangsprobleme sind überwunden oder haben sich zu einem massiven Berg angesammelt – Saisonziele werden revidiert oder unterstrichen. Klar ist dabei eines: Keines der Teams kann sich sicher sein, diese zu erreichen, denn die Ausgeglichenheit und Enge sowohl im Aufstiegsrennen als auch im Abstiegskampf ist einmalig und jeder Klub ist darin verwickelt. Eine sorglose Saison kann keine der 20 Mannschaften für sich proklamieren.

Mit neuen Trainern an die Spitze

An der Spitze hat sich mittlerweile Kickers Offenbach mit drei Zählern Vorsprung eingerichtet. Die routinierte Truppe verfügt über hohe individuelle Qualität auf den Schlüsselpositionen und wirkt sehr gefestigt. Nach der Übernahme von Nachwuchstrainer Menze sind die Kickers trotz einiger Personalsorgen noch ungeschlagen und stehen zu Recht ganz vorne. Dahinter folgt ein Team, das ebenfalls bereits den Trainer gewechselt hat, wenngleich aus freien Stücken. Mit Michael Wiesinger an der Seitenlinie gewann der FC Ingolstadt nun zwei Mal in Folge und führt die Liste der punktgleichen Verfolger von drei Teams an. Auch hier ist die individuelle Qualität des Kaders hoch, wahrscheinlich verfügen die “Schanzer”, mit zahlreichen erst- und zweitligagestählten Akteuren gespickt, sogar über die stärkste Mannschaft. Dazu zählt auch der derzeitige Top-Torjäger der 3. Liga, Moritz Hartmann (14 Tore).

Pokalschreck Osnabrück

Mit Eintracht Braunschweig und dem VfL Osnabrück haben sich dahinter zwei weitere Traditionsvereine etabliert, die ebenfalls reif für die Versetzung in die nächste Klasse sind. Beide Teams profitieren von der großen Unterstützung ihrer Fans und weisen eine imposante Heimstärke auf. Auch in ihren Reihen befinden sich relativ viele erfahrene Spieler, die die nötige Stabilität verleihen. Osnabrück steht zudem sensationell im Viertelfinale des DFB-Pokals und unterstreicht die Stärke der Liga bundesweit.

Diese vier gennanten Mannschaften scheinen die ersten drei Plätze am Ende unter sich auszumachen, auch wenn Klubs wie die SpVgg Unterhaching, Erzgebire Aue, Sandhausen und RW Erfurt nur knapp dahinter lauern und sich auch noch Chancen ausrechnen, derzeit aber zu unkonstant agieren. Burghausen und Regensburg, die noch in der erweiterten Spitze liegen, sehen ihr Punktepolster zurecht eher als Hamsterlager gegen den Abstieg und werden voraussichtlich bald ins Mittelfeld durchgereicht.

Marc Strasser arbeitet in einer Sportredaktion und bloggt für betfair.

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