Schleswig-Holstein: Der Armut Paroli bieten

Gruppe Die Linke: Ein StudiVZ-Nutzer informiert seine Mitdiskutanten über die jüngsten Zahlen aus dem Statistischen Taschenbuch 2009 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das während der Landes-Mitgliederversammlung der Linken in Mortorf in Schleswig-Holstein am vergangenen Samstag ausgegeben wurde. Gemeinsam diskutieren sie über diese Entwicklung. Zuvor jedoch auch hier die geposteten

Gruppe Die Linke: Ein StudiVZ-Nutzer informiert seine Mitdiskutanten über die jüngsten Zahlen aus dem Statistischen Taschenbuch 2009 des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, das während der Landes-Mitgliederversammlung der Linken in Mortorf in Schleswig-Holstein am vergangenen Samstag ausgegeben wurde. Gemeinsam diskutieren sie über diese Entwicklung.

Zuvor jedoch auch hier die geposteten Zahlen:

“In Schleswig-Holstein leben derzeit 2.834.260 Einwohner. Davon sind sozialversichert 824.200 Einwohner, das sind rund 29 % in S.H. ( zu 39,7 % im Bund ).

In den letzten 5 Jahren wurden fast 12.000 Arbeitsstellen gestrichen. Dafür entstanden im selben Zeitraum fast 6.500 400,- Euro-Jobs und mehr als 10.000 1,- Euro-Jobs.

Derzeit haben wir in S.H.:

174.613 geringfügig Beschäftigte
12.216 1,-Euro-Jobs

107.509 Arbeitslose
31.576 Langzeit-Arbeitslose
233.343 Hartz IV Empfänger ( davon 67.145 Kinder !!! )

47.313 erwerbstätige Hilfsbedürftige ( davon 15.384 in Vollzeit Beschäftigte )

Die Harzt IV Quote von Kindern beträgt bei:
Kinder unter 6 Jahre = 26,6 % in S.H ( 35 % in den Städten )
Kinder von 7-17 Jahren = 14,4 % in S.H. ( 25,5 % in den Städten )”

Der Nutzer hofft auf Vorschläge aus den Diskutantenreihen. Merkt aber gleichzeitig an: “Ich weiss es und ich hoffe Ihr wisst es auch, wenn Ihr Vorschläge machen wollt, das wir als eine Minderheit im Landtag keine Gesetze durchbringen, wohl nichtmal auf den Weg bringen können. Aber wir werden die SPD, die Grünen und den SSW zumindest versuchen aufzuwecken. Wenn wir das schaffen, haben wir zumindest 46 von 95 Sitzen im Landtag dahinter…”

Wenig später weist ein VZ-Nutzer daraufhin, dass die EU das kommende Jahr als “EU-Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung” ausgerufen habe. Ein anderer ergänzt jedoch: “Ja und hat dafür 17 Mio. Euro raus gehauen, damit sich die örtlichen Wohlfahrtsverbände, die sich ihr Engagment schön bezahlen lassen und mit ihrem Klientelismus die Situation noch verschärfen, “Armutskonferenzen” abhalten können. Dabei sind sie es, die die meisten 1€-Jobs zur Vergütung, äh Verfügung, stellen…” Ein weiterer Diskutant der Runde verweist indessen auf die Einschätzung des Sozialverbandes VdK, der die veröffentlichten Zahlen als “beunruhigend” einstuft.

Im Laufe der Debatte wird auch auf die Praxis mancher Supermärkte hingewiesen, die verstärkt auf Einpackhilfen setzen, die nur von Trinkgeldern leben würden. Hierzu meint ein Diskutant: “Die FDP würd das eh am liebsten zur Normalität werden lassen und wenns nach Hans-Werner Sinn ginge, würden diese Menschen dann nichtmal mehr HartzIV zusätzlich kriegen sondern müssten tatsächlich nur von den Trinkgeldern leben – Menschen scheinen nichts mehr wert zu sein….”

Kommentare

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  1. Liebe Studi VZ-Nutzer (Diskutanten),

    so ganz allmählich solltet Ihr anfangen über dies und jenes nachzudenken, z. B. wohin die “Globalisierung” – in wessen Auftrag marschiert. – Ihr solltet darüber nachdenken, warum diverse Staaten gewissen Institutionen gestatten Paier zu bedrucken und gestatten, dass sie selbst die Wertangaben auf diesem bedruckten Papier bestimmen dürfen -also 10 or 100 bucks, oder 10 € oder 100 €.

    Ihr solltet darüber nachdenken warum diese Staaten dies bedruckte Papier von gewissen Institutionen, von Investoren oder von gutbetuchten Bürgern zurück leiht und verspricht dafür Zinsen zu zahlen.

    Ihr solltet darüber nahdenken, warum jedes Königreich, jeder Kaiser, jedes Fürstentum, jeder Staat seit Jahrhunderten immer zu wenig Knete hatte. Früher gingen all die hohen Herren bei den Fuggers, den Rothschilds betteln, heute stehen unsere Volksverdummer bei den Bankern, denen Sie gerade den Arsch gerettet hatten in der Schlange.

    Ihr solltet darüber nachdenken, warum es in Monaco, in St. Tropez, in Miami und in all den schönen Häfen dieser Welt ca. 15.000 “Böötchen” ab 5,0 Mio aufwärts gibt, die in deutschem Eigentum, bzw. im Eigentum deutscher Firmen, oder aber im Eigentum von Firmen stehen, die deutschen Eigentümern zugeschrieben werden.

    Ihr solltet darüber nachdenken, warum es in Monaco, in St Tropez, in Miami und an sonstigen waremn und schönen Orten dieser Welt mehr als 3.000 Wohneinheiten ab 5. Mio. Euro aufwärts gibt, die in deutschem Eigentum, bzw. im Eigentum deutscher Firmen, oder aber im Eigentum von Firmen stehen, die deutschen Eigentümern zugeschrieben werden.

    Ihr solltet darüber nachdenken, wann es endlich soweit sein wird, dass wir das Lohnniveau von Bangladesch erreicht haben, die Besserverdienenden bzw. Ihre gelben Brüder und Schwestern, all die Hilfskräfte, wie der Herr von Sin(nen), die AWD Spitzenkräfte, die Spitzenkräfte des Instituts der deutschen Wirtschaft wie z. B. Herr Professor M. Hüther, – na die denken darüber nach, – wer wohl dann die Mieten in Deutschland zahlt.

    Alles wird gut
    O.W.H

  2. Hallo Kathrin,ist doch schon gwdroeen!!! So viel L(e)ichtigkeit :) Ich kenn das aber, wenn man mit dem, was man selber macht, nie so richtig zufrieden ist ;) LG Kathrin