Gruppe Junge Union Deutschlands: Nicht nur VZ-Nutzer im Forum der Gruppe Piratenpartei machen sich Gedanken über die neue Familienministerin Kristina Köhler. Über die junge Frau aus Hessen wird auch in eigenen Reihen diskutiert.
Bereits am vergangenen Samstag zeigt sich der Diskussions-Eröffner hin und hergerissen. Er schreibt Folgendes als ersten Beitrag des Threads: “Was sagt ihr zu der Entscheidung? Sie war ja nicht die erste Wahl? Sie ist ledig, hat keine Kinder und ist nicht verheiratet. Trotzdem finde ich sie ein gute Wahl und ist dazu noch ziemlich attraktiv. Frau Merkel hat ja auch keine Kinder usw…”
Antwort erhält er wenig später. Dem nachfolgenden VZ-Nutzer geht es weder um den Familienstand noch um Äußerlichkeiten. Er urteilt: “sie wirkt so nicht-linksverdorben, das ist schon mal sehr positiv, sie hat ein gutes Auftreten und sie wird keinen Dreck von ‘Gender-Mainstreaming’ zusammenquasseln. Auf jeden Fall besser als, um mal etwas polemisch zu sein, ‘Zensursula’!” Ein Dritter im Bunde mahnt allerdings an: “Die Frau ist 32. Da ist jetzt aller höchste Eisenbahn für Familiengründung. In ein paar Jahren ist es vielleicht schon zu spät. ‘Ich konnte keine Familie gründen, weil ich Familienministerin wurde…””
Familienplanung hin oder her – der nächste Diskutant der Runde wagt eine umfassendere Analyse, indem er schreibt: Es ist “(…) doch faszinierend, wie viel Schaden Roland Koch dieser Gesellschaft schon zugefügt hat. Spenden-Lügner, Primitiven-Wahlkampf. Und daneben noch die skandalöse Personalie des über Zweifel erhabenen Brenders und der Charakterkopf Franz Josef Jung von seinen Gnaden. Jetzt kommt aus Hessen die junge!, hübsche! ‘Konservative’, die einem breiteren Publikum bisher nur aus diskurslosen Talkshows als Chefanklägerin gegen ‘Migranten’ aufgefallen ist (als Widerpart solch berufener Figuren wie Kenan Kolat, das sei zu ihrer Verteidigung gesagt:) Der Berlusconisierung scheint unter Leuten wie Koch Tür und Tor geöffnet. Gut, dass Guido wenigstens die westdeutsche berufsvertriebene Steinbach verhindert.”
Doch hat er mit diesem Urteil Recht? Mit-Diskutanten melden Zweifel an. In Bezug auf “diskurslose Talkshows” wird angemerkt, dass Frau Köhler hier auf den Umstand hingewiesen habe, dass es unter den unzähligen Migranten in Deutschland auch jene gäbe, die durch politischen Extremismus, Rassismus und eine hohe Gewaltbereitschaft auffallen würden. Der Diskutant fragt: “Soll sie das etwa für wünschens- und fördernswert halten?!”
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