Facebook: Mehr Privatsphäre, nur für Euch!

Es war schon ein Stück Lesearbeit bis der Rezipient am heutigen Dienstag zur eigentlich Botschaft von Mark Zuckerberg, Gründer des internationalen sozialen Netzwerks Facebook, vordringen konnte. Lang und breit legte er in einem Offenen Brief an die Internet-Gemeinde die Entwicklung der letzten Jahre dar, den erfolgreichen Aufstieg der Plattform sowie

Es war schon ein Stück Lesearbeit bis der Rezipient am heutigen Dienstag zur eigentlich Botschaft von Mark Zuckerberg, Gründer des internationalen sozialen Netzwerks Facebook, vordringen konnte. Lang und breit legte er in einem Offenen Brief an die Internet-Gemeinde die Entwicklung der letzten Jahre dar, den erfolgreichen Aufstieg der Plattform sowie die verschiedenartigsten Nutzungsmöglichkeiten. Immerhin, mehr als 350 Millionen Menschen weltweit nutzen Facebook, um dort ihr Leben sozusagen “online zu teilen”.

Einfacher – und damit besser. Zurück zur Schlichtheit?

Dass dies nicht immer einfach ist, weiß inzwischen auch der junge Mark Zuckerberg. Immer lauter wurden die Rufe nach mehr Kontrollmöglichkeiten über die eigenen Informationen. Privatsphäre und Sicherheit wurden zum großen Thema. Kein Vergleich zu den Anfangszeiten vor gut fünf Jahren als sich hauptsächlich Studenten auf der Seite tummelten. Heute ist das anders. Fast 50 Prozent, also gleich mehrere hundert Millionen, der Facebook-Nutzer sind Mitglieder regionaler Netzwerke, die ganze Länder wie China oder Indien umspannen. Das Ganze ist irgendwie außer Kontrolle geraten. Ein guter Grund also, nun zu reagieren. Frei nach dem Motto: Mehr Privatsphäre, nur für Euch! kündigte Zuckerberg nun nicht nur an, eben diese Netzwerke komplett aufzulösen, sondern auch geänderte Kontrollfunktionen zum Schutze der Nutzer einzuführen. Die Facebook-Gemeinde entscheidet in Zukunft bei jedem einzelnen Inhalt, den sie einstellen oder hochladen möchte darüber, wer ihn sehen darf und wer lieber nicht. Außerdem, so berichtet auch heise.de, “werde die Seite mit den ‘Privatsphäre-Einstellungen’ vereinfacht, indem einige Menüpunkte zusammengefasst werden.”

Wer kopiert vom wem?

Dass das so kommt, hat Chris Kelly, Facebook Chief Privacy Officer bereits Ende Juni dieses Jahres in einem Blog-Eintrag angekündigt. Seitdem sind auch schon entsprechende Tests auf der Plattform durchgeführt worden. Und auch die meisten “Facebooker” selbst scheinen von der Idee begeistert. Bis zum Abend haben fast 33.000 Nutzer ihren Daumen nach oben gehoben, knapp 22.000 darüber hinaus ein Kommentar hinterlassen. “Klingt gut, besser als manch anderes soziales Netzwerk” ist da ebenso zu lesen wie ein schlichtes “Bravo, Mark”. Andere hingegen bedauern die Schließung der regionalen Netzwerke. Gerade über diese hätten sie zum Beispiel Leute aus ihrer Nähe gefunden. Auch auf heise.de melden sich die Leser zu Wort. Ganz im Sinne des guten, alten “wer klaut von wem”-Gedankens wird hier angemerkt:

“In diesem sollen die Nutzer Inhalte dann ausschließlich für ‘Freunde’, ‘Freunde von Freunden’ oder ‘Alle’ sichtbar machen können. Wer kopiert jetzt wen? Lächerlich.”

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Pingback: Readers Edition » Facebook - Wenn private Daten davonfliegen