Gierig nach Wählerstimmen

Die bösen Manager sind es gewesen, die die Welt durch Gier und Spekulation an den Abgrund geführt haben, so ist es seit Ausbruch der Finanzkrise Tag für Tag irgendwo zu lesen. Und wenn die Mär mal aussetzt, findet sich garantiert irgendein in Finanzdingen erfahrener Ex-Ministerpräsident wie Peer “Retter” Steinbrück, der

Die bösen Manager sind es gewesen, die die Welt durch Gier und Spekulation an den Abgrund geführt haben, so ist es seit Ausbruch der Finanzkrise Tag für Tag irgendwo zu lesen. Und wenn die Mär mal aussetzt, findet sich garantiert irgendein in Finanzdingen erfahrener Ex-Ministerpräsident wie Peer “Retter” Steinbrück, der faktenfrei und wirr von der alleinigen Verantwortung der Wirtschaft und der Banken und all der grausigen “Neoliberalen” für das Beinahe-Ende der Welt beschwört.

Hans-Olaf Henkel, in den heute wieder für gut gehaltenen Zeiten der Deutschland-AG Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, hat jetzt ein Buch namens “Die Abwracker” geschrieben, das ein bisschen näher an der Wahrheit bleibt, die PPQ im Oktober 2008 aufgeschrieben hatte..

“Wir wurden in den letzten 12 bis 24 Monaten vor allem von der Politik, aber auch von vielen Leuten in den Medien, nicht richtig über die Ursachen der Krise aufgeklärt”, erklrärt Henkel bei n-tv. Verursacher der Krise seien nicht böse Manager, sondern “Gutmenschen” wie die US-Präsidenten Jimmy Carter und Bill Clinton. Mit Carter habe alles angefangen, denn einer der Hauptpunkte von dessen Wahlprogramms sei gewesen: “Jeder Amerikaner muss unter seinem eigenen Dach wohnen.” Man habe dann “aus politischen Gründen Leuten, die sich das eigentlich gar nicht hätten leisten können, Kredite gegeben”.

Als Bill Clinton ins Weiße Haus einzog, öffnete er die Schleusen noch weiter

“Er hat durch Gesetze und die Schaffung der großen Immobilienhäuser Fanny Mae sowie Freddy Mac Leute ohne Job in die Lage versetzt, Häuser zu kaufen”, analysiert Henkel Daraufhin stieg der Wert dieser Häuser, weil immer mehr Käufer auftreten konnten. “In der Folge der Wertsteigerung konnte man dann plötzlich Kredite aufnehmen, um sich damit eine Weltreise oder ein neues Auto zu finanzieren.” So und nicht anders sei die große Blase entstanden. “Nicht aus Gier, sondern aus Gutmenschentum. Die Politiker waren gierig nach Wählerstimmen”.

Die vielbeschworenen “undurchsichtigeren Finanzprodukte” kamen erst hinterher, als aus den wackligen Immobilienkredite verkäufliche Produkte gemacht wurden – eine Idee, die der damaligfe Finanzminister Peer Steinbrück und dessen Staatssekretär Jörg Asmussen ganz hervororagend fanden. Hier könne man in der Tat “von Gier einer kleinen Schicht von Investmentbankern sprechen, die gemerkt haben, dass man durch den Verkauf dieser recht gut verzinslichen Papiere Geld machen konnte”, sagt Henkel.

Doch gehören dazu immer zwei: In Deutschland war es die Politik, der die Dollarzeichen vor den Augen glitzerten.

“Mehr als 70 Prozent dieser Papiere sind in staatlich kontrollierte Banken gewandert, nicht etwa in Privatbanken”, rechnet Henkel vor. Deshalb sei es unredlich zu sagen, die Bankenkrise zeige, dass der Staat mehr zu sagen haben soll. “Zumindest für Deutschland gilt das Gegenteil. Politiker in den Kontrollgremien staatlich kontrollierter Banken haben es verbockt. Die haben sich diese Papiere aufschwatzen lassen, die uns jetzt fast versenken.”

Quelle: politplatschquatsch.com

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  1. Glauben Sie Herrn Henkel kein einziges Wort, kein Komma und keinen Punkt. Er bringt wissentlich oder unwissentlich nur seine abstrusen Gedanken zu Papier.

    Lesen Sie bitte in einigen Tagen meinen Artikel “Die Mächtigen & die Ohnmächtigen”.

    Alles wird gut
    O.W.H.