Es fing ganz harmlos an, erst im Garten Center, dann in den Versand-Katalogen, zum Schluss haben selbst die Discounter nach und mitgezogen:
Es war “in”, im Garten oder auf der Terrasse einen Feuerkorb nicht nur stehen zu haben, nein, ihn auch mit dicken Scheiten Holz zu betreiben. Ist der perspektivische Sommer einer der kälteren?
Oder soll der gemeine Bürger wieder anfangen, sich an offenes Feuer zu gewöhnen?
Fest steht, in der Ökobilanz vieler Klimaerwärmungshysteriker mit Öko-Heizung und Öko überhaupt, tauchte dieser Holzverbrauch und CO2-Zuwachs nicht auf. Nun gut.
Im Zuge des so genannten Klimaschutzes kam man ja mal auf die glorreiche Idee, alles Mögliche in Sprit, Diesel etc umwandeln zu wollen, das zu manch Auswüchsen führte, die nicht eigentlich im Sinne der Erfinder waren, Biosprit aus Getreide, um nur ein Beispiel zu nennen. Brasilien baut “en masse” Zuckerrohr an, um daraus Ethanol herzustellen, der Mais in den USA galoppiert preislich davon, eher bekommt man wohl Sprit aus Mais statt Polenta…..
Ich kann mich erinnern, früher mein Aquarium mit CO2 gedüngt zu haben, ganz primitiv, mit Zuckerwasser und Hefe in einer Flasche, und das CO2 wurde dann über einen Schlauch ins Aquarium geleitet, in der Flasche blieb dann Alkohol in irgend einer abfallwürdigen Form übrig.
Ich denke mal, heutiger Bio-Ethanol aus Rohrzucker, Zuckerrüben oder woraus auch immer, wird etwas anders hergestellt, offensichtlich aber in solchen Massen, dass jetzt irgend welche “schlauen” Leute darauf gekommen sind, diesen Bio-Ethanol vermehrt in Wohnungen in CO2 umzusetzen, indem man sich einen schornsteinlosen Kamin an die Wand hängt und den Bio-Sprit dort verbrennt, oder auch optisch und kalorisch effektvoll auf dem Tisch.
Bio-Ethanol Kamine und Feuerstellen: Diese Umsetzung von Ethanol in Wärme, Wasser und CO2 ist auch nicht unbedingt dazu angetan, unsere CO2-Bilanz, zu der ich zwar andere Ansichten habe als der Mainstream in Bezug auf das Klima, in geordnete Bahnen laufen zu lassen.
Auch hier haben wir den romantischen Effekt des offenen Feuers, das wärmt und gut aussieht, solange da nichts überspringt und das Feuer im dafür vorgesehenen Behälter bleibt.
Was ist also der Hintergrund dieses neu eröffneten Marktes?
Hinweis auf kommende kalte Zeiten, Hinweis auf die Unzuverlässigkeit von Solar und Wind, Hinweis auf einen Technologie-Rückfall auf aus Klimatistensicht wünschenswerte “Vorindustrielle” Zeiten? Ich habe keine Ahnung, aber interessant ist das Ganze schon, wenn man einerseits dauernd aus allen Quellen in die Ohren geblasen bekommt, Energie zu sparen, CO2 zu verteufeln, andererseits aber sinnlos Holz und Bio-Sprit verbrennt. Oder ist das ökologisch, klimatistisch korrekt, weil es “Bio” bzw. “CO2 neutral” ist und aus “nicht-fossilen” Quellen stammt?
@ Krischna Gans
Biologie ist wohl nicht Ihre Stärke Herr Gans!
Das bei der Holzverbrennung freiwerdende CO2 wird durch den gleichzeitig stattfindenden Holzzuwachs wieder gebunden, es ist folglich ein geschlossener Kreislauf, ganz im Gegensatz zu fossilen Energieträgern!
Ach nee Herr Gans, welch ein Vergleich zur Klimaproblematik auf unserem Planeten!
Wer denn bitte? Ich nicht!
Nee Herr Gans, meinen Sie das wirklich??? Ist das ernsthaft Ihre Auffassung? Armes Deutschland!
Wer will zurück in vorindustrielle Zeit? Ich nicht! Ich will mit neuen Technologien in die Zukunft! Fossile Energieträger sind das was ihr Name sagt – fossile Relikte einer überholten Technologie zur Energiegewinnung! Wir sollten uns schnellstmöglich davon verabschieden! Die Zukunft ist regenerativ! Auch Sie werden das noch begreifen… und wenn Sie es schon nicht begreifen können (oder wollen) dann werden Sie es zumindest sehen können!