Coca Cola versus StudiVZ

Gruppe Die Linke: “Verbreite das Weihnachtsgefühl!”, tönt es vom Coca-Cola-Edelprofil auf StudiVZ. Ob lustige Motive für die eigene Präsenz oder passende “Weihnachtsgadgets”, der Konzern, der aktuell 7760 Sympathisanten hat, glitzert und funkelt quer durch das soziale Netzwerk – ganz zum Leidweisen einiger VZ-Nutzer. “Wenn das so weiter geht, bin ich

Gruppe Die Linke: “Verbreite das Weihnachtsgefühl!”, tönt es vom Coca-Cola-Edelprofil auf StudiVZ. Ob lustige Motive für die eigene Präsenz oder passende “Weihnachtsgadgets”, der Konzern, der aktuell 7760 Sympathisanten hat, glitzert und funkelt quer durch das soziale Netzwerk – ganz zum Leidweisen einiger VZ-Nutzer.

“Wenn das so weiter geht, bin ich bald bei Facebook”, schreibt ein aufgebrachter Kommentator, der diese ganze “Heile-Welt-Euphorie” so gar nicht teilen kann. Er verlinkt ein Youtube-Video mit dem vielsagenden Titel “Nichts geht mehr ohne Coca Cola“. Gemeinsam mit einem Mit-Diskutant will er für einen “bitteren Nachgeschmack” auf der Pinnwand des Unternehmens sorgen, einen “Protest vom Schreibtisch aus” organisieren. Ob per Kommentar oder Fotoverlinkung, die Möglichkeiten seinem Unmut zu äußern scheinen vielfältig.

Ein Dritter im Bunde stimmt ihnen zu: “Coca Cola ist ja wohl das allerletzte. Gewerkschafter erschießen, indischen Bauern das Wasser abgraben und ihre Felder mit bleihaltigen Abfällen verseuchen, Coke Zero mit exrta viel Aspartam verkaufen – neben Nestle und Monsanto ist das einer der kriminellsten Konzerne überhaupt! Leider kann ich keine Kommentare mehr in Edelprofile schreiben. Vielleicht hat studivz mir diese Option gesperrt, weil ich offen meine Kritik äußere und freie Meinungsäußerung darf ja nicht sein. Also wer Kommentare schreiben kann, möge bitte folgendes Video im Coke-Profil posten:”

Während innerhalb des Threads weiterdiskutiert wird, machen sich einige Diskutanten auf, ihre Ankündigung in die Tat umzusetzen und das Coca-Cola-Edelprofil mit entsprechenden Kommentaren auszustatten. “!!!Keine Unterstützung für Konzerne, die die Menschenrechte nicht achten!!!”, ist dort nun zu lesen und Verlinkungen wie diese oder diese zu finden. Zitiert wird auch aus einem Artikel von labournet.de. Dort heißt es: “Die kolumbianische Lebensmittelgewerkschaft Sinaltrainal verlor während der vergangenen acht Jahre sieben ihrer in verschiedenen Coca-Cola-Werken aktiven Gewerkschaftsführer. Sie wurden, meist im Umfeld von Streiks, von paramilitärischen Todesschwadronen entführt, gefoltert und ermordet. Im vergangenen Jahr reichte Sinaltrainal in den USA eine Klage gegen den Konzern ein. Viele Unternehmen gehören zu den Finanziers der rechtsextremen Paramilitärs, die den Betriebsfrieden mit Waffen durchsetzen. Der Paramilitärchef Carlos Castaño gibt unumwunden zu: ‘Wir töten Gewerkschafter weil sie die Leute vom Arbeiten abhalten’.” Ein anderer weist darauf hin: “(…) in Indien ist Coke mit einer Abfüllanlage daran beteiligt, dass mehrere Dörfer kein Trinkwasser mehr haben, da der Grundwasserspiegel gesunken ist.”

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