Die Nachricht schlug im Netz ein wie eine Bombe: Von derzeit 5,76 Euro auf satte 18 Euro sollen die PC-Gebühren der GEZ steigen – Zumindest, wenn es nach dem Willen der Ministerpräsidenten geht. Wer also ein internetfähiges Handy oder einen Computer besitzt, mit dem Inhalte der Öffentlich-Rechtlichen Sendeanstalten angesehen werden können, darf gemäß deren Vorstellungen selbst ohne TV-Gerät künftig kräftig “berappen“. Ungeheuerlich finden das die Diskutanten innerhalb des sozialen Netzwerks StudiVZ. Daraus resultiert eine “notwendige Namensänderung”, meint hingegen “Rundfunk-Berichte”, eine Zeitschrift für den Wirtschaftsbereich Hörfunk und Fernsehen.
Die “GEZ steht für Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Eine Namensergänzung oder Namensänderung könnte notwendig werden; denn die Ministerpräsidenten und die Lobby der Rundfunkanstalten hatten den Einfall, die Rundfunkgebühr auch für PC-Besitzer einzuführen, soweit diese nicht mit einem Fernsehgerät bei der GEZ angemeldet sind”, schreibt der Kölner Fachjournalist Friedrich Weber angesichts des derzeitigen “Aufstands gegen die neue GEZ-Gebühr“.
Wer hat dann Anspruch auf die Gebühr?
Er ist der Ansicht, dass der geplante einheitliche GEZ-Tarif noch weitere Kreise ziehen wird. Er folgert deshalb: “Auf diese ‘…-gebühr’ dürften sowohl die privaten Rundfunkanstalten wie auch die Presse anteilig einen Anspruch besitzen, soweit sie mit ihren Angeboten im Internet vertreten sind und der PC-Besitzer ““ im Fall der Presse ““ nicht Bezieher einer Tages- oder Wochenzeitung ist. Das publizistische Angebot der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist nur eines von vielen, das PC-Besitzer nutzen können.” Wenn demnach der Gesetzgeber einen Tatbestand konstruiere, wonach der Besitz eines PCS ausreiche, um die Fälligkeit einer Gebühr auszulösen, der PC-Besitzer kein Rundfunkteilnehmer und kein Abonennt einer Tages- oder Wochenzeitung sei, dürften, laut Weber, sowohl die privaten wie die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und die Presse einen gemeinsamen Anspruch auf die Gebühr besitzen. “Der Name Gebühreneinzugszentrale der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten wäre dann allerdings leicht anzupassen.”
An eine Namensänderung denken die weit mehr als 200 Umfrageteilnehmer auf pcgameshardware.de dagegen nicht. Sie sind in erster Linie verärgert über einen derartigen Preisschub. “Mehr als 90 Prozent der User lehnen den Plan, auf Internet-fähige Geräte die GEZ-Abgabe zu verdreifachen, rundheraus ab. Insgesamt über 96 Prozent sind eher dagegen und nur eine verschwindend kleine Minderheit von unter 4 Prozent der Teilnehmer kann den GEZ-Plänen etwas abgewinnen.” Doch was Privatnutzer ab 2013 treffen könnte, soll auch für Betriebe gelten. Der Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft (BDWi) spricht hier gar von keiner “Deckung mit der Lebenswirklichkeit” und lehnt die Erhöhung ebenfalls rigoros ab.
“Sie sollten einfach mal lernen mit dem Geld umzugehen”
Unterdessen geht auch die Diskussion innerhalb von StudiVZ weiter. “Wann wacht ihr endlich auf und zahlt einfach keine GEZ mehr…?”, tönt es in die aufgebrachte Runde. “Die GEZ ist doch ehrlich gesagt fürn Arsch”, schreibt ein anderer. Er rät: “Sie sollten einfach mal lernen mit dem Geld umzugehen und nicht alles wie mit ner Schauffel aus dem Fenster werfen. Während andere in Situationen sparen müssen erhöhen die einfach die Gebühren und das fürs Internet. Das neue ZDF-Nachrichtenstudio hat 30 (!!!) Mill. Euro gekostet, für was, es sagt doch keiner ‘langweilig die Nachrichten, aber das Studio ist schon geil’? Das hätte man bestimmt auch billiger bekommen. Die besten Filme auf ARD kommen sowieso gegen Mitternacht. Für Internetfährigen PC, solln sie Bezahl-Downloads anbieten, dann ists gut, aber ansonsten können die sich ihr Angebot in den A… schieben!”
Während sich seine Mit-Diskutanten über Sinn und Unsinn des Programms und damit einhergehenden Boykott-Gedanken auseinandersetzen, geht ein StudiVZler in dieser Sache noch weiter. Er sagt: “Explizit was das Internet belangt halte ich es für verfassungswidrig..sorry!! Ich nehme Abstand von solchen Inhalten und obendrein krieg ich noch das Kopfschütteln wenn zusätzliche Inhalte auch noch kostenpflichtig sind (von ARD/ZDF). Dieser ‘Verein’ macht das, weil er es schlicht ‘kann’.. nicht weil es vernünftig wäre, oder fair, weil es Sinn macht oder ‘richtig’ ist. Müssen staatliche Medien eigentlich auf diesem Wege noch extra kassieren? Wie machen es denn zB. die USA (NBC.. etc.)? Mal ne Frage in die Runde? Oder wie finanziert sich die Britische BBC?”
Warum nicht gleich komplettes Pay-TV
Neben viel Schelte gibt es aber auch konstruktive Vorschläge, wie das Fernsehen in seiner Gesamtheit künftig aussehen könnte. Ein VZ-Nutzer könnte sich zum Beispiel vorstellen, dass es künftig nur noch Pay-TV gäbe. Er erklärt: “Mittlerweile ist man soweit, dass die meisten Haushalte eh über einen dafür fähigen Receiver verfügen. Dann hat man auch die Wahl was man sehen möchte und was nicht. Eine GEZ Gebühr entfällt somit und die Einnahmen kommen auch dort an wo Sie sinnvoll sind, anstatt bei diesen Abzockern an der Haustür.”
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Das ist abzocke und gangs können den hals nicht voll kriegen
wsa passiert mit den Gebühren?
da bauen sich die Bosse schöne Villen und die Armen müssen Hunger.