Afghanistan ““ ein Bierkrieg? Eine Satire

Im Jahr 2000 vernichtete die Taliban unter ihrem Führer Müller Urban in ganz Afghanistan die gesamten Hopfenfelder und verteilten an die Bevölkerung Hirsesamen zum Anbau von Getreide. Dadurch war die Bierproduktion in den USA und besonders in Deutschland gefährdet. In Absprache mit dem amerikanischen und englischen Verteidigungsministern beschlossen die Regierungen

Im Jahr 2000 vernichtete die Taliban unter ihrem Führer Müller Urban in ganz Afghanistan die gesamten Hopfenfelder und verteilten an die Bevölkerung Hirsesamen zum Anbau von Getreide. Dadurch war die Bierproduktion in den USA und besonders in Deutschland gefährdet. In Absprache mit dem amerikanischen und englischen Verteidigungsministern beschlossen die Regierungen von Deutschland, England und den USA, den islamischen Religionsführer Müller Urban aus der Luft zu vernichten, um eine Bierkrise zu vermeiden. Gerade Deutschland bangte um den Verlust des Oktoberfestes. Insgesamt befürchteten die beteiligten Nationen die Hopfenkrise und dadurch Milliardenverluste und die Gefahr einer Krise der westlichen Hopfenkultur.

In einer Krisensitzung beschwichtigte der jüdische Verteidigungsminister der USA Horchowitzt seine europäischen Kollegen: Wir, die USA, sind seit langem so weit, aus der Luft alle Probleme zu lösen, dadurch, dass wir über Drohnen gefährlichen Schlangen die Köpfe abschlagen. Schon dem Revolutionsführer Ghaddafi haben wir ins Wohnzimmer geschossen und dem Abtrünnigen bin Laden, den wir einstmals für einen Hopfenfreund hielten, zerstörten wir seine Fabriken. Wer gegen uns ist, entkommt uns nicht. Aus diesen militärisch strategischen Übungen haben wir ein Großteil der Computerspiele entwickelt, die begeistert in unserem Kulturkreis angenommen werden. Open Air Killing nennen wir das. Auch primitive Religionsführer wie Müller Urban müssen telefonieren und wer telefoniert ist so gut wie tot.

Im Juni 2000 schickten die Verbündeten illegal 340 Tonnen Hopfensamen nach Afghanistan und verübten drei Drohnenanschläge auf Müller Urban. Alle drei schlugen fehl. Die Computerspezialsten des Revolutionsführers hatten jeweils dessen Telefon an entführte Esel geschnallt, die in ihre Dörfer ins Gebirge von Tschalap Dalan und Nuristan Kalar zurück flüchteten. Die dort einschlagenden Bomben richteten großen Schaden unter der Dorfbevölkerung an.

Zwischenzeitlich hatte die Führung der Taliban den Hopfensamen fast vollständig beschlagnahmt und als Tee deklariert nach Amerika ausgeführt.

Den Inlandstransport in den Staaten übernahm der Milliardär und Bauingenieur bin Laden, der mit den USA noch eine Rechnung offen hatte. Bin Laden wusste um die mangelhaften Brandschutzvorrichtungen vieler Hochhäuser der USA und er hatte herausgefunden, dass Kerosin in Verbindung mit Hopfen, besonders heiße Stimmung erzeugt, schließlich bringt Bier ja auch das Blut in Wallungen. Er ordnete an, dass die Flugzeuge direkt in den Wolkenkratzern landen sollten, um so die unheilige Fracht zu vernichten.

Kriegserklärung

Im Dezember 2001 erklärten Deutschland, USA und England Afghanistan den Krieg. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wird der Joy Stick Krieg eingeführt. Die Alliierten erklären Afghanistan, Iran und Irak wegen seiner günstigen Witterungs- und Wachstumsverhältnis zum Hopfengebiet. Es soll die Bierkammer des Westens werden. Kein Fanatiker nimmt uns unsern Schoppen, ist die Kriegsdevise. Schoppengegner gehören ausgerottet. Insider sprechen auch von exterritorialer Rohstoffsicherung.

Militärstrategisch wird eine Ausrottung durch die Luft perfektioniert. Grundlage dafür war der Zweite Weltkrieg. Erklärtes Ziel sind dabei Zivilisten und bevorzugt Kinder, da Kinder ja die Zukunftsträger des bekriegten Landes sind. Wer Kinder exterritorial tötet, schafft für seine eigenen Kinder Lebensraum, ist die Devise der Alliierten.

Die Hopfendrohne

Derzeit hat Deutschland in dem Krieg gegen Afghanistan nur mehr eine logistische und aufklärende Funktion. Aber wie ein Sprecher des Verteidigungsministern zu Guttenzwerg bekannt gab, verfügt Deutschland bereits über eine Generation von Drohnen, die mühelos 15.000 Kilometer mit einer Last von 500 Kilo zurücklegen können.

“Wir sind durchaus in der Lagen, ganz Afghanistan mit Hopfensamen einzustreuen, um so unser Kulturgut Bier zu sichern. Da nutzt Müller Urban seine religiöse Hopfenfeindseeligkeit gar nichts.” So ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Die Wachstumssicherung übernehmen die prowestlichen Afghanen und unsere amerikanischen Freunde.

“Diese orientalischen Kabuffen müssen doch endlich mal begreifen, dass Hopfen genauso nahrhaft ist wie Hirse, dazu aber noch stark und lustig macht. Wenn die das nichts schnallen, muss man ihnen das eben reinprügeln. Hopfen und Malz, Gott erhalts, das ist unser bewährte Leitkultur die unser Gesellschaft zu Blüte gebracht hat”, sagt ein Sprecher der Bundeskanzlerin Evangelika Werkeln.

Tankwagenbombardement

Wie heute Verteidigungsminister von Guttenzwerg bekannt gab, war das Tankwagenbombardement von Oberst Schleim völlig legitim. Die Tanklaster führten kein Benzin sondern Hirsesamen mit. Wie der afghanische Präsident Hamid Karschein verlauten ließ, ist dies national ein terroristischer Akt und ein Verbrechen gegen die demokratische Weltgemeinschaft. Er verurteilte den Transport von Hirse auf das schärfste.

Bundeskanzlerin Evangelika Werkeln kündigte ein vernichtendes Vorgehen an. “Wer uns den Hopfen nimmt, der bedroht unser Leben und wird von uns wo immer er weltweit telefoniert, vernichtet werden.”

Jeder der heute telefoniert, muss sich also bewusst sein, ob er für oder gegen Hopfen ist. Es könnte sein sicherer Tod sein. Auf alle Fälle: Telefonieren ist nirgendwo auf der Welt mehr sicher. Schon ein  falsche Wort und der Himmel sendet Feuer und Verderben.

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