Klimagipfel in Kopenhagen gescheitert!

Am Ende der Verhandlungen weigerten sich Tuvalu, Sudan und Venezuela die Abschlusserklärung zu unterzeichnen. Der Weltklimagipfel in Kopenhagen ist gescheitert! Chaos herrscht im Plenum und Verzweiflung bei den Klimaschützern! WAS WAR PASSIERT? Der dänische Konferenzpräsident Lars Løkke Rasmussen unterbrach am Samstagmorgen das Abschlussplenum, nachdem er zuvor nicht in der Lage

KohlekraftwerkAm Ende der Verhandlungen weigerten sich Tuvalu, Sudan und Venezuela die Abschlusserklärung zu unterzeichnen.

Der Weltklimagipfel in Kopenhagen ist gescheitert! Chaos herrscht im Plenum und Verzweiflung bei den Klimaschützern!

WAS WAR PASSIERT?

Der dänische Konferenzpräsident Lars Løkke Rasmussen unterbrach am Samstagmorgen das Abschlussplenum, nachdem er zuvor nicht in der Lage war, einen Verfahrensvorschlag für die Abstimmung über den ausgehandelten Klima-Kompromiss vorzulegen.

Schon in der Nacht war es zu einem Eklat gekommen! Eine Reihe von Entwicklungsländern lehnten das Kompromiss-Papier (es handelte sich um einen Minimal-Konsens, den allen voran die größten Industriestaaten ausgearbeitet hatten) ab. Darunter der Sudan, Venezuela und Tuvalu.

Nach einer chaotischen Nachtsitzung und einer mehrstündigen Unterbrechung verzichteten die Delegierten darauf, wie sonst üblich über alle Punkte der “žKopenhagener Erklärung”œ einzeln abzustimmen. Das Plenum hat die Abschlussvereinbarung lediglich “žzur Kenntnis”œ genommen. Damit das Dokument hätte in Kraft treten können, hätten alle Staaten zustimmen müssen. Das ist nicht geschehen. Damit ist der Gipfel faktisch gescheitert.

Enttäuschung bei den Politikern; Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von “žgemischten Gefühlen”œ. Auch der an den Verhandlungen beteiligte US-Präsident Obama bezeichnete die erreichte Einigung als “žunzureichend”œ.

Der Delegierte aus dem Sudan erklärte, die Zwei-Grad-Grenze sei der sichere Tod für viele Afrikaner und verglich es mit dem Holocaust. Er warf Rasmussen vor, einseitig im Sinne der reichen Länder gehandelt zu haben. Dies wurde von anderen Delegierten empört zurückgewiesen. Der Delegierte aus dem pazifischen Inselstaat Tuvalu, der von ansteigenden Meeresspiegeln in seiner Existenz bedroht ist, erklärte, die Zukunft seines Landes stehe nicht zum Verkauf.

Die 120 Staats- und Regierungschefs fahren mit leeren Händen nach Hause und das Ziel die globale Erwärmung auf 2°C seit der Industrialisierung zu begrenzen ist, den CO2-Emissionen und Klimamodellen nach, praktisch nicht mehr erreichbar.

Schellnhuber (Klimaberater der Kanzlerin):

“Das sind die Schritte, die wir auch bei der Konferenz in Potsdam mit Angela Merkel und den Nobelpreisträgern gemeinsam formuliert haben:

1. Nicht mehr als 2 Grad durchschnittliche weltweite Erwärmung ab der industriellen Revolution bis 2050. Selbst dieser Kompromiss bedeutet langfristig bereits einen Anstieg des Meeresspiegels um 20 Meter. Vergessen Sie Mumbay, vergessen Sie New York!”

Quellen

Klimagipfel gescheitert!

Klima-Gipfel in Kopenhagen faktisch gescheitert

Wir spielen russisches Roulette mit unserer Erde

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