Würzburg in seltenen Aufnahmen
Ochsenkarren auf dem Marktplatz, Waschschiffe auf dem Main, Schlittschuhläufer auf der Talavera – unter anderem das Leben im Alltag zeigt der von Klaus M. Höynck herausgegebene und jüngst im Echter Verlag erschienene stattliche Fotoband “œWürzburg. Ein Jahrhundert in seltenen Bildern” anhand exklusiver Fotodokumente aus den Schätzen des Stadtarchivs.
Auf 192 Seiten finden aber auch die Aspekte “œPolitik und Gesellschaft”, “œHandel und Verkehr”, “œHandwerk und Gewerbe”, “œKunst, Kultur und Wissenschaft”, “œReligion und Kirche” sowie “œArchitektur und Bauen” ihren Niederschlag. Versehen mit einleitenden Texten von Sybille Grübel, Renate Schindler, Hans-Peter Baum und Dr. Ulrich Wagner vom Würzburger Stadtarchiv sowie vom Pressesprecher der Diözese, Bernhard Schweßinger, rufen die vielen alten Schwarz-Weiß-Aufnahmen, die zum größten Teil bislang unveröffentlicht waren, einerseits Erinnerungen, andererseits Wehmut ob des Verlustes durch Zerstörung oder der heutigen Entwicklung so mancher Plätze und Straßenfluchten hervor. Ein Blick in die zentrale Schönbornstraße zeigt in 70er Jahren des 20. Jahrhunderts noch alteingesessene Würzburger
Geschäfte wie Seisser, Schum, Abel, Hettlage und Neckermann. Keines von ihnen besteht heute mehr. Alte, zum Teil heute nicht mehr bekannte Handwerkskünste und traditionelle Umzüge sowie Wallfahrten – dies und noch vieles mehr führt in diesem Bildband auf eine erlebnisreiche Zeitreise durch Würzburg, die auf die Gegenwart verweist. 162 Bilder, ausgewählt aus einem Fundus von rund 30.000 Fotos des Stadtarchivs, dokumentieren den Wandel der Stadt zwischen 1860 und 1980.
Vergessenes, Verlorenes, Verändertes – ein bewegtes Jahrhundert ist durch diese Bilder der Nachwelt bewahrt.
Manches ist heute verschwunden, wie die Schelche auf dem Main, anderes, wie der Markt vor der Marienkapelle ist noch immer lebendig,
hat aber sein Gesicht mehrfach verändert.
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