Unter dem Motto “Think global, act local” ist derzeit eine neue Gruppe innerhalb des sozialen Netzwerks studiVZ aktiv. Die bis dato elf Mitglieder sind die Finanzkrise leid und geben lieber Tipps zur Prävention. In ihrer Beschreibung haben sie jedoch schon jetzt einige Punkte zusammengetragen, die jeder umsetzen kann, um eine künftige Krise zu vermeiden – und das, ohne dabei auf die Regierung zu bauen.
Ein erster Ansatz wäre demnach, sich an Warren Buffet zu orientieren und nur in solche Dinge zu investieren, die auch verstanden werden. Die erste konkrete Folge daraus wäre, “dass Arbeitnehmer möglichst in ihr eigenes Unternehmen investieren”. Somit wäre Mitentscheidung über die Unternehmensführung gewährleistet und über Genossenschaften zudem die Kosten im Blick zu behalten. Weiterhin wird geraten: “3. Grundsätzliches Misstrauen gegen Bankberater ist angebracht, wenn nicht folgendes völlig ersichtlich ist:
a) Wo wird das Geld investiert?
b) Was macht das Unternehmen damit?
c) Wie groß ist die Erfolgswahrscheinlichkeit des Unternehmens und damit der Geldanlage? (Kontrolle sollte durch unabhängige Medien erfolgen (Anlageberater, der nicht mit der Bank in Verbindung steht, Zeitschriften, Rating-Agenturen, die nicht vom Unternehmen, sondern von dir für das Rating bezahlt werden))”
Doch damit sind die Ratschläge noch nicht erschöpft. Grundsätzlich sollte nämlich bei allen Entscheidungen gelten: “Je höher das Risiko, desto höher die Rendite/der Zins”. Hierzu wird auf die Seite smava.de verwiesen. In diesem Zusammenhang ist zu lesen: “Es gilt: Banken können nur mit Geld zocken, dass sie von Anlegern bekommen. Ergo: Gebt euer Geld nicht blind heraus. Das oberste Gebot ist, dass man immer weiß, was ich in Punkt 3 erwähnt habe.” Der Gruppengründer appelliert an die Leser: “Vergleicht verschiedene Finanzprodukte, die ihr von eurer Bank bekommt, mit denen von anderen Banken.” Und weißt abschließend daraufhin: “Es gibt keine 100-%-Sicherheit bei einer Geldanlage. Das gilt für jede Geldanlage (auch die bei einer Bank), deswegen bekommt man Zins (u. a. als Risikozulage).”
Mit diesen ersten Ausführungen sollen die Bestrebungen allerdings noch lange nicht am Ende sein. Alle Leser und Mitglieder sind herzlich dazu eingeladen, die Liste um weitere Punkte zu erweitern.
Drei entscheidender Bausteine fehlen hier aber noch:
* Wenn man etwas kaufen will, sollte man das Geld erspart haben.
* Man sollte nur etwas kaufen, was man sich WIRKLICH leisten kann
* Man sollte verstehen was man kauft
Auch in Deutschlang geht der Wahnsinn um als Privatmann Neuwagen auf Pump zu kaufen und überteuertes Wohneigentum zu erwerben.
Beim Hauskauf wird üblicherweise die Rechnung aufgemacht “Für das was ich heute an Miete zahle, kann ich mir ein Haus finanzieren…”.
Das dies ein leichtsinniger und fahrlässiger Trugschluß ist werden die meisten spätestens in 15-25 Jahren erleben….
Beispiel:
Heute (Warm)Miete : 1.000€
Finanzierbar (bei 5% Zinsen, 1% Tilgung) : 200.000€
Wer so schlau war die Hausnebenkosten und Rücklagen einzurechnen wird schon nur noch 150.000€ finanzieren können…
Aber, selbst dann beträgt die Restschuld nach 15 Jahren noch 115.000€
Nach 25Jahren noch 73.000€
Nach 25 Jahren war ein Außensnstrich, eine Heizung, ein Bad, Bodenbeläge und mehrere Renovierungen notwendig.
Und trotzdem werden fleissig Häuschen und Eigentumswohnungen für mehr als die 30fache Jahresnettomiete gekauft….
Man kann es ja finanzieren….
Und daran sind NICHT die Banken Schuld!