Vorweg ein wenig Grundlagenwissen – Die Erdatmosphäre besteht zu ca. 78 Prozent aus Stickstoff, zu ca. 21 Prozent aus Sauerstoff und zu ca. einem Prozent aus Argon. Der CO2-Anteil beträgt knapp 0,04%. Das wirksamste so genannte Treibhausgas in der Atmosphäre ist der Wasserdampf. Weit dahinter folgen Treibhausgase wie Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4), Ozon (O3) und Stickoxide (N2O), welche nur noch in Spurenbestandteilen in der Atmosphäre vertreten sind.
Die Hauptbestandteile der Luft Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2) (99 Prozent Anteil) absorbieren keine Infrarot-Strahlung. Diese Gase sind für Infrarot-Strahlung weitgehend transparent. Nur die in Spuren vertretenen so genannten Treibhausgase sind in der Lage Infrarot-Strahlung zu absorbieren und zu emittieren. Diese Gase absorbieren und emittieren auch nicht über den ganzen Infrarot-Bereich, sondern nur bei diskreten Wellenlängen (Absorptions-/ Emission-Linien/Banden).

Neben dem Wasserdampf ist das Kohlendioxid (CO2) das wichtigste Treibhausgas in unserer Atmosphäre. Wasserdampf leistet, der Theorie nach, einen Beitrag von ca. 66 Prozent am natürlichen Treibhauseffekt. CO2, das auf natürlichem Weg in die Atmosphäre gelangt, leistet einen Beitrag von ca. 28 Prozent am natürlichem Treibhauseffekt. Betrachtet man die anthropogenen Anteile, also die vom Menschen verursachten Anteile, so steuern diese beim CO2 nur einen Anteil von 1,2 Prozent am gesamten Treibhauseffekt bei. (Menschlicher Treibhausanteil seit 1750).

Ca. 96-97 Prozent der CO2-Emissionen stammen aus natürlichen Quellen und nur ca. drei bis vier Prozent aus anthropogenen Quellen. Der überwiegende Anteil der CO2-Emissionen ist also natürlichen Ursprungs.
In den letzten 10 Jahren ist der CO2-Gehalt in unserer Atmosphäre von in etwa 0,037 Prozent auf 0,039 Prozent angestiegen, also um etwa 0,002 Prozent. Das mittlere Anstiegsverhalten beläuft sich hierbei auf 0,0002 Prozent pro Jahr. Dieser Anstieg im CO2-Gehalt der Atmosphäre wird dem Menschen zugeschrieben.
Der deutsche Anteil an den weltweiten, anthropogenen CO2-Emissionen beläuft sich auf ca. drei bis vier Prozent. Das macht (1:1 umgerechnet) maximal 0,000008%-Punkte, am jährlich steigenden CO2-Gehalt in der Atmosphäre.
Deutschland hat sich dazu verpflichtet, seine CO2-Emissionen bis zum Jahr 2020 um 20-30 Prozent zu reduzieren. Das macht (1:1 umgerechnet), bei einer stufenweisen Reduktion von drei Prozent über zehn Jahre hinweg, eine maximale Reduktion von insgesamt 0,0000132%-Punkten im CO2-Gehalt der Atmosphäre bis 2020.
Wie wirkt sich das auf die Globaltemperatur aus?
Die Erhöhung der Globaltemperatur (ohne Rückkopplungseffekte) berechnet sich nach der folgenden Formel aus den Weltklimaberichten des IPCC. (Die Temperatur steigt dabei nicht linear mit dem CO2-Gehalt an, sondern nur logarithmisch. Also mit steigender CO2-Konzentration immer langsamer).
d T = λ · d FR = 0,27 · a · ln [CO2 / CO20] = 0,27 · 5,35 · ln [CO2 / CO20] = 1,4445 · ln [CO2 / CO20]
mit
λ: Klimasensitivitätsfaktor (0,27 K/(W/m2))
CO2: neue CO2-Konzentration in der Atmosphäre
CO20: aktuelle CO2-Konzentration in der Atmosphäre (0,039%)
Daraus ergibt sich (bisherige Temperaturentwicklung (bei unveränderten, weltweiten Emissionsverhalten, +0,002%-Punkte bis 2020) – Temperaturentwicklung aufgrund der deutschen Reduktionen, -0,0000132%-Punkte bis 2020):
dT = 1,4445 · ln [0,041%/ 0,039%] – 1,4445 · ln [(0,041% - 0,0000132%)/0,039%] = 0,0005 °C.
Aufgrund von Rückkoppelungseffekten (Feedbacks) insbesondere durch eine Zunahme des Wasserdampfgehaltes, ein Rückgang der Albedo durch verminderte Eis- und Schneebedeckung und durch Veränderungen in der Wolkenbedeckung, ergeben sich allerdings ein höherer Klimasensitivitätsfaktor und eine größere Temperaturänderung. Diese Werte sind um Faktor 3 unsicher. Somit erhält man:
mit λ = 0,4 bis 1,2 K/(W/m2)
-> d T = 0,0007 bis 0,002 °C
Maximal 0,002 °C (ZWEI TAUSENDSTEL GRAD) sind somit der deutsche Beitrag am Klimaschutz, welcher durch die geplanten Reduktionen bis 2020 den Berechnungen nach erreicht werden könnte. Eine Fortführung bzw. Verschärfung der deutschen Reduktionen nach 2020 würde einen weiteren Beitrag im TAUSENDSTEL BIS HUNDERTSTEL GRAD BEREICH leisten. Dieser wird uns weitere Milliarden kosten.
Und was lernen wir daraus? Deutschland ist weder der Nabel der Welt, noch nützt es, wenn der Einzelne Energiesparbirnen kauft und die Standby Funktion an seinen elektrischen Geräten abschaltet. Jede Null hinter dem Komma, um welche man den Anstieg der Globaltemperatur reduzieren will, kostet uns etliche Nullen vor dem Komma an EURO. Und wenn nicht alle, wirklich alle mitmachen, ist die Sache von vornherein zum Scheitern verurteilt. Der Misserfolg von Kopenhagen bedeutet somit das Ende einer präventiven Strategie der CO2-Vermeidung. Alles Andere ist Augenwischerei. Aber man bedenke: Ideologien müssen auch nicht unbedingt vernünftig sein, diese können auch dienlich sein.
Eine klare Aussage im unsäglichen Klimastreit. Vielen Dank!