Mit fünf die ersten Songs geschrieben, mit 19 besoffen in ein Auto gerannt, mit 20 gelähmt und mit 26 von REM-Sänger Michael Stipe entdeckt. Seitdem hatte Vic Chesnutt seine Depressionen auf unzähligen Alben vertont, REM, die Smashing Pumpkins, Madonna und die Indigo Girls sangen seine Lieder, während er selbst ein kauz blieb, der in seiner Indieecke näselte “My Name is Judas Iscariot”.
Am Heiligabend hatte Chesnutt offenbar genug von seiner Rolle – nach einem Selbstmordversuch fiel Vic Chesnutt ins Koma, wenige Stunden später – so kursieren derzeit Gerüchte – starb er, ohne nocheinmal wach geworden zu sein. Mit 45. Sein letztes Album ”At the Cut” steht bei Amazon derzeit auf einem dem Anlass angemessenen traurigen Platz 11449.
Sein Tod ist bisher nur ein Geruecht. Es gibt noch keine offizielle Bestaetigung. Allerdings sieht es wohl ziemlich schlimm aus.