Peinliche Person Peter Hahne

Peter Hahne, diplomierter Theologe, Mitglied des Rates der EKD, erfolgreicher Journalist (ZDF, Bild am Sonntag) und Autor vieler seichter Bücher (“Schluss mit lustig”) gibt sich gern als kritischer Journalist und Aufklärer. Er scheint ja auch tatsächlich immer wieder den Finger in die Wunde zu legen. In der Riege der bekannten

Peter Hahne, diplomierter Theologe, Mitglied des Rates der EKD, erfolgreicher Journalist (ZDF, Bild am Sonntag) und Autor vieler seichter Bücher (“Schluss mit lustig”) gibt sich gern als kritischer Journalist und Aufklärer. Er scheint ja auch tatsächlich immer wieder den Finger in die Wunde zu legen.

In der Riege der bekannten Journalisten hört man von der großen Mehrheit nach außen keine kritischen Töne, jedenfalls nicht bevor es auch die Spatzen von den Bäumen pfeifen, was mal wieder schief gelaufen ist. Beispielsweise darf der geneigte Gebührenzahler jetzt endlich in den Heute-Nachrichten des ZDF hören, dass die Schweinegrippe entgegen allen aufgeregten öffentlichen Warnungen sich als harmlos herausgestellt hat und die Bundesländer sich zu Wahnsinnseinkäufen an nicht benötigten Impfmitteln haben verleiten lassen.

Der Menschenfreund Hahne verschweigt die Probleme nicht. Man führe sich nur seine deutlichen Worte zur Agenda 2010 zu Gemüte, die er im Zieljahr dieser Sozial”reform” gefunden hat:

“.. ist für jedermann deutlich geworden, dass die €šAgenda 2010′ die Arbeitswelt, den Sozialstaat, das Verhältnis von Staat und Bürger von Grund auf verändert hat. Wer länger als ein Jahr arbeitslos ist, fällt – ohne eigenes Vermögen – ins soziale Nichts. Arbeitslose müssen jede Arbeit annehmen und ihre Vermögensverhältnisse aoffenlegen. Ärmere Menschen gehen seltener zum Arzt, weil sie zehn Euro sparen wollen.Der Arbeitsmarkt ist nicht wiederzuerkennen, weil Minijobs, Teilzeitstellen, befristete Arbeitsverhältnisse und Zeitarbeit vielerorts an die Stelle des sozialversicherungspflichtigen Normalarbeitsverhältnisses getretensind.

Hartz IV wirkt nicht  nur bei den Arbeitslosen, sondern strahlt auf den gesamten Arbeitsmarkt ab. Wer eine Stelle hat, hat Angst, sie morgen zu verlieren. Und wer keinen Job mnehr hat, sorgt sich, wie erseine Familie ernähren soll.Die Angst reicht heute – anders als früher – bis weit in die Mittelschicht, das wird in der aktuellen Wirtschaftskrise wieder besonders deutlich. Und schließlich  hat die “Agenda 2010″ dazu geführt, dass das Einkommensgefälle in Deutschland heute größer ist als zu Anfang des Jahrzehnts.”

http://www.derwesten.de/nachrichten/politik/Der-Preis-der-Angst-die-Bilanz-von-fuenf-Jahren-Hartz-IV-id2327281.html , wörtlicher Text aus NRZ Nr.4 v. 6.1.2010

Hahne sieht “gewaltige” positive Wirkungen der Agenda 2010

Aber Hahne gewinnt diesem Sozialabbau so viele gute Seiten ab, dass er am Ende urteilt, dass niemand sagen könne, ob die Agenda mehr Gutes als Schlechtes bewirkt hat. Für ihn fällt die Bilanz der Agenda 2010 doch tatsächlich so aus:

z w i e s p ä l t i g !

Er hat “gewaltige” positive Wirkungen der Schröderschen Reform entdeckt: Es gibt laut Statistik weniger Langzeitarbeitslose. Die Sockelarbeitslosigkeit ist erstmals seit 30 Jahren in einem Aufschwung gesunken. Die Bundesanstalt für Arbeit konnte aus den Beiträgen Milliarden ansparen, die jetzt in die Kurzarbeit geflossen sind. Die Lohnnegbenkosten sind in Schach gehalten worden. Einige Hartz IV Empfänger, darunter Alleinerziehende kinderreiche Familien und Geringverdiener, sollen heute sogar unter dem Strich mehr Geld haben als zuvor. Kein Wort darüber, dass die Hartz IV-Sätze drastisch gesenkt werden sollen.

Hahne ist eine peinliche Person

Hahne nennt die Agenda 2010 mit ihren katastrophalen Auswirkungen auf die Betroffenen und die ganze Gesellschaft, die er doch richtig beschrieben hat, wegen offensichtlich geringer Vorteile zwiespältig. Er selbst ist absolut keine zwiespältige Person. Er ist vielmehr eindeutig diepeinliche Person, als die Klaus Bittermann ihn im live-magazin treffend charakterisiert hat.

Kommentare

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  1. …na was für ein Glück, daß ich mich schon vor Jahren von diesem asozialen Inkasso-Verein “GEZ” abgemeldet habe. Dieser Artikel ist wieder nur eine Bestätigung dafür, daß ich richtig gehandelt habe.

    Aber solange die dumme Masse sich weiter für blöd verkaufen und sich von schwachsinnigen Drohungen der GEZ einschüchtern läßt, wird das bunte Treiben noch lange so weiter gehen…

    Heute schon den Stinkefinger GEZeigt?