Zweitgrößte Dezember-Schneebedeckung der Klimageschichte

Entsprechend dem Rutgers University Schnee-Labor wies der letzte Monat die zweitgrößte Dezember-Schneebedeckung der Nordhalbkugel auf. Die Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1966 zurück. Das kam nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für einige Klimaforscher überraschend. Der Klimaforscher Mojib Latif verkündete noch im Jahr 2000: “Winter mit starkem Frost und

Entsprechend dem Rutgers University Schnee-Labor wies der letzte Monat die zweitgrößte Dezember-Schneebedeckung der Nordhalbkugel auf. Die Aufzeichnungen reichen bis ins Jahr 1966 zurück.

Das kam nicht nur für die Bevölkerung, sondern auch für einige Klimaforscher überraschend. Der Klimaforscher Mojib Latif verkündete noch im Jahr 2000:

“Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben”

Inzwischen hat er seine Aussage revidiert. Nun sagt er voraus:

“Eisige Winter, wie derzeit in Europa sowie in Teilen Asiens und Nordamerikas, würden auf lange Sicht immer seltener”

Auch das Met Office, der nationale meteorologische Dienst des Vereinigten Königreichs, lag mit seiner Winterprognose falsch. John Hirst, Leiter des Met Office, verteidigt die Aussagen seiner “Wettermänner”, die bis zuletzt einen milden Winter 2009/10 vorausgesagt hatten.

Das Met Office arbeitet mit der durch den Hacker-Skandal in die Kritik geratenen Climatic Research Unit (CRU) zusammen. Der Moderator Andrew Neil bat John Hirst, sein Gehalt, welches höher ist als das des Premierministers, zu rechtfertigen. John Hirst geriet dabei in ziemliche Erklärungsnot.

Auch Norddeutschland wurde reichlich mit Schnee bedacht. Vielerorts wurden die stärksten Schneefälle seit dem Winter 1978/79 verzeichnet. Das “Sturmtief” Daisy ist schwächer ausgefallen als erwartet, brachte dennoch in einigen Teilen von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern viel Schnee und hohe Schneewehen mit sich.

Menschen saßen durch Schneewehen auf der A20 in ihren Autos fest. Die Autobahn wurde teilweise gesperrt. Bahnen hatten sich teils im Schnee festgefahren. Die gestrandeten Autofahrer wurden in Notunterkünften untergebracht. Besonders hart hat es die Ostseeinsel Fehmarn getroffen. Dort waren und sind viele Orte von der Außenwelt abgeschnitten. Zeitweise viel der Strom- und die Warmwasserversorgung auf der Windenergie reichen Insel Fehmarn aus. In Mecklenburg-Vorpommern wurde wegen der kritischen Lage ein Krisenstab eingerichtet. Der Landkreis Ostvorpommern rief Katastrophenalarm aus. An vielen Schulen fällt der Unterricht aus.

Auf Fehmarn gestaltetet sich die Lage aus “geographischen Gründen” besonders dramatisch. Dort lagen seit dem 03.01. bis zu 30 cm Schnee, der sich durch Daisy zu hohen Schneewehen auftürmte. über Felder Wege und Straßen konnte der Wind ungehindert den Schnee auftürmen, da die Baumbestände an den Wegesrändern, die so genannten Knicks, fehlen. Um ihre Ackerflächen zu vergrößern hatten viele Landwirte die Knicks abgeholzt. Die Naturschützer und die Behörden auf der Insel hatten den Praktiken der Landwirte nicht entgegen gewirkt. Das hat sich nun bitterlich gerächt.

Der zweite strenge Winter in Folge

Der diesjährige Winter, fällt schon wie der vorangegangene Winter bisher verhältnismäßig kalt in Deutschland aus. Der letzte Winter war bundesweit ein halbes Grad zu kalt gewesen.

Aus 43 Wetterstationen des DWD gemittelte Deutschlandtemperaturen der letzten 3 1/2 Jahre

Deutschlandtemperaturen

Dieser Winter steht dem bisher im nichts nach. Die Kältewelle vor Weihnachten und die derzeitige Kältewelle fallen wie schon im letzten Jahr mit einer schwachen Nordatlantischen Oszillation zwischen Islandtief und Azorenhoch und einem schwach ausgeprägten Nordpolarwirbel zusammen. Ein Phänomen, dass es nach Mojib Latifs Aussagen aus dem Jahre 2000 so nicht mehr gehäuft geben dürfte. Auch die “Wetterfröche” des Met Office lagen mit ihrer Winterprognose falsch.

Kommentare

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  1. Machen die Briten nich schon Witze über Met Office? Ist ja nicht nur der Winter, sondern auch der Sommer, wo sie immer danebenliegen.