Fehlendes Verständnis für Freizeitbeschäftigung junger Erwachsener

Gruppe FDP: Innerhalb der Gruppe der Liberalen dreht sich am vergangenen Wochenende alles um das Thema Computerspiele. Auf dem Prüfstand stehen die Aussagen von Matthias Güldner,  Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft und seiner Kollegen verschiedener anderer Parteien. Der Thread-Eröffner stellt zunächst eine kleine Zitatsammlung ein, die das hier

Gruppe FDP: Innerhalb der Gruppe der Liberalen dreht sich am vergangenen Wochenende alles um das Thema Computerspiele. Auf dem Prüfstand stehen die Aussagen von Matthias Güldner,  Fraktionsvorsitzender der Grünen in der Bremischen Bürgerschaft und seiner Kollegen verschiedener anderer Parteien. Der Thread-Eröffner stellt zunächst eine kleine Zitatsammlung ein, die das hier herrschende Unverständnis für die Freizeitbeschäftigungen junger Erwachsener belegen soll.

“Unterträgliche Leichtigkeit des Internets” lautet ein Beitrag des Politikers vom 26.07.09 in der “Welt“. Hier lässt Güldner selbst die Leser wissen: “Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert.”

Darauf folgt ein Ausszug aus einer Stellungnahme von Team Grün während der Aktion “3-Tage-wach”. Darin heißt es: “Wir lehnen gewaltverherrlichende Spiele ab, da sie als Freizeitprogramm für Kinder und Jugendliche nicht geeignet sind und haben deshalb 2003 auch den Jugendmedienschutz in Deutschland grundlegend reformiert. [...] In Zeiten des Internets, wo pauschale Verbote von Spielen ohnehin nur schwer umsetzbar sind, setzen wir auf die konsequente Vermittlung von Medienkompetenz in allen Bildungsbereichen. Wir wollen gute Spiele fördern, um die gewaltverherrlichenden zu verdrängen.”

Weiter geht es mit einigen Zeilen aus dem Artikel “Grüne fordern klares Signal gegen Computer-’Killer’spiele” vom Mai vergangenen Jahres. Hier ist zu lesen: “Wenn es nach uns ginge, hätte Karlsruhe dem Intel Friday Night Game in der jetzt geplanten Form frühzeitig einen Riegel vorgeschoben, indem die KMK für diese Veranstaltung keine Halle zur Verfügung gestellt hätte. Das allein hätte aber das Problem nicht gelöst. [...] Jeder kann sich diese Spiele heute zu Hause auf den Computer laden, ganz ohne dass die Öffentlichkeit etwas davon mit bekommt.” Und weiter im selben Text: “Wir haben große Bedenken gegen diese Art von Freizeitbeschäftigung. Spiele wie Counter Strike verherrlichen Gewalt und verletzen die Würde der Menschen. Sie können bei exzessivem Gebrauch abstumpfen und bergen dann ein enormes Gefahrenpotential. Als Grüne fordern wir, dass die Stadt hier eindeutig Stellung bezieht.”

Schließlich folgt ein Zitat aus finanznachrichten.de: “Man muss das auf eine ganz andere Art und Weise ächten, nämlich indem man darüber diskutiert. [...] Es ist eine Frage der Kompetenz, der Auseinandersetzung, und der Möglichkeit anderes zu erleben”

Nun meldet sich auch der Diskutant selbst zu Wort und kommentiert: “Deutschland hat bereits den schärfsten Jugendschutz der Welt (…) Warum fehlt Grünen, SPD und CDU/CSU das Verständnis für die Hobbies der jungen Erwachsenen? Das neue Rammstein Album wurde ja auch indiziert, es trifft also nicht immer nur Computerspiele.” Hierzu wird ergänzt: “Ja Zensur erfreut all diejenigen die ein Problem nicht lösen sondern nur unterdrücken wollen.” Und ein anderer schreibt mit Bezug auf die Ausführungen von Matthias Güldner: “Lächerlich. Alleine eine These aus dem Zusammenschluß dreier verschiedener Faktoren zu beziehen (Ego Shooter, Facebook, Twitter) und daraus einen überhaupt nicht sinnigen Schluß zu ziehen zeigt ja bereits wie schlecht es um das Fachwissen des Mannes steht.” Darüber hinaus merkt er an: “Rammsteinalben indizieren zu wollen aufgrund von Aufruf zum ungeschützten Geschlechtsverkehr ist extrem heuchlerisch wenn man bedenkt was der Papst so von sich gibt. Hauptsache man profiliert sich vor der gutbürgerlichen und besorgten Hausfrau und Mutter als jemand dem das Wohlergehen der Kinder am Herzen liegt.”

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