Gruppe Die Linke: Innerhalb des Forums meldet sich nun ein Parteimitglied mit Handicap zu Wort. Er würde Die Linke bezüglich der Behindertenpolitik künftig gerne in einer Vorreiterrolle sehen. Denn bis dato wurde diese, wie bei den anderen Parteien auch, nur am Rande behandelt.
Er schreibt: “Ich bin in die Partei ingetreten weil ich mich mit der Politik identifizieren kann aber auch um die Möglichkeit zu haben die Richtung einbisschen zu lenken was bei dieser Partei auch sehr gut möglich ist aber eine konkrete Offensive vermisse ich hier.” Seine Gedanken werden wohlwollend aufgegriffen. Ein Mit-Diskutant stellt in diesem Zusammenhang jedoch fest: “Das Thema geht in dieser Gesellschaft des tot hungerns, schön spachteln und ego-skilling wirklich unter. Das wird sich auch kaum ändern, solange nur der Mammon zählt. (…) Das Thema gehört einfach selbstverständlich in jeden Bereich.” Das sieht auch ein weiterer Nutzer so. Es gebe die verschiedensten Möglichkeiten, Behindertenpolitik einzubringen – jede Arbeitsgruppe sei hier richtig. Ganz gleich ob es sich um Frauen, Antifa, Betrieb und Gewerkschaft oder Arbeit und Soziales handle.
Einen eigenen Bereich zu schaffen, hält auch ein weiterer Diskutant der Runde nicht für sinnvoll. Er schreibt: “Ich würde soweit gehen zu sagen, dass es grade kontraproduktiv wäre für diese eine extra-Plattform zu schaffen, da grade dies doch auch wieder eine Form der Ausgrenzung und Absonderung wäre. Integration in allen Bereichen sollte doch die Lösung sein.” Doch die Zeilen des Thread-Eröffners werden auch anders aufgefasst: In Richtung mehr Behindertenpolitik generell und nicht so sehr über eine eigene Plattform. Der VZ-Nutzer sagt hierzu: “So Unrecht hat er damit auch gar nicht, gerade hier im Norden Hamburgs fällt beispielsweise auf, dass der Nahverkehr ausgesprochen schlecht für (Geh)Behinderte ausgestattet ist. Keine Fahrstühle in den U-Bahnhöfen oder nette Busfahrer, die öfter mal “vergessen” die Klappe am hinteren Eingang nach unten zu packen, damit Rollstuhlfahrer einsteigen können. Das betrifft natürlich auch Kinderwagen. Es gibt einige Vereine die sich dieser Problematik annehmen, politische Unterstützung ist natürlich nie verkehrt.”
Lieber Leser. Auch ich bin Behindert, sogar mit gesetzlichem Schutz versehen. Doch dieser Schutz ist Nichts wert, da es dieser Gesellschaft mitlerweile an monetären Schutzelementen fehlt, nämlich die Bezahlung und Bereitstellung von starken Resourcen um gegen die immer weiter ins ruinöse sich selbst zerstörende “Nichtbehinderten” Mitbewohner dieser Republik bestehen zu können. Die Kirche offenbart da übrigens die Vorreiterrolle des gesellschaftlichen “Nichtstuns” bzw. erfüllt den Auftrag des “Wegsperrens”, denn wer zahlt die Kirchensteuer, richtig der Behindertenfeindliche Staat. Und wer ist der Behindertenfeindliche Staat, die Industrie, seine Helfer und ihre politische Mafia. Egal ob LINKE oder RECHTE für Menschen mit Handicap hat keiner was über, es geht nur ums nackte überleben. Und wer genug Knete hat, der käuft sich seine Gesundheit zu Recht. Nein Menschenrechte sind das papier nicht wert auf das sie geschrieben sind, solange die Verträge nicht überwacht werden. Manche sagen das sei ein Naturgesetz, ich aber sage es ist die Dämlichkeit der Selbstverstümmelung einer “gesunden” Welt.