Es schneit
Es schneit, es schneit,
Die Bäume an der Seit,
Sie nicken und sie grüßen
Und unter deinen Füßen
Gibt Nässe dir Geleit.
Es schneit, es schneit,
Der Wagen steht bereit
Zur Winterfahrt ins Helle,
Wir fahren und zwar schnelle,
Wir haben keine Zeit.
Es schneit, es schneit,
Der Weg ist nicht mehr weit
Von dem entfernt, was schön ist
Und was noch nicht zu sehn ist,
Du hörst nur, wie es schreit.
Klaus Grunenberg
Kritik
Auf den ersten Blick hin ist es ein Lied und es scheint wirklich nur ein Lied, das man vor sich hin trällern kann. Beim zweiten Hinsehen oder Hören werden Warnungen deutlicher. Beim dritten Mal erkennt man etwas, was in der Luft liegen mag, etwas, das man noch nicht fassen kann, das aber kommen wird.
Was es ist, etwas Schönes, etwas Erwartetes auf jeden Fall, hoffentlich kein Unfall, der gerade jetzt im Bereich des Möglichen liegt.
Ed Moercke
Der Winter birgt so manches. Kälte, weiße Pracht, Möglichkeit, sich dem Wintersport hinzugeben. Der weiße Schnee ist immer auch ein Symbol des Leichentuches, unseres natürlichen Ziels.
Mark Beil-Ritzi
Mehr zum Thema:
- Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 43
- Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 44
- Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 45
- Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 46
- Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 47
- Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 48
Photo Quelle/Copyright: Jenzig71, via pixelio.de
Pingback: Readers Edition » Lyrileison - Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 54