Gruppe Die Linke: Schon seit dem 6. Januar setzen sich die StudiVZler mit dem Brodeln an der Spitze der Linkspartei auseinander. Bis dato 36 Wortmeldungen umfasst der Thread mit dem Titel “Lafontaine vs. Bartsch sponsored by Landesverband NRW”. Nun meldet der “stern”: “Bartsch tritt nicht mehr an“. Ein verkürzter Einblick in einen ausführlichen Diskurs.
Schon Mitte der vergangenen Woche hieß es “Machtkampf in der Linkspartei” und sorgte in den Augen eines VZ-Nutzers für einen “gelungenen” Jahresauftakt. Er setzt dem eine Stellungnahme von Caren Lay, Inga Nitz und Stefan Liebich entgegen, in der gefordert wird: “Die LINKE braucht eine Programmdebatte, keine Personaldebatte!” Doch es herrscht Skepsis. Ein Mit-Diskutant schreibt: “In meinen Augen ist das genauso eine Zeitungsente, wie das angedichtete Verhältnis von Oskar Lavontaine mit Sarah Wagenknecht.” Andere haben zum Wochenende hin noch Hoffnung: “Ich hoffe dieses Theater kommt in nächster Zeit etwas mehr zur Ruhe und es werden die inhaltlichen Fragen in den Vordergrund gerückt! Wenn bestimmte Personen des Landesvorstand NRW so weiter machen wie bisher wird die Zukunft nicht lustig…”.
Doch die “Chaostage” gehen weiter. Hierzu meint eine Nutzerin: “Ich finds mies dass dieser Streit auch in den Basisgruppen weiter ausgetragen wird. Da gäbe es nun wirklich Wichtigeres zu tun, grade an konkreter Arbeit, als sich die Diskusssions-Unfähigkeit der Landesverbände zum Vorbild zu nehmen…” Stichworte wie “politischer Brudermord” zwischen Bartsch und Lafontaine kommen ins Spiel, während sich derweil die Linke in Sachsen als auch in Sachsen-Anhalt hinter beide Personen stellen. Am Dienstag, während es weiter kocht, wirft ein Diskutant ein: “Ich habe noch nirgends gelesen, dass Dietmar wirklich was ausgeplaudert oder zugegeben hat. ‘Vorwürfe’ sind das einzigste, was im Raum steht. Das sich Dietmar und Oskar nicht grün sind, wurde ja schon oft geschrieben. Ich denke aber, dass der Brief aus NRW und BaWü zu einer Zeit kam, wo das Thema an sich schon abgehackt war. Man hat quasi wieder Öl ins Feuer gegossen. Ich möchte niemandem was unterstellen, aber wenn ich jetzt schon sehe, dass diverse Westlandesverbände auf Seiten von Oskar stehen und die 6 im Osten auf der von Dietmar, dann schwant mir böses, in welche Richtung das laufen wird.”
Und ein anderer fasst zusammen: “Es wird wird sich zeigen und zu bewähren haben, ob dieses in jüngster Vergangenheit oft Amateurhafte Verhalten bestimmter Gruppen und Personen aus dem Umfeld des Landesvorstands NRW bei der Landtagswahlen zum Erfolg oder zum totalen Absturz führen. Insoweit ist der jetzt zur Zeit eingeschlagene Kurs (auch der Freibrief von Gregor) nicht nur riskant,sondern russisches Roulett! Fakt ist das jetzt wieder die Inhalte zählen müssen!” Dem stimmt einen Tag später auch ein Mit-Diskutant zu und mahnt: “Es ist wirklich enttäuschend, was derzeit an der LINKEN Spitze abgeht. Da titeln bereits einige Zeitungen (und gar nicht mal zu Unrecht) ‘Machtkampf an der linken Spitze’. Geht es uns jetzt nur noch darum? Um Macht? Sollte es uns nicht lieber darum gehen, gemeinsam etwas zu verändern? (…) Das ewige Geschacher um Posten wird UNS nicht voranbringen, sondern nur einzelne Karrieren fördern. Und nicht jeder mit einem bekannten Namen und einer Musterkarriere ist auch immer der/die Richtige.”
Heute dann die Nachricht: “So, der Dietmar tritt im Mai nicht mehr an. Da können ja bei einigen Verantwortlichen in NRW und BaWü die Sektkorken knallen.”
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