Wohlstand, Zufriedenheit und Glück.

Wie hängen Wohlstand, Zufriedenheit und Glück zusammen und was ist wichtiger – Wohlstand oder Zufriedenheit und Glück? Unter Wohlstand soll in diesem Zusammenhang das verfügbare Einkommen verstanden werden. Dieses Einkommen korreliert mit einer wichtigen volkswirtschaftlichen Kennzahl, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP, dem Gesamtwert aller Güter die von einer Volkswirtschaft hergestellt werden). Aber

Wie hängen Wohlstand, Zufriedenheit und Glück zusammen und was ist wichtiger – Wohlstand oder Zufriedenheit und Glück?

Unter Wohlstand soll in diesem Zusammenhang das verfügbare Einkommen verstanden werden. Dieses Einkommen korreliert mit einer wichtigen volkswirtschaftlichen Kennzahl, dem Bruttoinlandsprodukt (BIP, dem Gesamtwert aller Güter die von einer Volkswirtschaft hergestellt werden). Aber ist dieses BIP die richtige Steuergröße für Volkswirtschaften, – oder sollte es auch um Zufriedenheit und Glück einer Gesellschaft gehen, um einen “BZI – Bürgerzufriedenheitsindex”?

Vom Einkommen weiß man, dass ab einer gewissen Schwelle, nicht mehr das absolute, sondern das relative Einkommen für das Empfinden der Zufriedenheit zählt. Innerhalb von Gesellschaften sind die Reichen durchaus zufriedener, aber andererseits gibt es Erkenntnisse, dass die Zufriedenheit der Menschen kaum gestiegen ist, auch wenn sich das durchschnittliche Einkommen einer Gesellschaft vervielfacht hat. Die Gesellschaften haben sich rasch an den “Reichtum” gewöhnt. Der Beurteilung der Zufriedenheit liegt immer der Vergleich mit den anderen Bürgern einer Gesellschaft zu Grunde.
Laut einer (2007, deutschlandweit im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung durchgeführten Studie mit 1.004 Personen ab 14 Jahren) sind 57 Prozent der Befragten “glücklich” (8 bis 10, die Zufriedenheitsskala reichte von 0 = “ganz und gar unzufrieden” bis 10 = “ganz und gar zufrieden”) und fünf Prozent sind unglücklich (1 bis 3). Arbeitslose sind mit einem Durchschnitt von 6,2 deutlich unglücklicher als Erwerbstätige und Beamte sind mit 7,9 am glücklichsten.

Die wichtigsten Parameter der Zufriedenheit sind die eigene Gesundheit bzw. die Gesundheit der Familie, das Aufwachsen in einem intakten Elternhaus, Freunde, Partnerschaft, Freiheit von Geldsorgen und ein sicherer Arbeitsplatz mit entsprechender Selbstbestimmung.
Zufriedenheit stellt sich ein, wenn Erwartungen erfüllt werden, wenn es Sinn gibt, wenn die Arbeits- und Lebensbedingungen stimmen und wenn Menschen anerkannt und mit Respekt und Würde behandelt werden. Zufriedenheit ist eine Erkenntnis, Glück ist ein affektiver Vorgang, ein in der Regel kurz andauerndes Hochgefühl.

Für das Glück ist die Zufriedenheit der Humus.

Zufriedene Menschen erleben öfters Glücksgefühle und leben länger. Die Auslöser für Glücksmomente sind besondere, oft unerwartet positive Ereignisse, besondere Anteilnahme oder Zuneigung, übererfüllte Erwartungen und eine faszinierende Natur in einem Umfeld das Vielfalt, Spontaneität, Freiheit und Kreativität zulässt. Glück ist, wenn die Seele vor Begeisterung hüpft.

Glück kann jedoch nicht zur Routine werden. Der Versuch die Häufigkeit der Glücksmomente durch Anreize anzuregen, endet dann oft in einer Abhängigkeit von dem Reiz, von einer Droge. Ein Mangel dieser Reize erzeugt dann Unwohlsein, ein “Unglücksgefühl”. Wird dieser Mangelzustand behoben, wird lediglich das “Unglück” beseitigt.

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