Der Senegal ist soetwas wie das Belgien Westafrikas – und der wird beherrscht von Männern, die noch Mut zum großen Gefühl haben. Präsident Abdoulaye Wade hat jetzt spontan auf die Erdbebenkatastrophe von Haiti reagiert und allen “Söhnen und Töchtern Afrika”, die einst auf die Karibikinsel verschleppt worden waren, eine Rückkehr in die alte Heimat angeboten. “Wir bieten allen Haitianern eine freiwillige Rückkehr an die Stätte ihrer Herkunft,” sagte Wades Sprecher Mamadou Bemba Ndiaye unter Bezugnahme auf den erfolgreichen Roman Roots, der die Verschleppung zehntausender Senegalesen als Sklaven nach Amerika thematisiert.
Der Senegal sei bereit, den Heimkehrern Land zur Verfügung zu stellen, auf Wunsch auch einen ganzen Landstrich.
“Es hängt nur davon ab, wie viele kommen wollen”, sagt Bemba Ndiaye. Kämen nur ein paar, dann bekommen sie Unterkünfte und kleine Landstücke, entschlössen sich wirklich Massen von Nachkommen ehemaliger Sklaven 600 Jahre nach Beginn des Verkaufs ihrer Vorväter nach Amerika zur Rückkehr, “dann sind wir bereit, ihnen eine ganze Region zu überlassen.”
Quelle: politplatschquatsch.com
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