Gruppe Bündnis 90/Die Grünen: Nicht nur innerhalb der Gruppe der FDP beschäftigen sich die VZ-Nutzer mit der Spende eines Hotelunternehmers. Auch in diesem Forum wird diskutiert. Allerdings mit weit weniger Beteiligungen.
Zu Beginn der Debatte verlinkt ein Kommentator einen einschlägigen Beitrag der Tagesschau, um sogleich festzustellen: “Lobbyismus in seiner schönsten Form, ich wußte schon warum ich diese Partei nicht wähle (…)” Ein anderer drückt es dagegen so aus: “Das war dann wohl ein ‘kleines’ Dankeschön für das (Hotelunternehmer-Geldbeutel-) Wachstumsbeschleunigungsgesetz”. Traurig nennen das die einen, keine anderen Erwartungen hatte hingegen die andere Seite der Diskutanten. Es ist zu lesen: “dass die fdp eine reine klientelpartei ist, weiß jeder, der sich zumindest noch dunkel an die 16 jahre schwarz-gelb unter helmut kohl zurückerinnert. sie war schon immer die partei der apotheker, anwälte und ärzte, der drei großen as der gesellschaft + unternehmer, steuerberater, wirtschaftsprüfer, banken, versicherungen etc. interessant ist nur, dass sich jetzt auch die hotelunternehmer in die fdp-klientel ‘eingekauft’ haben.”
Etwas anders sieht es hingegen ein Diskutant am gestrigen Montag. Er schreibt: “Aha. Die Substantia AG hat zwar nichts mit Hotels am Hut, aber der Inhaber ist nebenbei auch noch Miteigentümer der Mövenpick-Gruppe, die unter anderem ein paar Hotels betreibt. Wahrscheinlich hat sein Schwager auch noch einen Kollegen dessen Zahnarzt der Skatparter eines APOTHEKERS ist! Korruption! Besserverdienerpartei!
Wäre es auch ein Skandal wenn die Grünen eine Spende von Greenpeace bekommen?” Kurz darauf bemüht ein Nutzer die SZ und entgegnet: “Die Grünen brachten z.B. 1998den Anstand auf, 2 Jahre zu warten, bis da Firmen mit Erneuerbaren energien gesponsert wurden, anstatt in dieser Richtung in der 1 Regierungshandlung etwas zu tun:) Klientel und Lobbypolitik ist in einer hetrogenen pluralistischen Gesellschaft völlig normal. Es kommt nur drauf an, wie man sie betreibt…..und da muss man wirklich sagen Capeau FDP….. Das ist nun wirklich mehr als dreist und untergräbt mal wieder das Vertrauen in die Politik. Aber in Zeiten von rekordverschuldungen, nem Heer an arbeitslosen, ner sich weiter zerstörenden Umwelt, einer geselslchaft die immer weiter auseinaderklafft fällt das auch nicht mehr auf.”
Als plump wird in der Folge das Handeln Fincks bezeichnet und vehement ein Unterschied zu Spenden von Greenpeace herausgestellt. Eine Mahnung wird laut: “wenn man diese Spende kritisiert, sollte man grundsätzlich alle Spenden hinterfragen. Warum spendet jemand für eine politische Partei? Weil er die Leute so sympatisch findet? Das ist heuchlerisch!” Auf der anderen Seite heißt es jedoch: “Im Grunde können wir doch froh darüber sein, dass diese Spenden an die FDP scheinbar ordnungsgemäß verbucht wurden. Denn dadurch können wir uns doch eher ein Bild davon machen (soweit dies nicht bereits besteht) für wen die jeweiligen Parteien, in diesem Fall halt die FDP, ihre Politik macht.” Auch Forderungen werden laut. So schreibt ein Diskutant der Runde: “Das Gesetz für Partei Spenden sollte endlich mit Einführung einer Höchstgrenze von etwa < 500.000 EUR p.a. je Eigentümer / Konzern / Unternehmer geändert werden.”
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