Der Autor mit dem schönen Namen Geierschreck hat am 20.1.2010 in der RE einen Beitrag geschrieben, der meines Erachtens eine besondere Würdigung verdient. Der Beitrag zeigt gnadenlos deutlich auf, dass unser Staat im Vergleich zu allen OECD-Ländern zu den wenigen gehört, die ale sozialen Sicherungen abbauen statt sie auszubauen. Hoffentlich schreckt er die Geier auf, die unser schönes Land auf diese Weise fleddern.
Die von Geierschreck zitierten Statistiken zeigen ganz klar, dass Deutschland in allen wichtigen Belangen, in der Gesamtabgabenquote, der Steuerquote, den Ertragssteuern und den Substanzsteuern ausnahmslos am hintersten Ende der Länder der OECD liegt. Nur bei der Höhe der Sozialabgaben steht unser Land mit ganz vorn.
Ohne jeden Zweifel hat sich das nicht nur durch Zufall so ergeben. Der Staat soll arm sein, er soll auch nicht viel leisten. Die Bürger sollen vom Staat nichts mehr erwarten können. Unser Land gibt die in Jahrhunderten erkämpften Ideale von Gleichheit und Brüderlichkeit auf.
Das Ziel ist ein Zweienhalb-Klassenstaat.
Die oberste Klasse wird gestellt von den wenigen großen Besitzeren des “Volks”vermögens, den Substanzbesitzern. Ihnen ist eine sehr gut honorierte Halbklasse aus Zuarbeiteren, Beratern, Politikern, Parlamentariern und Medienarbeitern zugeordnet. Das gemeine Volk -”wir sind das Volk!” – verliert nach und nach alle Ansprüche auf ein würdiges Leben und insbesondere alle Freiräume.
Wir sind so weit, dass ich mir auf meinen Beitrag in der RE über die Günstlingswirtschaft der FDP (und der anderen etablierten Parteien) folgende schmerzhafte Kritik einhandelte und kaum noch weiß wie ich darauf entgegnen soll:
” …schwacher Beitrag, und ein saublöder Aufhänger, von wegen gegen Hitler und/oder Hugenberg und so. »An ihren Werken sollt ihr sie erkennen« €” Kündigungsschutz, Mieterschutz, Mutterschutz, Bauernschutz, Schutz gegen Wucher, Lohnhebungen UND Vollbeschäftigung (“& mit ohne Devisen”): alles Werke der “Nazis”, und Wirtschaftswachstum obendrein 1944 (!!) das größte der Geschichte, größer als in jedem Jahr der »BRD.«.”
Die Erwähnung dieser unbezweifelbar positiven Entwicklungen, die in die Zeit von 1933 bis 1945 fallen, macht die schändliche Entrechtung von Minderheiten, der deutschen und europäischen Juden, der Sinti und Roma, Homosexueller, angeblicher und wirklicher Erbkranker und Anhänger der kommunistischen Weltanschauung oder staatsfreier Religionen nicht besser. Aber die sozialen Schutzrechte, die in den 12 Jahren des tausendjährigen Reiches ausgebaut wurden, wurden doch nach dem Kriege in Adenauers, Ludwig Erhards und Schumachers sozialer Marktwirtschaft beibehalten und weiter ausgebaut und nicht einfach fallen gelassen – wie man ja auch die in dieser Zeit gebauten Autobahnen und die Erweiterung des Schienennetzes der Reichsbahn nach dem Kriege nicht zurückgebaut hat. Auch die wesentliche Fortentwicklung des Verwaltungsrechts in der Zeit des Dritten Reiches, die nach dem Kriege Modell für viele Länder der Welt wurde (wie früher das Bürgerliche Recht) nahm man nicht zurück. Heute wird jeder, der
behauptet, in der DDR wäre nicht alles und jedes schlecht gewesen, veralbert. Wer so etwas vom Dritten Reich behauptet, auch wenn es unübersehbar richtig ist, wird von der gleichgeschalteten öffentlichen Meinung schon fast als Staatsfeind angesehen. Warum auch nicht? Ein Freund der Entwicklung unseres Landes kann man nicht mit gutem Gewissen sein!
Während andere Länder nach dem Kriege unsere sozialen Standards anstrebten und inzwischen weit überbieten, herrscht bei uns eine Bande gewissenloser Günstlinge der international übermächtigen Wirtschaftskreise und entrechtet gnadenlos alle, auf die sie glauben ohne Schaden für sich verzichten zu können.
Deutsche sollen doch einfach gehen!
Wenn sich das nicht ändert, werden immer mehr enttäusche deutsche Bürger das Land verlassen. Den Architekten der sozial reduzierten neuen deutschen Gesellschaft scheint das sehr zu passen. Warum sonst strahlen die ihnen hörigen Fernsehanstalten laufend diese Geschichten über deutsche Auswanderer aus und beraten ausführlich über die besten Wege zur Existenzgründung am Ende der Welt? Das heißt doch nichts anderes als: “Dann geht doch! Wir brauchen Euch nicht!”
Die Deutschen werden ersetzt durch nachdrängende Zuwanderer aus den vielen Ländern, in denen es selbst den reduzierten Sozialstandard, den man hier noch zulässt, nie gegeben hat. Die von den Migranten, die leistungsmäßig etwas zu bieten haben, werden natürlich – wie heute schon – weiter reisen in die Länder, die unseren Sozialabbau nicht kennen. Denkt man mal 100 Jahre solcher Politik weiter, gibt es Deutschland nur noch als einen geographischen Ort auf der Landkarte und als eine Erinnerung aus der Geschichte.
Nein Herr Ehlers. Hitler und Stalin waren definitiv Verbrecher. Das bischen “sozial” wurde gebraucht um die rüstungsindustrie mit billigen Arbeitern zu füttern. Ein Arbeiter bekam damals nur 50 Pfennige je Stunde. LINKE und REPS sind es immer noch. Die Misere des “kranken” Kapitalismus wurde von der Kaufmanns-Familie Fugger aus Augsburg im späten Mittelalter in Deutschland eingeführt. Es gibt keine Alternative zur Demokratie. Jedoch muss diese neu eingeübt werden. Wir sind lernfähig von Hause aus (Evolution). Die Wanderung der Gattung Homo Sapiens Sapiens hat und wird es schon alleine durch die natürliche biologische Triebfeder der Existenzsicherung des Individuums immer geben (Migration). Da lassen wir mal die Kirche im Dorf, respektive Ch. Darwin hat dies ja manifestiert, das wir in Mehrheit vom evolutionären Unterbewustsein als vom erst später nachentwickelten Bewusstsein abhängen. Der Mensch kann sich schnell an neue Sachen anpassen, wenn er denn muss. Das wir ein Paar zu viele sind, nun das lässt sich in wenigen Dekaden per Auswanderung in den Raum friedvoll lösen. Mord und Totschlag um die letzen Resourcen überlebt der Mensch nicht. Dafür sind die Waffenarsenale zu gewaltig.
Fazit: Friedliche Montags-Demonstationen sind bald wieder IN.