Deutsche Literaturgesellschaft: Ein Lied geht um die Welt - »Meine Mutter war Lilli Marleen« - Lale Andersen Sohn erzählt

Ihre Lieder bewegten Millionen weltweit. “Lili Marleen” wurde zum wichtigsten Anti-Kriegslied aller Soldaten. Ihre Lebensgeschichte erstmals ganz persönlich erzählt von ihrem Sohn: Das Buch “Künstlerkind” erscheint am 15. Februar im Buchverlag der Deutschen Literaturgesellschaft. Er ist ein wahres Künstlerkind: Wilke wuchs als einziger Sohn direkt bei seiner Mutter auf, erlebte

lale.jpgIhre Lieder bewegten Millionen weltweit. “Lili Marleen” wurde zum wichtigsten Anti-Kriegslied aller Soldaten. Ihre Lebensgeschichte erstmals ganz persönlich erzählt von ihrem Sohn: Das Buch “Künstlerkind” erscheint am 15. Februar im Buchverlag der Deutschen Literaturgesellschaft.

Er ist ein wahres Künstlerkind: Wilke wuchs als einziger Sohn direkt bei seiner Mutter auf, erlebte mit ihr die schönen Jahre an der Seite von Rolf Liebermann in Zürich, die schweren Bombennächte in ihrer Wohnung in Berlin und schließlich das Kriegsende und den Neuanfang auf Langeoog - dem Rückzugsort, an dem Lale von kanadischen Soldaten entdeckt und protegiert wurde und dem sie bis zu ihrem Lebensende treu blieb.

Lilli Marleen, das Lied, das zur Sehnsuchtsmelodie getrennter Paare wurde, entwickelte sich zum ersten “Millionenseller der deutschen Geschichte”. Allein die deutsche Version verkaufte sich nach dem Krieg mehr als zwei Millionen Mal. Aber auch die Soldaten anderer Länder wurden bei dem Lied sehnsüchtig, was dazu führte, dass es allabendlich an allen Fronten erklang, in Dutzenden von übersetzungen. Und so manches mal schwiegen dabei die Waffen.

Die Geschichte der Sängerin, die ihren Ruhm zunächst gar nicht begriff, war aber keineswegs immer glamourös.

Reichspropagandaminister Goebbels ließ ihr Lied verbieten, man drohte ihr offen mit Inhaftierung in einem KZ - Lales Sohn Michael bekam all dies hautnah mit und erlebt dramatische Ereignisse in den Tagen danach. Ebenso wie die wundersame Wendung, als ein Schweizer Journalist in England einen Zeitungsartikel lanciert, der behauptet, Lale sei in einem KZ - woraufhin die Deutsche Reichsregierung das Auftrittsverbot aufhob.

über Lale Andersen wurde viel geschrieben und berichtet, das Lied “Lilli Marleen” gehört, geliebt, analysiert und sozialhistorisch begutachtet - jetzt erzählt erstmals einer, der all das miterlebt hat, wie kein anderer, aus erster Hand: Michael Wilke, das “Künstlerkind”, über seine singende Mutter Lale Andersen.

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