“Hello Twitterverse!” – Nachrichten direkt aus dem All

Erst am vergangenen Dienstag drang die Nachricht zu uns: Der Microblogging-Dienst Twitter wächst nur noch um 3,5 Prozent pro Monat und der Traffic fällt sogar ab. Jetzt tut sich eine völlig neue Möglichkeit auf. Sie wird zwar nicht für wesentlich höhere Zuwachsraten sorgen, immerhin ist die Zielgruppe der Nutzer recht

stroe.jpgErst am vergangenen Dienstag drang die Nachricht zu uns: Der Microblogging-Dienst Twitter wächst nur noch um 3,5 Prozent pro Monat und der Traffic fällt sogar ab. Jetzt tut sich eine völlig neue Möglichkeit auf. Sie wird zwar nicht für wesentlich höhere Zuwachsraten sorgen, immerhin ist die Zielgruppe der Nutzer recht klein, doch reizvoll für alle Follower ist sie allemal. Denn nun können Astronauten direkt von der ISS twittern.

Wie Robin Wauters von techcrunch.com heute berichtet, hat die Besatzung der Raumstation ISS zu Beginn dieser Woche ein Software-Update erhalten. Dank einer “ultimate wireless connection” sei es nun möglich, auch vom Weltraum aus durch das Netz zu surfen und natürlich auch ihre persönliche Kommunikation in diesem zu pflegen.

“Es ist ein kleiner Klick für die Astronauten, aber ein großer Schritt für das Internet.”

ISS-Ingenieur T.J. Creamer hat, so berichtet der Autor weiter, jetzt das System zum ersten Mal genutzt. An diesem Freitag gegen neun Uhr morgens wandte er sich mit “Hello Twitterverse!” erstmals direkt aus dem All an die Leser. Weitere Botschaften von Creamer und seinen Kollegen Jeff Williams und Soichi Noguchi sollen folgen.

In der Vergangenheit funktionierte das nicht so einfach. Die Tweets mussten zunächst via Email an das Kontrollzentrum übermittelt werden, wo sie dann von Mitarbeitern über den Twitter-Account der Astronauten eingepflegt wurden. Zu den neuen Funktionen erklärt auch netzwelt.de: “Das neue System funktioniert allerdings nur, wenn die Weltraumstation ISS im direktem Funkkontakt mit der Erde steht. Dann kann die ISS-Besatzung nach Angaben der NASA per Laptop eine Netzwerkverbindung zu einem Computer auf der Erde herstellen, die Astronauten im Weltall anschließend per Remote-Funktion steuern. Damit erfolgt der Internetzugang zwar nicht direkt aus dem Weltall, die Lösung bietet den Weltraumfahrern aber immerhin über eine kleine Umleitung Zugriff auf eine Breitbandverbindung auf der Erde.”

Die neuen Möglichkeiten scheinen auch den Autor zu beflügeln. Er überlegt: “Was war der coolste Ort, von dem aus Ihr je getwittert habt?” Es scheint sicher, an den Weltraum werden nur die wenigsten herankommen. Also kann hier getrost mit den Gedanken von Tariq Malik geschlossen werden, der feststellt: “Es ist ein kleiner Klick für die Astronauten, aber ein großer Schritt für das Internet.”

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