Gruppe Die Linke: Seit vergangenen Samstag ist es gewiss – “Lafontaine verabschiedet sich aus Berlin“. Auf Grund seiner Krebserkrankung wird der Linke-Chef seinen Bundesvorsitz und sein Bundestagsmandat aufgeben. Die StudiVZler machen sich Gedanken über seine Entscheidung und die Zukunft der Partei. Bis zum Mittag sind ganze 75 Kommentare im entsprechenden Thread zu finden.
Noch am Samstagabend meint eine Nutzerin: “Hm, die Partei ist größer als ein Mann. Aber trotzdem ein herber Schlag, vor allem in Erwartung der NRW-Wahlen… Ich hoffe, dass sich eine gute NachfolgerIN (!) findet. Habe grade im Fernsehn jemanden namens Klaus Ernst gesehen, der mir vorher noch nie begegnet ist, ich hoffe mal, der wirds nicht.” Auch kurze Zeit später gibt sich ein Kommentator schon wieder zuversichtlich und schreibt: “Es ist sehr Schade um Oskar… aber soo hart wird es die Linke auch nicht treffen denke ich.” Dieser Ansicht schließen sich nun andere Diskutanten an. Zwar wird die Entscheidung Lafontaines bedauert, doch alles in allem sei jetzt wohl nicht der schlechteste Zeitpunkt, um aufzuhören. Die Partei nachhaltig schädigen werde dieser Schritt jedenfalls nicht. Gerade unter den weiblichen Kommentatorinnen wird nun vor allem eine Frau an der Spitze gesehen. Petra Pau und Gesine Lötzsch werden ins Gespräch gebracht – auch Sahra Wagenknecht gilt einigen als Wunschkandidatin. Es stehen jedoch auch Bodo Ramelow und Dietmar Bartsch zur Diskussion.
“Letztendlich sind Namen Schall und Rauch…”
Derweil meint ein VZ-Nutzer: “Schade das mit Oscar aber es hatte sich auch die letzten Wochen und Monate hinter den Kulissen schon abgezeichnet. Es bleibt zu hoffen das die Nachfolgesuche jetzt nicht den politischen Alltag bei uns bestimmen wird. Auch und gerade deshalb, weil die Medien sich statt auf Inhalte gerne ausschließlich nur auf Personalfragen stürzen. Ich glaube das derzeit Klaus Ernst und Gesine Lötzsch bei der Spitze derzeit die besten Karten haben. Klaus Ernst wird eindeutig von Oscar favorisiert,und Gesine Lötzsch wird für den ‘Osten’ nominiert. In den letzten Wochen wurden beide auch öfter als vorher ins öffentliche Rampenlicht gestellt um die Öffentlichkeit suxessive auf die Prä Oscar Zeit vorzubereiten. Für die immens wichtige NRW Wahl ist es daher gar nicht so verkehrt finde ich wenn sich im Vorfeld der Vorsitzenden Wahl auf bestimmte Kandidaten konzentriert wird.” Diese Doppelspitze halten auch andere für wahrscheinlich. Gleichzeitig werden aber auch Mahnungen laut. So sagt ein Kommentator: “Letztendlich sind Namen Schall und Rauch… Entscheidend wird sein das mensch sich nicht kaputtschreiben lässt …” Und später kommt die Sorge auf: “Ohne Oskar ist die Linke wohl demnächst erst recht die Metze der SPD, bezahlt in kleinen Machthäppchen, korrumpiert bis ins Mark.”
Zwischenzeitlich werden die Vor- und Nachteile einzelner möglicher Kandidaten besprochen. Hierzu wird angemerkt: “Ich glaube (…) nicht das man ein begnadeter Redner sein muss, bzw die Linke braucht jemanden der/die den Laden zusammenhalten kann ohne das die einzelnen Strömungen ihre Identität verlieren und die Partei zu der Miniatur einer Schröder-SPD verkommt…” Deshalb meint auch eine VZ-Nutzerin: “(…) fände ich es höchst angebracht, den Parteivorsitz durch die Basis wählen zu lassen.” Dem wird sich angeschlossen: “Ich denke das es gerade jetzt in der nach Lafontaine Ära um so mehr auf die Basisdemokratische Stärke in der Partei ankommen wird.Ohne Team kann auch kein Kapitän steuern.”
Macht Euch keine Hoffnung, wenn nichts Aussergewöhnliches passiert. Also die Westerschwester nicht von der Klobrille erschlagen wird, die Chefphysikerin nicht gekiddnappt wird, – Obama nicht in den Iran einmarschiert, – dann wird in NRW wie folgt gewählt werden;
CDU: 32,4 %
FDP: 9,7 %
SPD: 19,6 %
Linke: 4,7 %
Grüne: 21,7 %
Sonstige: 11.9 %
Die Multi-Kulti Braut und Chefconsultantin der Farb- und Stilberatung wird gen Düsseldorf radeln, den dortigen Arbeiterführer ordentlich knuddeln, sich mit vier Ministerposten, zwei Kohlekraftwerken und den weiter laufenden Atomhütten wieder vom Acker machen. – Et läuft, et läuft – die Finanzeliten werden ab sofort auch die Grünen liebevoll bedenken und wir alle können uns auf die andere Seite drehen und vor dem Ei8nschlafenn noch einmal vor uns hinmurmeln: … lieb Vaterland, magst ruhig sein … oder so!