Wir erinnern uns: Da gab es mal einen neuen deutschen Außenminister, der partout nicht in englischer Sprache antworten wollte. Die Häme der Netzgemeinde folgte seiner Zeit auf dem Fuße. Nun sieht es so aus, als würde Guido Westerwelle (FDP) vielen besser bekannt als “Westerwave“, ernsthafte Konkurrenz bekommen.
“Englisch wird die Arbeitssprache”, verkündet Günther Oettinger, neuer EU-Kommissar in Brüssel, stolz. Doch was er in der Folge von sich gibt, das befindet nicht nur Autor Carsten Volkery von Spiegel Online für “Schlimmer als Westerwave“, sondern mit ihm eine stetig wachsende “Fangemeinde” des jüngsten Clips zum exklusiven Fremdschämen. Denn: “Das Video hat das Potential, zum Netzphänomen zu werden – ähnlich wie die englischen Kostproben, die Außenminister Guido Westerwelle im vergangenen Jahr den Spitznamen ‘Westerwave’ eingetragen hatten.” Fast 160.000 Mal wurde der Clip in den letzten drei Tagen aufgerufen. Mehr als 900 Kommentare amüsieren sich über die Redekünste des Politikers.
“Das ist Deutschlands neue Stimme in Europa”
“His english makes him so fast nobody after!”, lobt da ein Kommentator. Ein anderer kritelt jedoch: “Listening to him makes my ears bleed…” Volkery hingegen hat noch Hoffnung, empfiehlt aber gleichzeitig: “Bei der nächsten Gelegenheit kann er zeigen, ob die Englisch-Nachhilfe in den Ferien schon gewirkt hat. Oder besser noch: Er bleibt bei öffentlichen Anlässen einfach bei Schwäbisch.” PolitikWatch, die das Video auf YouTube eingestellt haben, werden da allerdings noch deutlicher und schreiben: “Das ist Deutschlands neue Stimme in Europa – Danke, Frau Merkel!”
Kaum jemand “duus” einer fremden Sprache einen solchen Tort an wie Oettinger der
“Arbeitssprache” der Europäer. Es klingt nicht nur richtiggehend duusselig, man kann
oft genug nicht einmal erahnen was er meint. Klar wird nur, dass auch er einem hemmungslosen Liberalismus das Wort redet. Dazu braucht er aber doch nicht so viele unverständliche Wort in den Mund zu nehmen!