Moderne Assistenzsysteme ermöglichen ein langes Leben in den eigenen vier Wänden

Der demographische Wandel in unserer Gesellschaft zeigt, dass sich die Alterspyramide immer weiter zu Gunsten älterer Menschen verschiebt. Dies hat auch zur Folge, dass immer mehr ältere Menschen in ihrer Umgebung versorgt und den persönlichen Bedürfnissen entsprechend unterstützt werden müssen. Welche Möglichkeiten das “Ambient Assisted Living (AAL)” in diesem Zusammenhang

Der demographische Wandel in unserer Gesellschaft zeigt, dass sich die Alterspyramide immer weiter zu Gunsten älterer Menschen verschiebt. Dies hat auch zur Folge, dass immer mehr ältere Menschen in ihrer Umgebung versorgt und den persönlichen Bedürfnissen entsprechend unterstützt werden müssen. Welche Möglichkeiten das “Ambient Assisted Living (AAL)” in diesem Zusammenhang bietet, wurde auf einem Expertenkongress deutlich, zu dem die Informationstechnische Gesellschaft im VDE (ITG) gemeinsam mit dem VDI nach Berlin eingeladen hatte.

An der RWTH Aachen wurde ein als “eHealth – Enhancing Mobility with Aging” bezeichnetes interdisziplinäres Forschungsprojekt entwickelt. Die Vision des Projektes ist die eines umfassenden und vielschichtigen persönlichen Assistenzsystems. Es soll Patienten mit zunehmendem Alter in die Lage versetzen, ihre Mobilität und Unabhängigkeit trotz chronischer Erkrankungen beizubehalten.

Im Fokus steht die Entwicklung eines flexiblen, in das häusliche Umfeld integrierten Therapieunterstützungssystems für Menschen in sehr unterschiedlichen Gesundheits- und Lebensbedingungen. Obwohl das im eHealth-Programm entwickelte Assistenzsystem auf Herzpatienten ausgerichtet ist, kann es auf ein viel größeres Patientenspektrum ausgeweitet werden.

Auf dem Weg zu intelligenten Vitalmonitoring-Systemen

In eine ganz ähnliche Richtung zielt das österreichische Forschungsprojekt VitaSmart. Dieses soll insbesondere einen Beitrag dazu leisten, um die Schwächen von bestehenden Systemen für Vitale Systeme zu beheben. Auf der Basis der von Aktivitätssensoren gelieferten Daten werden Modelle von Normalsituationen im individuellen Wohnbetrieb errechnet und gegen das aktuelle Verhaltensprofil abgeglichen, um etwaige Abweichungen vom Normbetrieb festzustellen. Dementsprechend wird die Lösung auch als “Homebutler-Technologie” bezeichnet.

Die entsprechenden Aktivitätsdaten stammen von im Homebutler standardmäßig eingebauten Sensoren und Aktuatoren wie Bewegungsmeldern, Lichtschaltern, Schließkontakten an Kühl- und Gefrierschränken sowie von Rückmeldungen über Tastendrucke an der Fernbedienung des TV-Geräts, welches als User Interface zum Homebutler dient.

CrossGeneration – mit Mikrosystemtechnik zu einem aktiveren und gesünderen Lebensstil

Speziell für die Zielgruppe Typ 2-Diabetiker wurde das vom BMBF geförderte Forschungsprojekt CrossGeneration aus der Taufe gehoben. Das Ziel des Projektes ist es, ältere Menschen in ihrer Selbständigkeit aktiv zu unterstützen. Dabei sollen die Nutzer durch den Einsatz intelligenter, webbasierter und mobiler Technologien in die Lage versetzt werden, sich mit anderen Nutzern, Angehörigen und Dienstleistern austauschen zu können. Technologisch kommt hierbei Sensoren zur Erfassung und intelligenten Auswertung von Vitalparametern eine zentrale Rolle zu. Des Weiteren wird eine intuitiv zu bedienende Kommunikationsplattform entwickelt, die gezielt Ältere in ihrem sozialen Umfeld unterstützt.

Kommentare

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  1. Vielen Dank für die wertvolle Information! Das System klingt verführerisch. Besonders dann, wenn man alt und gebrechlich ist und wie heute leider üblich keinen Menschen um sich hat, braucht man nicht zu befürchten, zu stürzen und nicht mehr hoch zu kommen und Hilfe rufen zu können.

    A b e r : das ist genau das System, das sich ganz leicht zur allgemeinen Personen-überwachung a la Orwell verbreiten lässt. Wenn damit alle Kreislaufpatienten, alle
    Diabetiker, psychisch Gestörten und sonstige Risikopatienten erfasst sind, hat man schon mehr als die Hälfte der Bevölkerung am Haken!

    Warum sollen denn nicht willige Pflegerinnen aus dem Osten diese Funktion übernehmen. Sie koste viel weniger als die elektronischen Systeme und leisten
    endlos viel mehr. Keine Maschine kann dem Menschen den Menschen ersetzen!
    Da wir Eingesessene in Deutschland sowieso aussterben und Menschen aus derzeit noch ärmeren Ländern nachrücken, ist ein solcher Wandel ohnehin gewiss.

    Eine andere Alternitive ist es, die gut funktionsfähigen unter den Alten organisiert in die häusliche Krankenpflege einzubinden.

    Diese Alternativen sollen nicht bedeuten, dass alle technischen Systeme vom übel sind. Sie sollten aber Teil einer menschlich betonten Pflege sein.