Atombombentests in Nevada / Krebs aus der Mine

Und täglich grüßt der Supergau… www.infotrier.de. USA, 27. Januar 1951: Beginn der größtenteils überirdischen Atombombentests der Operation Ranger, 60 Meilen nördlich von Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada. Die erste Atombombe namens Able hatte einen Kern aus hochangereichertem Uran und eine Sprengkraft von einer Kilotonne. Operation Ranger war die vierte amerikanische

range.jpgUnd täglich grüßt der Supergau…

www.infotrier.de. USA, 27. Januar 1951: Beginn der größtenteils überirdischen Atombombentests der Operation Ranger, 60 Meilen nördlich von Las Vegas im US-Bundesstaat Nevada. Die erste Atombombe namens Able hatte einen Kern aus hochangereichertem Uran und eine Sprengkraft von einer Kilotonne. Operation Ranger war die vierte amerikanische Kernwaffentestserie. Zwischen 1945 und 1992 wurden allein hier 904 Tests durchgeführt.

Aufgrund des Ausbruchs des Koreakrieges am 25. Juni 1950 fürchteten die USA, dass durch eine Ausweitung des Krieges weitere Atomtest im Pazifik verhindert werden könnten. Auch aufgrund der hohen Logistikkosten bei den Tests im Pazifik wurde ein Testgelände innerhalb der Vereinigten Staaten gesucht. Die Tests wurden am 6. und 11. Dezember 1950 in Los Alamos für das 3500 Quadratkilometer große Sperrgebiet Nevada Test Side (NTS) vorgeschlagen. Die Zustimmung des Präsidenten Harry S. Truman, welcher mit der so genannten Truman-Doktrin den Grundstein für den Kalten Krieg legte, erfolgte am 11. Januar 1951. Damit war die Ranger-Testserie die erste Kernwaffentestserie auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten seit dem Trinity-Test.

Durch eine systematische Reihe von Test sollten empirische Daten gesammelt werden, die zur Vorbereitung weiterer Atombombentests dienten. Auch wurde dabei die praktische Anwendbarkeit einer zweiten Generation von Atomwaffen getestet, die weniger große Mengen spaltbaren Materials benötigte. Geplant wurde die Testserie unter dem Decknamen Operation Faust.

Die vorherige Kernwaffentestserie war Sandstone, die nachfolgende Operation Greenhouse. Sandstone fand 1948 auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifik statt und bestand aus drei einzelnen Tests. Operation Greenhouse war die fünfte amerikanische Kernwaffentestserie und die zweite im Jahre 1951. Sie fand auf dem Eniwetok-Atoll im Pazifik statt und bestand aus vier einzelnen Tests.

Weiteres Thema:

Krebs aus der Mine

Eine signifikant erhöhte Krebsrate ist unter Arbeitern und Anwohner von Uranaabbaugruben festzustellen:

Beispiel Mailuu-Suu, Kirgisistan: In der Umgebung der Industriestadt mit etwa 23.000 Einwohnern im südkirgisischen Dschalalabat wurde zwischen 1946 und 1968 Uran abgebaut. Für die Arbeiten in den Minen und beim Aufbau der Fabriken wurden im Zweiten Weltkrieg Wolga-Deutsche, Krim-Tataren und später auch weitere, dem Sowjet-Regime unliebsame Personenkreise dorthin deportiert.

Zurück blieben insgesamt 36 nicht gesicherte Lager von Uranabfällen an den steilen und tektonisch instabilen Berghängen oberhalb der Stadt. Laut einer im Oktober 2006 veröffentlichten Studie des Blacksmith Instituts aus New York ist Mailuusuu eine der zehn am schlimmsten verseuchten Gegenden der Welt.
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Beispiel Grants, New Mexiko/USA: hat 8806 Einwohner

Vom Urankonzern Urex Energy Corporation wurde im Grants Mining District zwischen 1950 und 1978 270 Millionen Lbs. Uranoxid gewonnen. Für die Einwohner dieses als ergiebigstes Urandistrikt der Vereinigten Staaten geltende Gebiet bedeutete das eine starke Kontaminierung ihres Lebensbereich. Die offenen Abraumhalden neben den still gelegten Minen, gut 1000 an der Zahl, sind Wind und Regen preis gegeben. Zudem tragen die dort lebenden Navajos noch immer an den Folgen des grössten Unfalls in der Geschichte der Uranförderung: 1979 war bei Church Rock der Damm eines Stausees gebrochen, der angelegt worden war, um strahlenden Abraum zu sichern. 400 Liter verseuchtes Wasser und tausend Tonnen radioaktiver Schlamm kontaminierten die Region.

Unter den größten Teils aus Navajos bestehenden damaligen Beschäftigten belegte eine Studie eine signifikant hohe Krebsrate. Es gibt “kaum eine Familie der Navajo, die heute nicht Angehörige zu beklagen hat”, berichtet die schweizer Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).

Das Gebiet gilt heute noch als das uranreichstes Distrikt der USA und so holte sich die Firma Hydro Resources Inc. aus Texas die Genehmigungen aus Washington, um seit 2007 wieder Uran zu fördern.

Quellen:
Greenpeace
EWS-Schönau

Wikipedia
Urex Energy Corporation
Gesellschaft für bedrohte Völker Schweiz (GfbV)

http://www.infotrier.de/node/5496

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  1. Fußnote: So sieht das aus, was auf uns wartet. Kaputte Umwelt. Ein Paradies für wenige Herrscher und Millionen von Sklaven. Wobei die sich auch noch mal gegenseitig eliminieren. Nein Danke. Da lohnt es sich zu kämpfen.