Dass es die Nutzer beim iPad nicht nur mit einem “iPhone in übergröße” zu tun haben, hat RE-Autor Georg Erber erst heute herausstellen können. Doch die jüngste Präsentation des Apple-Chefs Steve Jobs versetzte nicht nur die schreibende Zunft in euphorische Zustände. Wie mashable.com berichtet, hat die Einführung des neuen iPads auch die Twittergemeinde zu wahren Höhenflügen ansetzen lassen.
Allein in der ersten Stunde der Vorstellung seien nach Angaben von Trendrr.com ganze 177.000 Tweets über den Microblogging-Dienst gerauscht. Eine überraschung, so führt Autorin Jennifer Van Grove aus, sei das nicht gewesen. Immerhin wurde schon im Vorfeld jede Menge spekuliert. Aber fast 3000 Tweets pro Minute – das sei schon eine bemerkenswerte Marke. “So etwas ist in der jüngeren Geschichte noch nie dagewesen”, stellt sie heraus. Zwar seien die Nachrichtenströme nach der ersten Stunde auf rund 1000 pro Minute zurückgegangen. Dennoch seien auch im späteren Verlauf weiterhin rund 75.000 Botschaften pro Stunde durch das Netz gejagt worden.
Tweet-Entwicklung live beobachten
Auch Nick Bilton von der New York Times hat das Twitter-Geschehen beobachtet. Mit Hilfe eines so genannten “real-time look” können die Nutzer auch weiterhin die Intensitäten der Nachrichten verfolgen. Bilton spricht von durchschnittlich 2.200 Tweets auf dem Höhepunkt der Auswertung und rund 1500 nachdem die Präsentation beendet wurde. Die Sammlung begann um 13.00 Uhr am Mittwochnachmittag. Seitdem wird nach Apple-verwandten Schlagworten wie Appel, Mac, tablet und Steve Jobs gesucht – stetig ergänzt durch neue Begriffe, die während der Präsentation genannt wurden. Bereits fünf Stunden nachdem der Begriff iPad erstmals auftauchte, sei er schon mehr als 100.000 mal verschickt worden.
Grenzenlose Begeisterung?
Doch nicht alle lassen sich von der neuen “iPad-Mania” anstecken. So fragt sich ein Kommentator auf den Seiten der New York Times: “Sind die alle zur Zeit arbeitslos? Stellt Euch doch mal vor, wenn alle diese Anstrengungen in konstruktive Kanäle umgelenkt werden könnten, würde das der amerikanischen Wirtschaft wirklich helfen.”
Auch Kurioses fördert das Phänomen iPad zu Tage. So berichtet Claire Cain Miller von typisch weiblichen Assoziationen, die dieser Name hervorrufen würde, aber so gar nichts mit Steve Jobs Produkt zu tun haben würden. Es sei denn, das Gerät würde künftig auch in der Drogerie zu finden sein… Und während die Autorin noch das Marketing rügt, hat heise.de schon einmal testen dürfen. Vollends überzeugt sieht jedoch anders aus.
Photo Quelle/Copyright: Rego-, cc creative commons, Bestimmte Rechte vorbehalten, via flickr
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