Peru: Heftige Regenfälle und Schlammlawinen in Cusco

Am Dienstag den 26. Januar wurde die Cusco Region in Peru nach einer regnerischen Woche und drei Tagen unaufhörlicher Regenfälle für 60 Tage zum Notstandsgebiet erklärt. Das soll die Aufräumarbeiten beschleunigen und Tausenden von Menschen (Einheimischen und Touristen), die von den überschwemmungen und Erdrutschen betroffen wurden, helfen. Obwohl es noch

rains.jpgAm Dienstag den 26. Januar wurde die Cusco Region in Peru nach einer regnerischen Woche und drei Tagen unaufhörlicher Regenfälle für 60 Tage zum Notstandsgebiet erklärt. Das soll die Aufräumarbeiten beschleunigen und Tausenden von Menschen (Einheimischen und Touristen), die von den überschwemmungen und Erdrutschen betroffen wurden, helfen.

Obwohl es noch zu früh für eine formale Schätzung über die Höhe der allgemeinen Schäden ist, wird berichtet, dass mehr als 40 Schlammlawinen nicht nur viele Straßen in Cusco blockiert haben, über 9000 Hektar Land, Ernten, Häuser und Infrastruktur zerstörten, sondern auch drei Tote verursachten. Zusätzlich gibt es fast 2000 gestrandete Touristen, die derzeit mit Armee-Hubschraubern evakuiert werden.

Dort lebende Twitter waren seit dem frühen Morgen besonders aktiv und berichteten fast in Echtzeit über die jüngsten Ereignisse im Katastrophengebiet und veröffentlichten Fotos und Videos. Einige der aktivsten Twitter waren Marco A. Moscoso @Markopunk und @Apu_Rimak, die beide in der Region leben und den ganzen Tag lang getwittert haben, wie dieses hier:

Von @markopunk:

“Die wichtigste Brücke in Pisac ist zusammengebrochen. Die Brücke hängt runter. Ernten und Häuser wurden überflutet.

Izcuchaca, überschwemmungen von Wohnungen und Krankenhaus. Zwei Verletzte beim Zusammenbruch eines Hauses.

Die Cusco Webseite teilt mit, dass in Saylla zwei Lichtmasten umgefallen sind und die Wasserpumpen behindern.”

Von @Apu_Rimak:

“Von der Landesregierung in Cusco wurde die Region zum Notstandsgebiet erklärt.”

Blogger haben ebenfalls über die Ereignisse berichtet. Derik vom Blog Crio de la Niebla [es] veröffentlicht zwei Videos und sagt dazu:

“Auch wenn wir in der Regenzeit sind, so geht das doch über alles Normale hinaus. Die Medien teilen heute mit, dass die Regierung in den Gebieten von Apurimac und Cuxco den Notstand ausgerufen hat.

Wieder einmal ist es wichtig zu handeln und gleichzeitig zu überlegen, ob wir vorbereitet sind oder nicht oder zumindest dabei sind, uns auf eine Katastrophe vorzubereiten, die jederzeit eintreten kann.”

Die veröffentlichten Videos wurden von YouTube-Benutzer Multimediantonio veröffentlicht, der seine Videos als “über was niemand berichtet” beschreibt. Teil 2 finden Sie hier.

“Der Huacarpay Bezirk in Cusco ist buchstäblich “von der Landkarte verschwunden.” Das ganze Gebiet ist durch den See und den Fluss überflutet. Tausende sind davon betroffen; die Menschen schlafen ungeschützt in den Bergen.”

Laura Arroyo vom Blog Menoscanas schreibt:

“Der Präsident hat heute erklärt, dass es Versäumnisse bei der Vorbeugung dieser Katastrophen gab. Nun, es ist Zeit mit den Versäumnissen aufzuhören, denn sie sind kostspielig. Die Politik der Reaktion hat sich wiedermal als ungenügend erwiesen. Wir können nicht verhindern, dass weitere Naturkatastrophen Peru heimsuchen, wir können aber verhindern, dass sie einen solchen Umfang annehmen.”

Wichtige Nachrichten-Quellen in englischer Sprache sind: Living in Peru, Stu en Perú, und KnK Explore. Die gleichen Webseiten informieren regelmäßig über Twitter: @livinginperu, @ stuenperu und @ jkwak.

Die Medien liefern ebenfalls Sonderberichte über die Katastrophe, wie zum Beispiel die Zeitschriften El Comercio [es] und La República [es]. Sie berichten nicht nur über die Schlammlawinen in Cusco, sondern auch aus den Regionen von Apurimac und Puno. Die Rettungsmaßnahmen konzentrierten sich auf die gestrandeten Touristen in Machu Picchu und dem Heiligen Tal und es wird erwartet, dass die Rettungsmaßnahmen auch die betroffenen und isolierten Einheimischen bald erreichen werden.

Bei diesen Nachrichten machen sich Viele Gedanken über Notfallpläne für solche unerwarteten Ereignisse. Das Land hat auch durch das El Niño Phänomen gelitten und viele Dinge sind dort noch nicht bearbeitet worden. Es gibt immer noch Stützmauern zu erneuern, Hänge aufzuforsten und Häuser zu verlagern. Doch mit der Ankunft dieser starken Regenfälle fragen sich viele Leute, ob es überhaupt möglich ist, Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, um die daraus entstehenden Folgen zu erleichtern.

Mit Beiträgen von Isabel Guerra

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Global Voices. Die übersetzung erfolgte durch Hans H. Knauf, Teil des “Project Lingua“. Die Veröffentlichung auf der Readers Edition erfolgte mit freundlicher Genehmigung von Global Voices.

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