Und täglich grüßt der Supergau…
TRIER / TOMSK, UDSSR. (http://www.infotrier.de) Am 30. Januar 1963 kommt es im sibirischen Chemiekombinat in Sewersk/Tomsk-7 (SCK) der UdSSR zu einer nuklearen Kettenreaktion. Der Unfall geschah während Müllverlagerungen in einer Abfallverwertungs-Zeile einer Uranmetall-Produktionshalle.Ein Betreuer der Anlage des föderalen staatlichen Einheitsunternehmen vertauscht irrtümlicherweise die Analyse-Ergebnisse zweier Müllkontainer. Dadurch erfasst er die Menge von 18 Gramm Uran pro Kilogramm statt der tatsächlichen Menge von 180 Gramm U/kg. Nach dem Zusammenlagern mit einem weiteren Containerinhalt ergibt sich die Summe von 1260 Gramm Urangehalt anstatt der gedachten 126 Gramm in der sieben Kilogramm Uranylnitrat-Lösung. Es kommt zur Kettenreaktion. Vier Personen im Umkreis von zehn Metern des Sammelbeckens erhalten eine Strahlendosis von 0,06 Sievert bis 0,17 Sievert. Diese Strahlendosis übersteigt die Grenzwerte der europäischen Richtlinie 96/29/EURATOM und der deutschen Strahlenschutzverordnung (StrlSchV) um ein zwölf bis 34-Faches.
Der Verlagerungsprozess wird nach zwölf Stunden wieder aufgenommen. Heute sind noch sieben Werke im, zur Herstellung von Atombomben gegründeten Kombinat, zur zivilen Nutzung in Betrieb. Unter anderem ein Isotopentrennungswerk, ein Sublimatwerk, ein Radiochemiewerk, ein chemisch-metallurgisches Werk, ein Reaktorwerk, ein Maschinenwerk, ein “Gidroenergosnab”-Werk, ein Heizkraftwerk und einige andere Nebenabteilungen.
Quellen:
Los Alamos National Laboratory
Wikipedia
Greenpeace
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