Ein Gymnasium in einem Vorort von München. Die Abiturklassen versammeln sich im Musiksaal. Es ist Klimakatastrophentag. Während der regulären Schulzeit führen Aktivisten von Germanwatch ihre Roadshow “Klimaexpedition” vor.
Germanwatch setzt sich nach eigenen Worten für eine “soziale und ökologische Gestaltung der Globalisierung” ein. Martin, der bärtige Germanwatch-Frontmann, spricht seine Zuhörer gern mit “Leutchen” an und vermittelt den 17-Jährigen ihre Mitschuld am Klimafrevel, den er mit dem austrocknenden Tschadsee illustriert.
Schuld an dessen Schrumpfen ist zwar in erster Linie die Ableitung von immer mehr Wasser für die Landwirtschaft an seinen Zuflüssen, aber dieser Hinweis wäre für Martins pädagogische Botschaft kontraproduktiv.

Die Fakten
Der Tschad-See liegt inmitten der Sahel-Zone. Ehemals einer der größten Süßwasserseen Afrikas. Da der See nur einige Meter tief ist, schwankte seine Größe immer schon zwischen Regen- und Trockenzeiten. Geringere Wassermengen der Zuflüsse und Dürreperioden trugen in den sechziger und siebziger Jahren zur Austrocknung des Nordteils bei. Seit den achtziger und neunziger Jahren trägt die Bewässerung zu über fünfzig Prozent zur weiteren Austrocknung des Sees bei.
Während der letzten Eiszeit, etwa 20.000 v. Chr., verschwand der Tschadsee vollständig. Um etwa 11.000 v. Chr. entstand er wieder neu. Heute hat er etwa den gleichen Wasserstand wie im Jahre 1.000 n. Chr.
Martin interessiert das alles nicht. Er macht gern Witzchen, spricht von “McDoofnalds”, warnt vor der Gentechnik und den Amerikanern. Die beiden anwesenden Leutchen von der Münchener Rückversicherung fordert er auf, den Amis endlich die Prämien zu erhöhen. Die klopfen sich auf die Schenkel, schließlich sponsern sie diese Jugendbildung.
Die Erziehung zu eigenständigem Denken hat an deutschen Schulen ein bemerkenswertes Niveau erreicht. Hamburg bezahlte Schülern den Besuch von Al Gores Klima-Propagandastreifen “Eine unbequeme Wahrheit”, Ex-Umweltminister Gabriel kaufte 6000 DVDs und ließ sie kostenlos an Schulen verteilen. Der Al-Gore-Film darf inzwischen aufgrund schwerwiegender, inhaltlicher Fehler an britischen Schulen nicht mehr ohne Kommentierung der Fehler gezeigt werden. So urteilte zumindest ein britisches Gericht.
Die Aktion Menschheitsrettung muss “rein in die Birne”, wie Martin zu sagen pflegt. Und dies funktioniert am besten mit ständiger Wiederholung, moralischer Aufladung und Schuldzuweisung, den Elementen der klassischen Propaganda. Jungen Menschen wird ein Notstand eingebläut, der weder Verzug noch Widerspruch duldet. über die Gefahr als solche darf nicht diskutiert werden, nur darüber, wie sie abzuwenden sei. Wer da nicht mitmacht, hat das falsche Bewusstsein, wie einst jene, die am wissenschaftlichen Sozialismus zweifelten.
Die Klima-Erziehung an deutschen Schulen schlägt unterdessen seltsame Blüten. An einem Gymnasium in Bad Essen hat der bärtige Wolfgang, u.a. mit “Steuermitteln” eine Energie AG ins Leben gerufen. Dort werden Schüler zu Klimadetektiven ausgebildet. Mit detektivischen Spürsinn und mit Messgeräten “bewaffnet” sollen die Schüler “Energiesünder” aufspüren und diese zur “CO2-Maßregelung” anhalten. Die anliegenden Schulen sollen sich dabei zu einem “Klimabündnis” zusammenschließen. Die Lehrer steht den Schülern auf “ihrer Mission” anleitend und “beratend” zur Seite:
“Anleitung für Schülerinnen und Schüler”
“Es ist höchste Zeit, etwas gegen diese drohende Klimakatastrophe zu unternehmen: Wir müssen dafür sorgen, dass weniger Strom und Energie verbraucht werden, damit nicht mehr soviel Kohlendioxid in die Luft gelangt. Dabei kann jede und jeder mithelfen, nicht nur an der eigenen Schule.”
“Mit ‘alle’ ist nicht nur die eigene Klasse gemeint, sondern sämtliche Klassen, Lehrkräfte, die Schulleitung, die Sekretärin, der Hausmeister und das Reinigungspersonal, die Erwachsenen, die abends die Schule besuchen und alle Gruppen und Vereine, die sich tagsüber und auch abends in der Turnhalle aufhalten. Ihr müsst also alle diese Leute: Informieren, informieren, informieren!!! Und das immer wieder und regelmäßig, denn nur einmal Bescheid sagen bringt in der Regel nicht viel.”
Es wird mit Ängsten gearbeitet. Den Schülern wird der drohende “Weltuntergang” vermittelt:
“Große Teile der Klimaforscher gehen davon aus, dass sich die Erde in den nächsten hundert Jahren um bis zu 3°C erwärmen wird und somit die Pole, die Gletscher und Grönland abschmelzen werden. Aber dies hat zur Folge, dass der Meeresspiegel steigt und somit alle Bewohner dieser Regionen, welche unter dem Meeresspiegel liegen, umgesiedelt werden müssen. Aber durch den Temperaturanstieg können auch zahlreiche Tierarten aussterben, da ihre Lebensräume nicht mehr deren Anforderungen entsprechen würden. Außerdem schmelzen die Dauerfrostböden zum Teil auch weg. Die Gefahr besteht darin, dass in diesen Böden das Gas Methan vorhanden ist. Es kann entweichen. Dieses Gas hat eine viel stärkere Treibhauswirkung als Kohlendioxid (20-26x).
Man sieht, welche Auswirkungen das haben kann. Erst vor kurzen der Sturm Kyrill, und er wird nicht der letzte sein. Es wird im Laufe der Zeit immer wieder solche Stürme geben, wenn nicht noch stärkere und der Niederschlag steigt an, da die Verdunstungsrate wesentlich höher ist. Dadurch werden auch viel mehr Dürrezeiten auftreten. Auch die Meere werden versauern, da sie Kohlendioxid aufnehmen und dazu erwärmen sie sich noch. Diese Schäden werden zu einem großen Teil durch menschliche Aktivitäten ausgelöst.”

Von den Schülern werden im Angesicht der drohenden Katastrophe, Konzepte ausgearbeitet, wie man “CO2-Sünder” zu “klimaneutralen” Bürgern “umerziehen” kann. Die “Mission” lautet die eigenen Vorstellungen in die Bevölkerung zu tragen und zu verbreiten. Infostände in Supermärkten werden dazu aufgebaut, oder die Tageszeitungen genutzt, um die Kunde vom “Weltuntergang” zu verbreiten. Alles im Zeichen eines zweifelhaften Klimaschutzes. Für diese “Mission” wurde die AG mehrfach mit den Bundesumweltpreises ausgezeichnet. Der Bundesumweltpreis ist mit 500.000 EUR dotiert. Er ist somit der höchstdotierte Umweltpreis Europas.

Statt Fragen zu stellen, sollen die Kinder den angeblichen Rettern des Planeten bedingungslos vertrauen – da waren wir mal weiter. Erkenntnisse des UN-Klimarates sind sakrosankt, das Umweltbundesamt ist unfehlbar wie der Vatikan. Und doch werden die Denkverbote keinen Bestand haben. Filme wie “The Great Global Warming Swindle” und “Not Evil Just Wrong” haben sich im Internet zu einem Millionenrenner entwickelt. Der Hacker-Skandal um die britische Climate Research Unit (CRU) hat ebenfalls Aufmerksamkeit erregt. Unliebsame Informationen fließen an den politischen Schleusenwärtern vorbei. Für Lehrer könnte das eine große Chance sein. “The Great Global Warming Swindle” ist ein bisweilen grober Klotz auf den groben Keil von Al Gores “Eine unbequeme Wahrheit”. Liebe Lehrer, schaut mit den Schülern beide Filme an – und diskutiert dann. Lasst sie selbst denken. Dieses Land braucht skeptische Bürger ohne Angst. Und falls es ums Klima so schlimm stehen sollte wie behauptet, dann brauchen wir solche Menschen ganz besonders.
Quellen
@ Michael Krüger,
Sehr schöner Artikel, vielen Dank. Von dem “bärtigen Wolfgang” han´be ich auch schon gehört, das soll ja ein echter Wadenbeisser in Klimapropaganda sein. Ich würde gerne wissen, was seine Schüler von ihm denken, wenn sie irgendwann erfahren, was für einen Unsinn er ihnen regelmäßig aufgetischt hat.