Satire-Aktion: Bieten für den Atomausstieg

StudiVZ-Startseite: “Atom-Ausstieg kaufen: für die Regierungsparteien muss nur die Summe stimmen. Also: Jetzt mitbieten!”, ist heute im Buschfunk des sozialen Netzwerks zu lesen. Der junge Mann, der diese Aufforderung an seine Freunde verschickt, ist sich ob des satirischen Charakters der Aktion bewusst. Dennoch verlinkt er auf die Seite von campact.de,

StudiVZ-Startseite: “Atom-Ausstieg kaufen: für die Regierungsparteien muss nur die Summe stimmen. Also: Jetzt mitbieten!”, ist heute im Buschfunk des sozialen Netzwerks zu lesen. Der junge Mann, der diese Aufforderung an seine Freunde verschickt, ist sich ob des satirischen Charakters der Aktion bewusst. Dennoch verlinkt er auf die Seite von campact.de, die ihren Lesern derzeit folgendes “lukratives” Geschäft anbietet:

“FDP und CSU bekommen Parteispenden – Hoteliers Steuersenkungen. Nach den jetzt bekannt gewordenen Millionenspenden scheint die deutsche Regierungspolitik käuflich zu sein. Machen Sie mit bei unserer Satire-Aktion: Bieten Sie für den Atomausstieg!

Per Email-Vorlage werden nun die Leser dazu augefordert, ihre  Parteispende bei Guido Westerwelle und Horst Seehofer anzukündigen. Die in Aussicht gestellte Spendensumme kann dabei individuell verändert werden.

29381 Menschen sind dieser Aufforderung bereits nachgekommen. 677 Mal wurde der Beitrag “geteilt” und 246 Mal über den Microblogging-Dienst Twitter versandt. Sie alle scheinen die jüngst bekanntgewordene Spende von knapp zwei Millionen Euro an FDP und CSU sowie die daraus resultierenden Steuersenkungen für Hotels und Gaststätten nach der Wahl nicht akzeptieren zu wollen.

Ihr Text an die beiden Politiker lautet deshalb:

“Sehr geehrter Herr Dr. Westerwelle,
sehr geehrter Herr Seehofer,

in den Koalitionsverhandlungen haben FDP und CSU eine Senkung der Mehrwertsteuer für Hotels in Höhe von 1,1 Milliarden Euro durchgesetzt. Und im Jahr vor der Bundestagswahl hat ein Hotelier, verdeckt und über seine Firmen, über eine Million Euro an die FDP und 820.000 Euro an die CSU gespendet. So ein Zufall. Nie käme ich auf die Idee, Ihre Parteien könnten käuflich sein.

Gleichwohl möchte ich Sie um etwas bitten: Halten Sie am Atomausstieg fest! Sorgen Sie dafür, dass in den nächsten vier Jahren die sieben ältesten Atomkraftwerke und der Pannenreaktor Krümmel abgeschaltet werden. Eventuell würde ich dann in Erwägung ziehen, Ihren Parteien jeweils fünf Euro zu spenden – natürlich rein zufällig.

Mit freundlichen Grüßen”

Kommentare

Schreibe den ersten Kommentar für diesen Artikel.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*