Und täglich grüßt der Supergau…
TRIER / USA / GROßBRITANNIEN / FRANKREICH. (http://www.infotrier.de) 31. Januar 2001: Der unkontrollierte Ausfall eines der Haupttransformatoren im Atomkraftwerk La Salle in Illinois/USA führt zum riskanten automatischem Abschalten von Block I.
Laut Bericht der US Nuclear Regulatory Commission (NRC) verursachte den kritischen Vorgang der Bruch einer von vier Zylinderschrauben auf dem Kragen einer hydraulischen Abgleichtrommel des dampfgetriebenen Speisewasserpumpenmotors. Die vermeintliche Ursache für das Versagen der Inbusschraube wird einem Material- oder Herstellungsfehler der Produktionsfirma US BOLT zugeschrieben.
Die abschließende metallurgische Analyse ergab eine bereits vor dem Bruch existierende kristalline Instabilität der Schraube. Unter den betrieblichen statischen Spannungen, so vermutet die NRC, breiteten sich Mikrorisse seit mehreren Wochen aus bis es am 31. Januar zum Bruch kommt. Aufgrund des Ausfalls der Wasserpumpe leitet das Sicherheitssystem eine automatische Abschaltung von Block I ein.
Der Ausfall einer oder mehrerer Speisewasserpumpen führte laut NRC “zu einer bedeutenden Verschlechterung der grundlegenden Sicherheits-Vorkehrungen”, da das System “möglicherweise nicht in der Lage gewesen wäre, ihre sicherheitsrelevanten Funktionen durchzuführen; was ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellte”, so der Bericht EV. Nb. 37703, der NRC.

Außerdem geschah am…
Januar-März 1986 – Bei einer Unfallserie in der Wiederaufbereitungsanlage Sellafield/Großbritannien gelangen unter anderem 250 Kilogramm Uran ins Meer, Plutonium entweicht in die Atmosphäre und 11 Personen werden verstrahlt.
31. Januar 1990: Das britische Verteidigungsministerium gibt bekannt, dass es einen Riss im Kernreaktor des Kriegsschiffes HMS Warsprite entdeckt hat. Außerdem räumt es ein, dass, wäre dies nicht erkannt worden, es zu einer großen Freisetzung von Radioaktivität hätte führen können. Als Folge dessen soll durch eine Abteilung des Ministeriums Tests bei allen nuklear betriebenen Schiffen der britischen Marine durchgeführt werden, um festzustellen, ob ähnliche Mängel bestehen. *
31. Januar 2002: Im französischem Atomkraftwerk Cattenom direkt an der Grenze zu Deutschland missachtet das Personal im Reaktor III, laut der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN, technische Anweisungen. Dies führt zu einer mangelnden Lüftung des Reaktors, so ASN. Im Vorfeld soll am 9. Januar durch unsachgemäße Bedienung der Anlage Feuer in der Elektronik des Gebäudes entfacht worden sein, wodurch Fehler im Lüftungs- und Luftfiltersystem hervorgerufen wurden, berichtet die Behörde ASN. **
31. Januar 2003: Im französischem Kernkraftwerk Tricastin, in der Nähe von Pierrelatte im Département Drôme, entsteht ein Leck im Primärkreislauf des Reaktor I. Laut offiziellem Bericht der französischen Atomaufsichtsbehörde dringen während zweier Stunden etwa 2.200 Liter kontaminiertes Wasser aus. **
Quellen:
U.S. Nuclear Regulatory Commission (NRC) – Event Notification Report for February 2, 2001
Ask1
Wikipedia
* A. B. C. Radio National 31/1/90
**Autorité de sûreté nucléaire (ASN)
Wenn Cattenom schmilzt kommen Millionen um oder werden fürs Leben geschädigt. Mitteleuropa ist dann für viele Jahrzehnte ruiniert.
Es gab nie einen guten Grund, solche Risiken einzugehen. Aber wir wählen eine Regierung, die den Ausstieg vom Ausstieg aus der Atomenergienutzung betreibt.