Es scheint als ob Schluss mit lustig ist. Obama macht die Unterbewertung der chinesischen Yuan insbesondere gegenüber dem US-Dollar zum casus belli. Der Konflikt über die chinesische Wechselkurspolitik, die den Kurs des Yuan seit mehr als einem Jahrzehnt in einer nahezu festen Parität zum US-Dollar gehalten hat, wird zu einem Politikum auf höchster Ebene. Es wird voraussichtlich zu einem der Top-Themen dieses Jahres.
Das Jahr des Tigers
Am Valentinstag, d.h. am 14. Februar 2010, beginnt nach dem chinesischen Mondkalender das Jahr des Tigers und endet am 2. Februar 2011. Aus chinesischer Sicht steht uns also ein turbulentes Jahr bevor. Der Konflikt schwelt bereits seit mindestens zehn Jahren. Nach amerikanischen Berechnungen ist er damit mit einem Kurs von derzeit 6,83 Yuan für einen US Dollar um rund 40 Prozent unterbewertet. Dies entspräche einem Wechselkurs von 4.89 Yuan je US-Dollar. Wegen der starken Unterbewertung des Yuan auch gegenüber den anderen führenden Weltwährungen wie dem Euro und dem japanischen Yen von ca. 30 Prozent – legt man diese Kalkulation zugrunde – ist es nicht weiter verwunderlich, dass China innerhalb der letzten Dekade zum Exportweltmeister im vergangenen Jahr aufgestiegen sind. Hauptleidtragender waren dabei die USA deren Außenhandelsdefizit im Jahr 2008 mit 268 Mrd. US-Dollar seinen bisher vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Im vergangenen Jahr sank dies bis November 2009 auf -209 Mrd. US Dollar< €“ der Dezember Wert liegt derzeit noch nicht vor - , aber es herrscht weitgehende Einigkeit, dass dieser kurzfristige Rückgang nicht von langer Dauer sein dürfte, wenn sich die Wechselkursverhältnisse zum Yuan nicht drastisch ändern.
Das Problem der offenen außenwirtschaftlichen Flanke
Sollte nicht zuletzt wegen der hunderte von Milliarden zusätzlicher Staatsausgaben der amerikanischen Regierung die US-Wirtschaft sich zum Rückschlag im Zuge der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise wieder erholen, dann droht aufgrund der offenen außenwirtschaftlichen Flanke ein großer Teil des Nachfrageanstiegs als zusätzliche Nachfrage nach chinesischen Produkten abzuwandern. Die US-Regierung würde mit ihrem Konjunkturprogramm zu einem nicht unerheblichen Teil die bereits jetzt überhitzte chinesische Wirtschaft noch weiter anzukurbeln. Während die chinesische Regierung wegen der Gefahr einer rasch expandierenden Immobilienkrise und anziehender Inflation sich zu immer drastischeren Schritten zur Dämpfung der Binnennachfrage entschließen muss, weigert sie sich beharrlich einer Yuan-Aufwertung gegenüber den wichtigsten Weltwährungen zuzustimmen. China kann von der Wachstumsdroge des Export-orientierten Wirtschaftswachstums, welches das Erfolgsmodell insbesondere der ostasiatischen Länder seit Jahrzehnten ist, nicht lassen. Reiste man durch China, dann wundert es einen nicht, warum China hier sich immer wieder wie zuletzt beim Besuch von Obama im November 2009 weigert, seinen US-Dollar-peg aufzugeben. Mit einer Investitionsquote am Bruttoinlandsprodukt von 40 Prozent, d.h. ein Vielfaches dessen was die anderen führenden OECD-Länder in die Kapazitätserweiterung investieren, schafft China gewaltige Kapazität €“ besser gesagt Überkapazitäten, die durch die Binnennachfrage nicht abgenommen werden können. Der einzige Ausweg ist durch eine Niedrigpreispolitik diese Überkapazitäten mittels Export auch auszulasten. Dass dies auf Dauer zu einem Problem der Weltwirtschaft wird, ist seit langem in der Ökonomenzunft und der Politik bekannt. Unter dem schönen Begriff der global structural imbalances sollte dieses Problem von der G20-Gruppe bereits beim London-Gipfel angegangen werden. Leider ist inzwischen der Optimismus über eine gemeinsame Politik der G20 in diesem Bereich rasch verflogen.
Einer der Eckpfeiler einer Politik des nachhaltigen Abbaus des weltweiten Handelsungleichgewichts ist und bleibt das Handelsungleichgewicht zwischen den USA und China. Hier treffen aber die Egoismen zweier Weltmächte aufeinander und stehen sich derzeit unversöhnlich gegenüber.
Kommt es zum US-China-Show-down?
China weigert sich beharrlich auf die Forderungen der USA einzugehen und pocht auf seine Souveränität. Die USA sind offenbar immer weniger bereit diese Haltung noch zu tolerieren. Barack Obama steht unter dem massiven Druck Arbeitsplätze in den USA in diesem Jahr zu schaffen. Bei einer offiziellen Arbeitslosenquote von rund zehn Prozent und dem bekanntermaßen niedrigen Standard der sozialen Sicherungssysteme droht den USA eine soziale Krise, wenn die Beschäftigung nicht rasch wieder steigt. Auf der anderen Seite des Pazifiks steht China jedoch vor einem ähnlichen Problem. Zwar boomt die chinesische Wirtschaft, aber sie kann trotzdem nicht genug Beschäftigung schaffen, um die hohen Kapazitäten auszulasten, die stetig weiter ausgebaut werden. Hinzu kommt, dass China nicht nur ein hohes Wirtschaftswachstum aufweist, sondern zugleich seine Arbeitsproduktivität durch den Einsatz modernster Technologien steigert. Mithin ist das hohe Wirtschaftswachstum nicht so beschäftigungswirksam wie es sein könnte, wenn China nicht bestrebt wäre bis zum Jahr 2020 auch die USA als High-tech-Nation einzuholen.
Chinas Konzept der wirtschaftlichen Entwicklung kann nur aufgehen, wenn die Modernisierung seiner Volkswirtschaft nicht in einer gigantischen Beschäftigungskrise endet. Diese wird jedoch wahrscheinlich, wenn die übrige Welt nicht für zusätzliche Beschäftigung des gewaltigen Arbeitskräftepotentials Chinas in der kommenden Dekade sorgt. Es ist eine Beggar-thy-neighbor-Politik, die mittels hoher Exportüberschüsse die Arbeitslosigkeit in die übrige Welt exportiert. Es ist schon erstaunlich, wenn ein Wirtschaftswachstum des Bruttoinlandsprodukts von weniger als sechs Prozent als Krisenszenario €“ man vergleiche hierzu den aktuellen Global Risk Report 2010 des World Economic Forums – für die chinesische Wirtschaft angesehen wird.
Ist China zu wesentlichen Zugeständnissen bereit?
Keine andere Volkswirtschaft weltweit versucht wie derzeit China so massiv sein Beschäftigungsproblem aufgrund einer Wachstumspolitik, die nur durch massive Exportüberschüsse das Ungleichgewicht zwischen hohem Wirtschaftswachstum, hohem Produktivitätswachstum und daraus resultierender Beschäftigungsschwäche so unverblümt der übrigen Weltgemeinschaft anzulasten. Mithin droht jetzt im Jahr des Tigers ein Handelskonflikt zwischen den USA auf der einen Seite und China auf der anderen. Wie dieser Konflikt am Ende ausgehen wird, wir werden es erleben. Bitte fest anschnallen, wir stehen vor größeren weltwirtschaftlichen Turbulenzen, die in den Schönwetterprognosen der Prognostikerzunft nicht enthalten sind. Das Gespenst eines wachsenden Protektionismus geht jedenfalls um.
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Nur Show. Der Eine ist zu pleite für Krieg, der Andere zu klug für Krieg. Alles Ablenke für das US Volk. Die Amis sind pleite. Das ist wie Pokern. Es geht um die Übergabe der neuen Macht an China. Spannende Sache. Doch was bringts uns? Nichts Neues.
Wichtig ist, das wir das Haus Deutschland neu aufbauen!!!!
daher mein Credo und Augenmerk: Bürger aufwachen, sie plündern den Staat aus.