Erlangen – Besiktas: Schülerausstausch peinlich deutsch

Städtepartnerschaften dienen nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen von Menschen, sondern können auch über Ländergrenzen hinweg dauerhafte Freundschaften hervorbringen. Sogar zwischen einstigen Erzfeinden, wie beispielsweise Frankreich und Deutschland, konnte sich auch und vor allem über mehr oder weniger private Kontakte ein inzwischen offenbar dauerhaft freundschaftlich-friedliches Verhältnis entwickeln. Selbst Städtepartnerschaften zwischen Kommunen

dgdggf.jpgStädtepartnerschaften dienen nicht nur dem gegenseitigen Kennenlernen von Menschen, sondern können auch über Ländergrenzen hinweg dauerhafte Freundschaften hervorbringen. Sogar zwischen einstigen Erzfeinden, wie beispielsweise Frankreich und Deutschland, konnte sich auch und vor allem über mehr oder weniger private Kontakte ein inzwischen offenbar dauerhaft freundschaftlich-friedliches Verhältnis entwickeln. Selbst Städtepartnerschaften zwischen Kommunen in Staaten mit unterschiedlichen Gesellschaftsordnungen kamen einst zaghaft zustande…

Wer wollte bestreiten, dass heute Städtepartnerschaften zwischen türkischen und deutschen Städten eine nicht zu unterschätzende Bedeutung haben. Schließlich sind die deutsch-türkischen Beziehungen durchaus noch ausbaubar. Ebenfalls harren noch vorhandene Wissenslücken in beiden Völkern gegenüber den jeweils anderen auf ihren Abbau. Desgleichen gilt für störende Vorurteile auf beiden Seiten. Wie nötig derlei in der Tat ist, können wir erkennen, wenn wir das deutsch-türkische Verhältnis mit dem Stand der deutsch-französischen Beziehungen in Vergleich setzen. Und es gibt tatsächlich deutsch-türkische Partnerschaften. So z. B. eine Städtepartnerschaft zwischen Erlangen und dem Istanbuler Stadtbezirk Besiktas.

Nun verfiel eben nämliche Städtepartnerschaft ausgerechnet auf eine durchaus gängige Methode, das gegenseitige Kennenlernen positiv zu befeuern. Man orientierte auf einen gegenseitigen Schüleraustausch. Was den Dialog zwischen den Menschen beider Städte fördern sollte. Doch die Idee war das Eine. Die Umsetzung derselben etwas ganz anderes.

Die Erlanger wollten gerne türkische Schüler nach Erlangen einladen. Zu diesem Behufe musste erst einmal eine offizielle Einladung beschafft werden. Jene jedoch hat eine komplette Liste aller Eingeladenen zu enthalten, sowie die Funktion derer, die einladen. Hinzu kommen weitere Einzelheiten: “biometrietaugliche Lichtbilder”, einen “Krankenversicherungsnachweis für den Auslandsaufenthalt mit einer Deckungshöhe von mindestens 30.000 Euro, gültig für alle Schengen-Länder”.

“Das Faß zum überlaufen bringt dann jedoch noch die Aufforderung, Belege über die Rückkehrbereitschaft der Eingeladenen beizubringen. Eigentumsnachweise der türkischen Eltern, Einkommensbescheinigungen…”

“Bei den Eingeladenen kommt das Gefühl von Peinlichkeit auf. Deutsche Schüler können einfach mit dem Personalausweis in die Türkei einreisen. Wenn es in die andere Richtung geht, wird daraus ein Staatsakt. Verschiedene Bitten an Politiker – bis hin zu Außenminister Westerwelle – haben bisher keine Ergebnisse gebracht.” Das berichtete Peter Millan den Erlanger Nachrichten (23.01.2010).

Sie merken schon: ein Schüleraustausch kann eine tolle Sache sein und eine Städtepartnerschaft befruchten. Die Istanbul Post griff diese deutsche Peinlichkeit am 29. Januar auf. Dabei sollte es nicht bleiben.

Photo/Quelle: Dieter Schütz via Pixelio.de

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  1. Wen will der Autor denn mit diesem antideutschen Schwachsinn heute noch dumm machen ? Es tut sich was in Europa, erst noch zögerlich , aber ständig wachsend. In den den Völkern selbst wachsen Ablehnung und Widerstand gegen die fortschreitende Islamisierung Europas. Und das ist gut so !