Selbst schuld? StudiVZler zum FDP-Stimmeneinbruch
Gruppe FPD: “Wir werden unsere Politik für eine Stärkung der Familien und eine Entlastung des Mittelstandes fortsetzen”, verkündete FDP-Chef Guido Westerwelle am vergangenen Wochenende anlässlich der Sondersitzung der Liberalen. Die sinkenden Umfragewerte von 15 auf acht Prozent beeindrucken ihn offenbar wenig. Zu genau wisse man, was man wolle. Doch ist das der richtige Kurs? Die VZ-Nutzer diskutieren eifrig über die derzeitige Entwicklung.
“Ich finde das (…) eigentlich gerechtfertigt. Man ist wohl selber schuld, wenn man nicht erkannt hat, dass auch Nicht-Reiche die Partei gewählt haben, sich aber nicht um diese kümmert. (welche 3 Millionen Wähler haben sich da wohl von der FDP abgewandt? Ich tippe mal nicht die Ackermanns Deutschlands…)”, beginnt der Thread-Eröffner seine Ausführungen und schlussfolgert: “Ich würde sagen, wenn die FDP zu blöd ist, zu erkennen, was beim Wähler gut ankommt und was schlecht ankommt, ist das die gerechte Bestrafung.” Was in seinen Augen gar nicht gut angekommen sei, ist “eine Millionenspende von einem Hotelbesitzer zu bekommen und als praktisch erste Amtshandlung sich massiv für diesen einzusetzen, also die Mehrwertssteuersenkung”. Selbst schuld, meint also dieser und ruft damit seinen Nachredner auf den Plan, der die Situation etwas anders einschätzt.
Seiner Meinung nach seien Stimmverluste kurz nach einer Wahl eine völlig normale Sache. Den gleichzeitigen Zuwachs der Union erklärt er mit den Wechselwählern des vergangenen Jahres. Mitschuld tragen in seinen Augen jedoch auch andere: “Im Übrigen berichten die Medien sehr einseitig. es geht stets nur darum die Regierung, grade auch FDP Politiker schlecht zu machen. Wenn es um Dr. Rösler geht, wird zum Bleistift gerne mal nur in einem Nebensatz erwähnt, dass er für die Zusatzbeiträge nichts kann, etc.” Schließlich versucht er zu beschwichtigen: “Außerdem: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast, Meinungsumfrageninstitute hatten noch nie wirklich Recht.” Doch liegt der VZ-Nutzer damit richtig? Von einem abrupten Stimmverlust kann nämlich laut eines Mit-Diskutanten gar nicht die Rede sein. Vielmehr hätte sich die FDP zwei Monate nach der Wahl stabil gehalten und erst danach Zustimmung eingebüßt. Zum Thema Medien hat er Folgendes zu sagen: “Ich bin wirklich heilfroh, dass in nächster Zeit keine Wahl ist, weil ich würd sie wahrscheinlich auch nicht mehr wählen. Mit kommt die Partei einfach zu dumm vor, wegen genannten Gründen. Ich würd zum Protest die Grauen wählen”
Grund zur Unruhe sieht ein weiterer Kommentator in den Reihen ebenfalls nicht. Er schreibt: “Uff, sagmal hast du irgendeine Amtszeit erlebt in der die Regierung nicht durchweg kritisiert wurde und in schwierigen Situationen an Umfrageergebnissen eingebüßt hat. Immer dieses voreilige Abrechnen. Das ist als ob ich ne Matheklausur schreibe und der Prüfer kommt nach 30Sekunden guckt auf mein Blatt und sagt uhh das wird so aber nix oO. Einfach mal die Füße stillhalten und abwarten was da kommt wenn die Zeit zu 50% um ist kann man mal leicht anfangen zu prüfen wie weit man ist und wie der Stand ist…” Solange wollen andere allerdings nicht warten. Die Rücknahme der Hotelleriesteuersenkung wird gefordert, ebenso wie die Besetzung Dirk Niebels als Entwicklungsminister und die so genannte Kopfpauschale. Oder aber ist der entgegengesetzte Weg die Lösung? Denn ein Diskutant meint: “Wenn man was ändern will muss man halt manchmal schwierige Schritte gehen, die oft auch erst einmal Nachteile einbringen.”










