Das CO2 ist ein wichtiges Detail bei unserem verständnisvollem Ringen um das Verständnis für unser Sein und für das Sein unseres Heimatplaneten. Aber nur ein Detail. Noch detaillierter wird es, wenn wir das CO2 auf Kohlestoff und Sauerstoff zerlegen. Den Sauerstoff atmen wir nämlich freiwillig mit vielen anderen irdischen Lebewesen zusammen. Und so lange es keinen Sauerstoff in der Luft gab, konnten auf der Erde keine atmenden Lebewesen existieren. Die Übermenge des CO2 in der Atmosphäre schaffte ein seltsam abgeschottetes Klima auf der Erde, bei dem praktisch nichts los war. Zaghafte Berichte über dieses Klima finden sich in einigen ältesten Schriften, wie z.B. auch in der Bibel: “Es war aber noch kein Strauch des Feldes auf Erden, noch irgend ein grünes Kraut auf dem Felde gewachsen: denn Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch vorhanden, um das Land zu bebauen. Aber ein Dunst stieg auf von der Erde und befeuchtete die ganze Erdoberfläche.”
Dass unsere heutigen Kenntnisse und Vorstellungen über die Rolle des CO2 in der Luft mit den biblischen Treibhaus-Bildern irgendwie übereinstimmen gehört wohl nicht zu den biblischen Wundern, sondern ist eher Zufall: Wir habe ja unser Wissen zufällig erlangt und erworben und wir hätten jede Sekunde unserer Menschheitsgeschichte auch etwas anderes machen können. Doch wir wollten unbedingt die Welt verstehen. Es ist also ein gewollter Zufall, dass wir heute über die Welt und uns selbst so viel wissen. Wir hätte ja die ganze Zeit auch irren können, was wir schließlich öfters mal fleißig gemacht haben und was wir nach dem werten Vorbild unserer Vorfahren auch heute immer noch tun.
Warum ist es im Zusammenhang mit dem Klimawandel überhaupt so wichtig, was wir tun? Und was hat es mit dem historischen Klimawandel zu tun und mit unserem Wissen? Zuerst sollten wir uns unser Wissen vor Augen halten: Die Atmosphäre der Erde war ursprünglich reichhaltig an CO2 und sehr sauerstoffarm. Ein heutiges Leben war praktisch unvorstellbar. Es waren sauerstofferzeugende Bakterien und Algen notwendig, welche das CO2 aus der Luft aufnahmen, den Kohlestoff zum eigenen Vorteil verarbeiteten und den Sauerstoff in die Luft entließen. Über Milliarden von Jahren. Etwas später kamen noch weitere Pflanzen dazu. Die faulenden Überreste der Sauerstoff-Erzeuger wandelten sich mit der Zeit zur Kohle und zum Erdöl. Der Kohlestoff aus dem CO2 wurde also in den Brennstoffen gespeichert, der Sauerstoff bereicherte die Luft.
Bis wir das Streichholz erfunden haben, mit dem wir die Kohle und das Öl anzünden konnten, um uns über die modernen Wärme- und Energiequellen zu erfreuen. Denn durch das Verbrennen von Kohle und Erdöl verschmilzt der darin gespeicherte Kohlestoff wieder mit dem Sauerstoff aus der Luft zum CO2. Das ist uns zwar allgemein bekannt, aber es fällt und bei unseren Mutmaßungen über den Klimawandel selten ein. Der historische Klimawandel führte über Milliarden von Jahren dazu, dass der Kohlestoff von dem Sauerstoff in dem CO2 getrennt und in der Erde gespeichert wurde. Der Sauerstoff blieb in der Luft und machte die Erde auch für andere Lebewesen bewohnbar. Das Klima auf der Erde wurde lebensfreundlich. Wir Menschen kehren den Spieß einfach um: Durch das Verbrennen des abgelagerten Kohlestoffs bereichern wir nicht nur die Luft um das CO2, sondern wir entziehen ihr dabei auch den sauer erarbeiteten Sauerstoff. Die Grundlage des höheren Lebens. Und die Rechnung stimmt wirklich nur so: je Mehr an CO2 in der Luft, um so weniger Sauerstoff und umgekehrt. Es macht also nicht viel Sinn, nur die Menge des CO2 berechnen zu wollen. Wir müssen uns im Detail verlieren, wir müssen auch an den Sauerstoff denken. Es sei denn, wir vergessen das Atmen.
So lange wir nur das herumliegende Holz verbrannt haben, haben wir an den jeweils aktuellen Inhaltsstoffen der Luft nicht viel ändern können. Erst durch das Verbrennen der Brennstoffe, die über Milliarden von Jahren entstanden sind, drehen wir die Klimaentwicklung um Milliarden von Jahren zurück. Und das nur in Jahrzehnten, maximal in Jahrhunderten. Schafft es die Natur, schaffen es die Pflanzen, den Mangel an Sauerstoff wieder auszugleichen? Indem sie das CO2 wieder zum Kohlestoff und Sauerstoff zerlegen, um den Sauerstoff in die Luft zu entlassen? Anbetracht dessen, wie sehr uns die Urwälder in unserer Nähe weichen mussten und die in südlichem Amerika weiterhin weichen müssen, (Stichwort: Grüne Lunge), dürfen wir uns durch diese Frage in tiefen Zweifel stürzen lassen.
Im Zusammenhang mit der steigenden Erderwärmung wurde bislang keine neue Bikini-Mode als Abendkleid prophezeit, sondern zuerst starke Wetterschwankungen. Und die Amerikaner sind gerade dabei, den diesjährigen harten Winter im Zusammenhang mit der gleichzeitigen Hitze und Dürre in den Äquator-Regionen zu untersuchen. Was für uns nicht heißt, dass wir die Amerikaner im Allen nachahmen müssen.
@ Albert Albern
Ich muss sagen, dass Ihr Artikel bei mir ein wenig Ratlosigkeit zurück lässt. Worauf genau wollen Sie hinaus? Dass durch das Verbrennen fossiler Rohstoffe die Luft zum Atmen knapp wird?
Wenn es das ist, was Sie sagen wollen, dann empfehle ich Ihnen, sich vielleicht einmal mit der Zusammensetzung der Atmosphäre zu beschäftigen. Die besteht nämlich zu 0,038% aus CO2 und zu 20,95% aus Sauerstoff. Das heißt, wenn wir den CO2-Gehalt der Atmosphäre auf 0,076% verdoppeln würden, würde der Sauerstoffgehalt in erster Näherung auf 20,91% “sinken”, sich also so gut wie gar nicht verändern.
Es gibt nun wahrlich genug abstruse Modelle, was für schreckliche Auswirkungen die Energiegewinnung aus Gas, Öl und Kohle alles haben soll. Eine zu erwartende Sauerstoffknappheit gehört aber nun wirklich nicht dazu…
MfG,
Rudolf Kipp