Entkrampfung der Klimadebatte: Der Streit um die Richtigkeit der Behauptung, dass die Welt auf eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes zusteuere, wenn wir Menschen den Ausstoß von CO2 nicht alsbald senkten, wird weitgehend mit solcher Härte und Unsachlichkeit geführt, dass ein Laie kaum noch die entscheidungserheblichen Fakten herausschälen kann.
Zwei deutsche Studien aus jüngster Zeit gehen aber so objektiv vor, wie man sich das nur wünschen kann.
http://www.ke-research.de/downloads/klimaretter-1-3.pdf
http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Treibhauseffekt_Lue_Li.pdf
Auf die Troposphäre kommt es an
Die Erde ist rundum zum Weltraum offen und strahlt permanent Wäremenergie in den Weltraum zurück, die sie von dorther durch die Sonnenstrahlung täglich empfängt. Wenn die Erde auch kein Dach zum Weltraum hin hat, unter dem wie bei einem Treibhaus erwärmte Luft gefangen werden könnte, hält doch die 100 km “dicke” Erdatmosphäre einen Teil der die Erde erreichten Wärmenergie fest. Wegen Nachlassens der Schwerkraft sinkt nach oben hin der Luftdruck. Die Lufthülle wird immer dünner.
In der untersten Schicht der Atmosphäre, der am Äquator ca. 15 km und an den Polen im Winter ca. 6 km mächtigen Troposhäre, in der sich alles Wettergeschehen abspielt, dehnen sich aufsteigende Luftmassen immer mehr aus und kühlen sich dabei ab. Mitgerissene Feuchtigkeit kondensiert und regnet ab.
Über der Troposphäre liegt eine mehrere Kilometer starke Schicht, die Tropopause, die alles die trotz weiter abfallenden Drucks und größerer Leichtigkeit nicht weiter kälter wird. In ihr herrscht vielmehr eine einheitliche Temperatur von €“ 57° C. Über ihr liegen die fast 30 km dicke Schicht der Stratosphäre, in der die Luft aufsteigend wieder bis auf annähernd 0° C erwärmt ist, darüber die mächtige Mesosphäre mit wieder sehr weit abfallenden Temperaturen und schließlich die Thermosphäre mit erneut beträchtlich anwachsenden Temperaturen (die aber kaum spürbar sind, weil die Luft so dünn ist). Da die Tropopause alles Wettergeschehen in der Troposphäre wie ein Deckel nach oben abriegelt, ist es nach ganz allgemeiner Meinung so, dass die äußeren Schichten der Atmossphäre mit den Fragen der globalen Erwärmung nichts zu tun haben.
Die globale Wolkenbedeckung kann andere Faktoren überlagern
Der Streit unter den Klimaforschern geht um die Rolle des in der Troposphäre befindlichen CO2 s. Dass die Wolkenbedeckung eine große Rolle spielt, ist unstreitig. Wenn Wolken aufziehen, wird es sofort kälter, weil sie die wärmenden Sonnenstrahlen von der Erde fern halten. Die globale Wolkenbedeckung ändert sich, wie Messungen ergeben haben, immer wieder, auch in größeren zeitlichen Abläufen. So stieg der Anteil des wolkenfreien Himmels in der Zeit von 1987 bis 2000, als die Erdtemperaturen tatsächlich leicht stiegen, um ca. 19% an und fiel seither bei deutlichem Rückgng der Temperaturen, wie Klaus Ermecke in seiner
Klimastudie referiert.
http://www.ke-research.de/downloads/klimaretter-1-3.pdf
Damit ist in der Frage der angeblichen menschengemachten Klimaerwärmung durch die Freisetzung von CO2 indessen nichts entschieden. Wenn festzustellen wäre, dass das CO2 ein wichtiger Faktor für die Aufheizung der Troposphäre ist, wäre dies langfristig für unsere Welt von großer Gefahr, auch wenn die zwischenzeitlich die vermehrte Wolkenbedeckung der Erde den Erwärmungseffekt vorübergehend aufhöbe.
Allgemein: die Klimasensibilität von CO2
Ein wichtiger Parameter für die Bedeutung des CO2 für die Erwärmung der Troposphäre ist nach übereinstimmender Meinung aller Klimaforscher seine Klimasensibilität. Diese ermittelt man aus dem zu erwartenden Temperaturanstieg der einträte, wenn die derzeitigen atmosphärischen CO2 €“ Konzentrationen verdoppelt würden. Man ist sich auch insoweit einig, dass das allerdings die Verbrennung aller uns zugänglichen fossilen Brennstoffe erfordern würde. Im Ergebnis kommt man auf einen Wert um 1,0 ° C (das IPCC geht von 1,2 aus).
http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Treibhauseffekt_Lue_Li.pdf
Schon diese Betrachtung legt den Schluss nahe, dass bis zum radikalen Verbrauch aller fossilen Ressourcen eigentlich keine große Sorge um das Klima herrschen sollte. Dies gilt umso mehr, weil der Zusammenhang zwischen den CO2-Konzentrationen und der globalen Temperatursteigerung nicht linear, sondern logarithmisch ist. Eine Verdopplung der CO2-Emission, die eine Vervierfachung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre brächte, führt daher nicht zu einer Temperatursteigerung von 4 °, sondern nur von 2° C. Aber das ist eine
recht abstrakte Berechnung unter Nutzung eines extremen Parameters.
Der konkrete Anteil des CO2 an der Klimaerwärmung
Allgemein wird angenommen, dass der in der Atmosphäre befindliche Wasserdampf zu 2/3 für die Aufwärmung der Luft verantwortlich ist, weniger das Methan und noch weniger das CO2. Methan und CO2 kann aber, wenn es erwärmt ist, seine Schwingungsenergie auch an den wesentlich “treibhauswirksameren” Wasserdampf abgeben. Diese positive Rückkopplung wird von der IPCC als sehr entscheidender Faktor bei ihren Klimamodellen berücksichtigt.
Andererseits führt genau diese Wärmeabgabe von CO2 zur Entstehung von mehr Wasserdampf und der Bildung von mehr Wolken, wodurch dieser Effekt gleich wieder abgeschwächt wird. Umfangreiche Messungen verschiedener Institute, wie sie in der Studie von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke und Dr. Rainer Link von der Hochschule für Tecnik und Wirtschaft der Universtität des Saarlandes mit dem Namen “Der Treibhauseffekt” angezogen werden, zeigen, dass die von der IPCC angenommenen fiktiven Rückkopplungswerte von + 0,5 und +1,0 falsch sind, dass sie vielmehr negativ sind und bei ungefähr €“ 1 liegen.
http://www.eike-klima-energie.eu/uploads/media/Treibhauseffekt_Lue_Li.pdf
Legt man den ermittelten rückkopplungsfreien Wert der Klimasensitivität des CO2 von 1 ° C an den Rückkopplungswert von -1 , ist nur noch von einer gemittelten Temperaturerhöhung von 0,5 ° C im Weltmaßstab auszugehen €“ wenn alle zugänglichen fossilen Brennstoffe verfeuert werden. Der anthropogene Einfluss auf die Erdtemperatur ist damit verschwindend gering.
Die weitere Diskussion
Bestimmt ist den aktuellen Studien die Diskussion über das heiße Klimathema noch nicht ganz vom Tisch. Wer den neuen nachvollziehbaren Erkenntnissen aber auch allein mit Verunglimpfungen und Veralbereiungen begegnen will, wird bald gar nicht mehr angehört werden.
Photo: loop_oh via flickr (cc Lizenz)
“”"Methan und CO2 kann aber, wenn es erwärmt ist, seine Schwingungsenergie auch an den wesentlich “treibhauswirksameren” Wasserdampf abgeben. Diese positive Rückkopplung wird von der IPCC als sehr entscheidender Faktor bei ihren Klimamodellen berücksichtigt….”"”
Das stimmt mal gar nicht:
Das IPCC geht davon aus, dass druch die “schleichende” Erwärmung der Troposphäre mehr Wasserdampf (lt. Clausius&Clapyaron) in der Luft angereichert wird und Wasserdampf ist mit Abstand das IR absorbtionsfähigste Molekül in der Atmosphäre, daher die Feedbacks bzw. die Sensitivität!