Die Grundlagen: Unsere Atmosphäre besteht zu ca. 78 Prozent aus Stickstoff und 21 Prozent Sauerstoff. CO2 ist ein Spurengas. Der CO2-Gehalt der Atmosphäre beträgt 0,039 Prozent (oder 390 ppm). In den letzten 10 Jahren ist der CO2-Gehalt in unserer Atmosphäre von in etwa 370 ppm (CO2-Teilchen pro Millionen Luftteilchen) auf 390 ppm angestiegen, also um etwa 20 ppm. Das mittlere Anstiegsverhalten beläuft sich auf 2 ppm pro Jahr. Dieser Anstieg im CO2-Gehalt der Atmosphäre wird dem Menschen zugeschrieben.

CO2-Anstieg: Mauna Loa Hawaii (schwarz: Jahresmittel), grün: linearer Trend über die letzten 10 Jahre
Vorausgesetzt der Anstieg von 2 ppm pro Jahr setzt sich bis in das Jahr 2100 fort, so ergibt sich auf Basis der Überschlagsrechnung aus dem 3. Weltkimabericht (Tabelle 6.2), langfristig gesehen, die folgende Temperaturentwicklung:

Infolge des ansteigenden CO2-Gehaltes, von derzeit ca. 390 ppm auf 572 ppm im Jahre 2100, ergibt sich langfristig gesehen, ein direkter Temperaturanstieg durch CO2 von in etwa einen halben Grad Celsius. (Die grüne Linie).
Berücksichtigt man verstärkende Rückkopplungseffekte, z.B. durch Wasserdampf, Wolken, dem Rückstrahlungsvermögen der Erdoberfläche, etc., so ergibt sich langfristig gesehen ein Temperaturanstieg zwischen 0,8 und 2,5°C. (Die orange und rote Linie). Damit bewegen wir uns im untersten Bereich der Prognosen des Weltklimarates der UN (IPCC).

CO2-Konzentration: Messwerte 1958-2008 (Mauna Loa) und Projektionen/ Szenarien aus Kohlenstoffkreislaufmodellen nach IPCC
Die Prognosen des IPCC setzen allerdings keinen linearen, sondern einen sich beschleunigenden Anstieg im CO2-Gehalt der Atmosphäre voraus. Sollte diese Annahme nicht eintreten, so fallen die Prognosen weit weniger dramatisch aus, wie die vorangegangene Berechnung zeigt. Es bedarf also einem beschleunigten Anstieg im CO2-Gehalt und stark positiven Rückkopplungseffekten, damit die schlimmsten Prognosen in den Modellberechnungen überhaupt eintreten können.

Temperaturveränderungen bis 2100 nach verschiedenen IPCC-Szenarien
Weder die derzeitige Entwicklung im CO2-Gehalt, noch die derzeitige Entwicklung der Globaltemperatur lässt auf eine solche Entwicklung Richtung Klimakatastrophe schließen. Trotz unverminderten CO2-Emissionen steigt der CO2-Gehalt in der Atmosphäre nicht beschleunigt an. Um die 2 ppm Anstieg waren in den letzten Jahren die Regel. Auch die Globaltemperatur steigt nicht beschleunigt an. Nimmt man den Datensatz der NASA zur Hand, der die ungünstigte Temperaturentwicklung der letzten Jahre aufzeigt und legt durch die Zeitabschnitte 1980-heute, 1990-heute, 2000-heute und 2005-heute jeweils eine Ausgleichsgerade, so zeigt sich, dass innerhalb der Unsicherheiten, kein beschleunigter Anstieg festzustellen ist.

Würde sich die Temperaturanstieg entsprechend 1980-heute fortsetzen, so ergäbe sich bis ins Jahr 2100 ein Temperaturanstieg von 1,5°C. Auch das liegt im untersten Bereich der Prognosen des IPCC. Um die Erwärmung dramatischer zu gestalten und eine globale Erwärmung von bis zu 6°C bis ins Jahr 2100 zu erreichen, muss man also auf eine ungewisse CO2-Zukunft und ungewisse Rückkopplungseffekte setzen. Diese Zukunft errechnet sich in Modellen. Ein Modell ist aber nur so gut wie das Wissen seines Programmierers. Somit geben die Szenarien die Einschätzungen der Programmierer, aber nicht die Wirklichkeit, wieder. Diesen Sachverhalt sollte man sich immer vor Augen halten. Denn auch hunderte von Programmierern und IPCC-Wissenschaftlern können sich irren.
In der Wissenschaft zählt nicht, wie viele Gelehrte eine Theorie unterstützen, sondern ob die Theorie den Bemühungen, sie zu falsifizieren, standhält. Als 1931 eine Schrift “Hundert Autoren gegen Einstein” die Relativitätstheorie angriff, soll Einstein gesagt haben: “Wieso hundert Autoren? Wenn ich unrecht hätte, würde einer genügen.”
Der Beitrag gefällt mir gut. Dazu noch zwei interessante Punkte:
1) Der gemessene Temperaturanstieg während der industriell geprägten Phase der letzten 150 Jahre beträgt nur 40% von dem, was Klimamodelle auf Basis des beobachteten CO2-Anstiegs vorhersagen (Schwartz et al. 2010: Why Hasn’t Earth Warmed as Much as Expected? Journal of Climate: In Press). Es werden drei Mögliche Ursachen genannt:
a) Die Klimabeeinflussende Wirkung von CO2 ist schwächer als bisher angenommen.
b) Reflektion des Sonnenlichts und dadurch Kühlung durch industriell versursachte Aerosole.
c) Zeitverzögerung der Erwärmung durch CO2 ist größer als angenommen (diese Möglichkeit wird von Schwartz et al. aber als eher unwahrscheinlich angesehen).
2) Der IPCC-Berichts-Autor Prof. Richard Lindzen vertritt die Ansicht, dass eine Verdopplung des CO2-Gehaltes lediglich einen Temperaturanstieg von 0.5 Grad Celsius bewirkt. Dies schließt einen Wasserdampf-Feedback bereits ein. Lindzen nimmt an, dass CO2 damit für etwa die Hälfte des beobachteten Temperaturanstiegs von 0,6 Grad Celsius während der letzten hundert Jahre verantwortlich ist (der CO2-Gehalt stieg während dieser Zeit um 30% an). Weiterhin ist zu berücksichtigen, dass das nächste halbe Grad Temperaturerhöhung wiederum eine Verdoppelung des CO2-Gehaltes benötigt. Es handelt sich um einen logarithmyschen Zusammenhang zwischen CO2 und Temperaturerhöhung. Link zu Lindzen’s Votragsskript:
http://www.geocraft.com/WVFossils/Reference_Docs/Lindzen_2005_Climate_Claims.pdf