Lyrileison – Neue Lyrik und deren kritische Betrachtung: Teil 56

Leben wie ein Fastnachtskrapfen Im Fasching war ich als Krapfen nicht faul, Eine gelbe Kappe am Kopfe, Hffenmark * schmierte ich mir ums Maul, Dass es von den Lippen tropfte. . Erst wollte ich ja als Gulasch gehen, Doch dachte ich da an die Soße, Die Leute hätten`s bestimmt gesehn

sdfsdfdvf1111111.jpgLeben wie ein Fastnachtskrapfen

Im Fasching war ich als Krapfen nicht faul,
Eine gelbe Kappe am Kopfe,
Hffenmark * schmierte ich mir ums Maul,
Dass es von den Lippen tropfte.

.

Erst wollte ich ja als Gulasch gehen,
Doch dachte ich da an die Soße,
Die Leute hätten`s bestimmt gesehn
An der reich bekleckerten Hose.

So bin ich als Krapfen zufrieden und,
Wenn ich an die Schleckerei denke,
Lecke ich heute noch meinen Mund,
Da klebt noch was an der Ecke.

Jetzt sagen alle Krapfen zu mir,
Doch denke ich da im Stillen,
Lieber im Leben ein süßes Tier,
Als nur noch Arzneien und Pillen.

Hufnagels Anna durfte, ich sag`s,
Auch mal vom Hiffenmark schlecken,
Sie lachte, ich glaub an der Süße lag`s:
Besser als Honig mit Wecken**.

Klaus Grunenberg

* Hiffenmark: Hagebuttenmarmelade
** Brötchen mit Honig (“Falsche Kindskerwa” genannt)

Kritik

Ich würde sagen, faschingsgerecht, erinnert ein wenig an Hans Sachsens “Fastnachtsspiele”, nein doch eher an Büttengerede und ist doch eher fränkisch gewürfelt angelegt. Es ist zurzeit schließlich Fasching, Fastnacht oder Karneval.

Ed Moercke

Knittelverse, einfaches Spielen und Schelmerei zur Ergötzung des
einfachen Volkes.

Mark Beil €“ Ritzi

Photo Quelle/Copyright: Jenzig71, via pixelio.de

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