Schulden und Steuern

Manche Menschen befürchten, dass durch die Aufnahme von Staatskrediten die Inflation steigen könnte, weil sich damit die Geldmenge aufbläht. Durch die Kreditnahme wird aber nur das Geld in Anspruch genommen, das bereits vorhanden ist, leider aber jemanden Anderen gehört und deswegen zurückbezahlt werden muss. Wenn der Staat Kredite aufnimmt, dann

Manche Menschen befürchten, dass durch die Aufnahme von Staatskrediten die Inflation steigen könnte, weil sich damit die Geldmenge aufbläht. Durch die Kreditnahme wird aber nur das Geld in Anspruch genommen, das bereits vorhanden ist, leider aber jemanden Anderen gehört und deswegen zurückbezahlt werden muss. Wenn der Staat Kredite aufnimmt, dann nur um den Steuerzahler zu schonen. Um die Kredite zurück zahlen zu können, muss der Staat das Geld den Bürgern per Steuern wieder wegnehmen. Würde der Staat das notwendige Geld gleich durch die Steuern einnehmen, dann wäre es für die Bürger deutlich billiger, weil sie die Kreditzinsen nicht mitbezahlen müssten. Wenn der Staat also Kredite aufnimmt, dann nur deswegen, damit einige Wenige daran verdienen können, dass der Staat gegenwärtig nicht genug Geld hat.

Es gibt also einige wenige gescheite Menschen, die sogar an der Geldnot des Staates noch gut verdienen können.

Die Geldmenge würde nur dann wachsen, wenn der Staat die Zentralbank dazu bringt, frisches Geld zu drucken, damit der Staat die Schulden bezahlen und dabei die Steuerzahler weiter schonen kann. Die europäische Zentralbank stemmt sich dagegen, sie lässt lieber die Staaten bankrott gehen, um die Geldmenge stabil zu halten. Also müssen die Staatsschulden und die darauf berechneten Zinsen doch von den Steuerzahlern bezahlt werden. Wenigstens solange, wie sich die Zentralbanken den Staaten verweigern. Um damit die gerechteste Steuer aller Steuern zu vermeiden.

Gibt es eine gerechte Steuer?

Jesus hat Gottes Gerechtigkeit folgends formuliert: Die Sonne scheint auf die Reichen und die Armen, auf die Gerechten und die Ungerechten. Was die Sonne mit Leichtigkeit schafft, nämlich eine kompromisslose Gleichbehandlung, ist für uns Menschen scheinbar unmöglich. Die Sonne in ihrer Gerechtigkeit nachzuahmen ist wahrlich unsagbar schwer. Ist dann die Inflation womöglich eine Fügung Gottes?

Die Inflation ist eigentlich eine Art Zusatzsteuer, der sich niemand entziehen kann. Wenn der Staat auf die Steuereinnahmen verzichtet und statt dessen neues Geld druckt, verliert jeder von den Scheinen etwas am Wert, ganz gleich in welcher Tasche es steckt oder bei welcher Bank es gelagert wurde. Und die Politiker können kein Gesetz erlassen, demnach ihre Diäten auch nach der Auszahlung von der Inflation unberührt bleiben müssen. Nein, auch das Geld der Politiker wird damit entwertet. Deswegen fürchten auch alle Menschen die Inflation gleichermaßen, egal ob arm oder reich.

Womöglich ist die Inflation als Zusatzsteuer nur deswegen so gerecht, weil sie von den Politikern nicht mehr gesteuert werden kann. Während die Politiker die traditionelle Besteuerung der eigenen Einnahmen zu ihrem Vorteil regeln können, setzt die Inflation auf unser aller Geld einen festen Zins. Die Inflation frisst dann von unserem Geld einen Teil weg, genauso wie es die Zentralbanken und auch alle anderen Banken mit den Kreditzinsen machen. Wenigsten so lange die Banken nicht Islam beigetreten sind.

Es ist also egal, ob ein Staat Kredite aufnimmt oder die Inflation zulässt. Die Zinsen dafür müssen so oder so bezahlt werden. Es ist also für den Staat unmöglich, die Steuerzahler zu schonen.

Kommentare

Dieser Artikel hat einen Kommentar. Was ist Deiner?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

  1. Der Sinn der Staatsschulden ist ein ganz anderer. Mit Abschaffung der Sklaverei konnten Investoren nicht mehr das Eigentum an der Arbeitsleistung der Bevölkerung haben. Die Bildung von Vermögen war durch die Mengen an Immobilien, Sachwerte und Unternehmen begrenzt. Das ist viel zu wenig für die Menge und den Anspruch der Investoren. Über die Staatsverschuldung ist dieses Manko behoben, Investoren können jetzt wieder Eigentum an der jetzigen und zukünftigen Arbeitsleistung der Bürger haben. Sie müssen selbst nicht mehr die Sklavenaufseher bezahlen, die Bütteldienste übernimmt, bezahlt durch den Bürger, der Staat. Das neue Vermögenspotenzial beträgt ein Mehrfaches der traditionellen Sachwerte.