Wirtschaftsentwicklung in Deutschland: Das verlorene Jahrzehnt?

Langsam breitet sich die Angst vor einer großen sozialen und wirtschaftlichen Flaute in Deutschland aus. Ursache ist die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Optimismus des letzten Herbstes, man stehe vor einem deutlichen raschen Aufschwung, ist der zunehmenden Erkenntnis gewichen, dass das Schlimmste noch gar nicht vorüber sein muss. Selbst wenn

Langsam breitet sich die Angst vor einer großen sozialen und wirtschaftlichen Flaute in Deutschland aus. Ursache ist die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise. Der Optimismus des letzten Herbstes, man stehe vor einem deutlichen raschen Aufschwung, ist der zunehmenden Erkenntnis gewichen, dass das Schlimmste noch gar nicht vorüber sein muss. Selbst wenn sich die Wirtschaft langsam wieder auf das Produktionsniveau des Jahres 2008 erholen sollte, dürfte diese Entwicklung eher einige Jahre als wenige Monate in Anspruch nehmen. Für dieses Jahr wird vom Bundeswirtschaftsministerium ein Wachstum von 1,4% für das Bruttoinlandsprodukt erwartet.

Was passiert, wenn die Konjunkturprogramme 2011 enden?

Ob sich der leichte Wirtschaftsaufschwung, wenn er denn so stattfindet wie prognostiziert, sich danach in einen selbstragenden Wirtschaftsaufschwung mit zumindest vergleichbaren Wachstumsraten fortsetzt, kann niemand vorhersagen.

Selbst wenn wir unterstellen, dass dies der Fall wäre, dann würde frühestens im Jahr 2013 das Produktionsniveau von 2008 – nach der Methode Milchmädchen €“ wieder erreicht. Allerdings wird nicht zuletzt wegen des demographischen Wandels das Potentialwachstum, d.h. das langfristige Wirtschaftswachstum, selbst von der Deutschen Bundesbank nur noch mit 0,7% angesetzt.

Setzt man dieses als durchschnittliches Wirtschaftswachstum für die Zeit danach an, dann gehen wir schweren Zeiten entgegen. Man könnte höchstens mit einem Wirtschaftswachstum für die kommende Dekade von rund 0,35% rechnen. Dies entspräche nahezu einer Stagnation. Dabei wurde bereits von größeren weltwirtschaftlichen Störungen oder sonstigen Wachstumshemmnissen wie sozialen Unruhen im Inland abgesehen.

Dies wird die Politik in Deutschland vor Herausforderungen stellen, die sie so in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht gekannt hat. Trotz sinkender Erwerbsbevölkerung dürfte die Arbeitslosigkeit unter solchen Bedingungen zunehmen. Addiert man dazu noch die zunehmende Armut in Deutschland, die bereits jetzt rund 14% der Bevölkerung erreicht hat, dann entsteht hier ein sozialer Sprengstoff, der es in sich hat. Da derzeit insbesondere die Jüngeren davon betroffen sind, wird diese als aktivster Teil der Bevölkerung eine solche Situation möglicherweise nicht hinnehmen. Heftige Verteilungskämpfe sind daher absehbar.

Kommentare

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  1. Nun ja letztes Jahr war Zweck Optimismus angesagt, denn es war ja von einigen Leuten beschlossen worden die Merkel wieder zu wählen.

    Gewählt hat sie dann noch nicht mal jeder dritte Deutsche. Eigentlich noch mal nicht jeder 5. wenn man die Nicht -oder Protestwähler dazu rechnet.

    Trotzdem wurde dieser Ausbund an Inkompetenz, gegen alle Vernunft, wieder in das Bundeskanzleramt gehievt. Die gleiche Inkompetenz, bis auf ganz wenige Ausnahmen, im neuen/alten Kabinett. Die gleichen leeren Phrasen die gleiche Ratlosigkeit (?).

    Ich halte allerdings auch nichts den ständigen Kassandra Rufen, ohne zu sagen wie es besser geht.

    Im Grunde wissen wir doch woran es liegt:

    Unsere PolitikerInnen/ MangerInnen und w i r selbst haben ohne Not unseren Wohlstand selber verspielt!

    d.h.

    -wir müssen wieder mehr arbeiten, damit meine ich nicht Überstunden schieben, die Qualität der Arbeit, die Motivation ist gemeint.

    - wir müssen uns wieder um unsere Kunden bemühen. Waren wir nicht etwas faul geworden?

    - weniger Ansprüche haben,

    - wieder mehr Eigeninitiative zeigen,

    - Verantwortung für andere übernehmen,

    - mehr und permanent lernen,

    - Politik nicht den professionellen PolitikerInnen überlassen.

    Der Staat muss zudem die Rahmenbedingungen vorgeben:

    d.h.

    -das Steuer/Rechtssystem radikal zu reformieren/überarbeiten. Ziel muss es sein die ” gefühlte” und die reale Gerechtigkeit in/ für der/die Bevölkerung zu verbessern.

    - alle Subventionen zu streichen,

    - Bildung muss belohnt werden, d.h. nicht noch mehr Geld und Freizeit für LehrerInnen und Bildungseinrichtungen, das Geld muss den Bildungswilligen direkt zufliessen, die dann selber entscheiden wie sie in Bildung investieren,

    - die sozialen Sicherungssystem müssen einem Paradigmen Wechsel unterzogen werden,d.h. weitgehende Sicherung der Altverpfl. und Gegenfinanzierung durch Steuern, bei gleichzeitiger radikaler Neustrukturierung des gesamten Systems, z.b. Umstellung auf private Vorsorge und staatliche Grundsicherung.

    Unternehmen und Manager,

    müssen endlich anfangen ihre persönliche Verantwortung w i e d e r wahrzunehmen

    - Nettorenditen von über 10 Prozent sind schlicht asozial und müssen als solche gesellschaftlich tabuisiert werden.

    - Unternehmen müssen Arbeit schaffen , nicht Arbeitsplätze vernichten was ja nicht automatisch heisst ineffizient zu werden.

    - Innovation und Kreativität die Arbeitsplätze schafft muss in den Vordergrund unternehmerischer Arbeit gelangen

    - das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen muss stärker hervorgehoben werden

    - Verbraucherverbände sollten Unternehmen stärker auf ihre gesellschaftliches Engagement hin kontrollieren und Fehlverhalten z.b. über schwarze Listen im Internet publik machen-

    Gemeint ist eine Art “test” Urteil nach bestimmten Kriterien wie z.b.

    Produkt Qualität, Preis Leistungs Verhältnis, Mitarbeiter Führung, Innovation Quote, Investition s Quote in Deutschland, Qualität der Manager etc etc etc .

    Allein durch unser Kaufverhalten haben wir Bürger enormen Einfluss, wissen wir das eigentlich?

    Die gesellschaftlichen Gruppen wie Gewerkschaften , Kirchen und Verbände müssen endlich mal wieder anfangen die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten und nicht die ihrer zahlreichen, überbezahlten und zum grossen teil überflüssigen FunktionäreInnen.

    - unser derzeitiger Werte “Korb” muss dringend auf der Prüfstand einer breiten gesellschaftlichen Diskussion mit dem Ziel eines entsprechenden Konsenses.

    Also, Möglichkeiten gibt es viele, was uns fehlt ist das Führungspersonal, eine positive Elite.

    ” Keine Land ist dekadent genug, dass nicht irgend wann Menschen mit Weitblick, Charakter und echten Führungsqualitäten den richtigen Weg bestimmen”

    Ich glaube an eine positive Zukunft!