Als sexueller Missbrauch in der römisch-katholischen Kirche werden Fälle von sexuellem Missbrauch, insbesondere an Schutzbefohlenen und Untergebenen durch Priester, Angehörige von Orden oder Bruderschaften und Erzieher, bezeichnet. Diese Vergehen werden auch von höchster kirchlicher Stelle öffentlich thematisiert und verurteilt.
Die bislang bekannt gewordenen Fälle geben keinen Anhaltspunkt dafür, dass Kleriker und männliche Mitarbeiter der katholischen Kirche häufiger als Täter in Erscheinung traten als andere. Kontrovers diskutiert wird der Einfluss des Zölibats. Der Zölibat (von lat. caelebs “allein, unvermählt lebend”;), umgangssprachlich manchmal auch das Zölibat, bezeichnet das Versprechen zur Ehelosigkeit für das weitere Leben.
Der amerikanische Religionshistoriker Philip Jenkins vertritt die These, dass die statistische Häufigkeit von sexuellem Missbrauch innerhalb der katholischen Kirche in keinem Verhältnis stehe zur Häufigkeit der Berichterstattung in den Medien. Dadurch werde der Eindruck erweckt, als ob das Phänomen in der katholischen Kirche häufiger vorkomme als in anderen Religionsgemeinschaften, was nicht der Fall sei. Jenkins sieht in der breiten Medienberichterstattung über Missbrauchsfälle durch Priester vordergründig antikatholische Rhetorik.
Es gibt kaum eine Diskussion mit kirchenkritischen Zeitgenossen, in der nicht der/das “Zölibat” angesprochen wird. Nicht nur für Talkshows und Diskussionsrunden eignet sich die Ehelosigkeit der katholischen Priester hervorragend – auch für Spielfilme und Romane garantiert das Thema und die damit verbundenen menschlichen Verwicklungen eine gleichbleibend hohe Aufmerksamkeit.
Der Klerikerzölibat ist weder ein Dogma noch absolute Richtlinie – die katholische Kirche hat immer wieder Ausnahmen zugelassen (nicht nur geduldet, sondern offiziell genehmigt), wie zuletzt z.B. bei der Konversion von verheirateten Pfarrern aus der anglikanischen Kirche – die zu katholischen Priestern geweiht werden, obwohl sie verheiratete Familienväter sind.
Bevor man im Zusammenhang mit Kindesmissbrauch nur die katholische Kirche im Sinn hat, sollte man Wörter wie “evangelische Kirche”, “Sportvereine” und “staatliche Schulen” nicht vergessen. Denn überall wo Minderjährige betreut werden, besteht die Gefahr, dass sexuell gestörte Menschen den Kontakt mit Kindern suchen und finden.
Vom “Spiegel” veröffentlichte Zahlen über kirchliche Missbrauchsfälle lassen vermuten, dass sexueller Missbrauch bei Mitarbeitern der katholischen Kirche sehr viel seltener vorkommt als bei anderen erwachsenen Männern.
Der Zölibat ist wirklich kein Dogma, er ist nur eine sinnlose Maxime. Er besagt auch nicht nur, dass der Klerus ehelos sein soll, sondern sich auch von jeglicher sexueller Betätigung fernzuhalten hat! Dem Priester wird auch die homosexuelle Enthaltsamkeit abverlangt wie auch die Masturbation. Will wirklich wer behaupten, dass das artgerecht, also menschlich, wäre? Natürlich bricht sich in den Betroffenen die Natur Bahn – leider stehen da dann auch ohne jeden Zweifel mehr arme Opfer im Wege als bei nicht sexdeprivierten Menschen.
Im vorliegenden Beotrag stört mich die Unterstellung, dass unter Menschen mit weniger Verboten genau so viele Übergriffe vorkämen. Exakte Angaben für die Zahl der Übertritte kann es nicht geben, wo doch jeder – die Kirche wie auch jeder andere – stets bemüht ist, nicht herauskommen zu lasssen, welches Ausmaß die Vorfälle haben. Nur kann man sicher sein, dass die Kirche mit ihren Methoden besser vertuschen kann als andere.
Aber dass die katholische Kirche mit ihrer dummen und widernatürlichen Sonderabstinentz für ihr Pesonal seit Generationen dreist die schlimmsten Übergriffe verkleistert und oft die Täter nur verschickt, damit ihre Untaten nicht alle an einem Ort registrierbar sind, ist hanebüchen. Da hilft auch kein betroffenes Gesicht des Erzdogmatikers Ratzinger.
Fast vergisst man über diesen Ärgernissen die noch viel schlimmere Situation in dieser Kirche in Bezug auf die Frauen. Wenn eine gläubige Frau der Kirche dienen will, bleiben ihr nur die niederen Aktivitäten. Die Kirche hat wahrlich die Menschlichkeit nicht erfunden obwohl sie doch einen Religionsstifter hat, der richtungsweisend die gleiche Würde aller Menschen und auch die von Mann und Frau gepredigt hat! Jesus selbst war offenbar auch kein Befürworter des Zölibats. Maria Magdalena wird uns das sagen können, wenn wir sie mal im Jenseits treffen sollten.