“ZDF Umwelt” zeigt Pannen im IPCC Bericht

“Gute wissenschaftliche Praxis; beim Weltklimarat scheinen einige damit wirklich ein Problem zu haben€¦€. Aussagen dieser Art konnte man in den letzten Jahren in vielen Internet-Blogs lesen. Und bis vor kurzem auch ausschließlich dort. Dass jetzt aber auch in einem Umweltmagazin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen derart offene Kritik am IPCC laut wird,

drdxr.jpg“Gute wissenschaftliche Praxis; beim Weltklimarat scheinen einige damit wirklich ein Problem zu haben€¦€. Aussagen dieser Art konnte man in den letzten Jahren in vielen Internet-Blogs lesen. Und bis vor kurzem auch ausschließlich dort. Dass jetzt aber auch in einem Umweltmagazin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen derart offene Kritik am IPCC laut wird, hätte noch vor wenigen Wochen wohl kaum jemand für möglich gehalten.

Diese deutlichen Worte fielen nämlich im ZDF Magazin “Umwelt“. Waren bisherige Skandale, wie Klimagate oder die Rücktrittsforderungen an IPCC-Chef Pachauri noch kaum in den Mainstream Medien angekommen, haben die jüngsten Affären rund ums IPCC das Fass wohl definitiv zum Überlaufen gebracht. Erst die falschen Gletschermeldungen aus dem Himalaja, dann die fehlerhaften Amazonas-Daten und die Übertreibungen  bei Unwetterschäden oder bei den Prognosen zu Trockenheiten in Afrika. All das war dann wohl doch zu viel. In bislang ungekannter Deutlichkeit und Härte kritisieren die ZDF-Umwelt Redakteure jetzt die Machenschaften des IPCC und scheinen sogar mit Forderungen zu sympathisieren, das IPCC abzuschaffen.

Interessant in dem Bericht ist auch das Interview mit dem prominenten Kieler Klimaforscher Mojib Latif. Dieser, das wird immer deutlicher, scheint vielen seiner Kollegen an Weitblick um einiges voraus zu sein. War er doch einer der ersten im etablierten Klimazirkus, der auf die momentane Abkühlung hingewiesen hat und mit einer prognostizierten weiteren Abkühlung für die nächsten 10-20 Jahre seine Position sichert, sollte es in diesem Zeitraum tatsächlich, entgegen der Projektionen der Klimaforschung, nicht mehr wärmer werden.

Deutliche Worte zum IPCC auch von Mojib Latif

Er war es auch, der seinen Kollegen auf der Weltklimakonferenz in Genf im September letzten Jahres einen offensiven Umgang mit den für die Klimaforschung unbequemen Wahrheiten empfohlen hatte: “Ich bin kein Klimaskeptiker, aber wir müssen die unangenehmen Fragen selbst stellen oder andere werden es tun.€. Ein Ratschlag, den sein prominenter deutscher Kollege Rahmstorf vielleicht besser auch beherzigen sollte, anstatt weiterhin darauf zu bestehen, dass trotz der fehlenden Erwärmung in den letzten 10 Jahren irgendwie doch wärmer wird.

Konsequenterweise ist Latif dann auch einer der ersten (zusammen mit seinem Kollegen Professor Hans von Storch) aus der Reihe der AGW-gläubigen Klimawissenschaftler, der das IPCC offen kritisiert. Diese Taktik könnte sich im Nachhinein als die bessere herausstellen. Latif sieht offenbar, dass die Stimmungslage kippt und dass die Unterstützung für den Weltklimarat mit jedem Tag schwindet. Und Latif ist clever genug, sich frühzeitig neu zu positionieren. Diese Cleverness scheint Stefan Rahmstorf nicht zu besitzen.

ZDF Umwelt zeigt Pannen im IPCC Bericht from Science Skeptical on Vimeo.

Links:

ZDF-Umwelt

Die komplette Sendung in der ZDF-Mediathek

Zuerst erschienen im Science Skeptical Blog 

Bild via flickr (Autor: European Parliament), cc Lizenz

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